Archive for May, 2007

„Strafbarer Handel mit Arztdaten?“

May 9, 2007

Den Artikel „Strafbarer Handel mit Arztdaten?“ von EBERHARD PH. LILIENSIEK stellt Udo Vetter heute in den lawblog. Lesenswert! Und unbedingt weiterlesen:

Eine Schar Düsseldorfer Ärzte und Psychotherapeuten hegt gegen die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KKNo) den bösen Verdacht einer Datenschutzverletzung. Dies schließen die Mediziner aus einem Werbeschreiben, das sie kürzlich alle von einer Firma aus Solingen bekamen. Das Unternehmen preist seine Software an, mit der Angehörige der Fachrichtung Psychotherapeutische Medizin die Behandlungskosten von Patienten auf elektronischem Weg mit der KVNo abrechnen können.
„Eine Sonderaktion“ nennt das die Solinger Firma, eine vermutlich erfolgreiche dazu, weil sie so einfach ist: „Sie tauschen einfach Ihre Praxis-EDV (Psyprax) aus!“ Und dieses eine Wort löste den Alarm bei den Ärzten aus: „Woher wissen die in Solingen, dass ich die Software Psyprax benutze“, fragt sich Bernd Klose. Und hat auch die Antwort parat: „Die KVNo! Wer sollte sonst die Quelle sein“. (..) unsere ´Quelle steht oben°

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Knochenzüchtung: High Tech für den neuen Zahn

May 6, 2007

Knochengewebe lässt sich in einer Umgebung züchten, die den nachwachsenden Rohstoff mit Blutgefäßen versorgt. Davon profitieren Patienten mit großen Knochendefekten. Die Heilung kleinerer Defekte in der Implantologie lässt sich hingegen mit gentechnisch hergestellten Proteinen, sogenannten BMPs (Bone morphogenic Proteins) beschleunigen. Ein erster Wirkstoff wurde unlängst in den USA zugelassen. Auch in Deutschland werden solche Substanzen erprobt, berichten Professor Hendrik Terheyden von der Klinik für MKG-Chirurgie der Universität Kiel auf dem 20. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in München. Der Titel des Plenarvortrags von Professor Hendrik Terheyden von der Klinik für MKG-Chirurgie der Universität Kiel auf dem Jahreskongress der DGI ist eine rhetorische Frage: “Knochenzüchtung – geht das?” Denn die Antwort ist eindeutig: “Ja”, sagt Terheyden. Den Beweis haben er und sein Team bereits vor drei Jahren erbracht. Damals berichteten die Kieler MKG-Chirurgen, dass es ihnen erstmals gelungen sei, Teile eines Unterkiefers aus körpereigenen Zellen eines Patienten zu züchten und diesem einzupflanzen. Die Forscher hatten ein Gemisch aus Knochenersatzmaterial, Stammzellen aus dem Knochenmark des Patienten und biologische Wachstumsfaktoren in einem “Käfig” aus Titan gemischt und in den Rückenmuskel des Patienten implantiert. Binnen sieben Wochen war die Knochenbildung soweit fortgeschritten, dass der Käfig in den Kiefer eingebaut werden konnte.

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Zahnimplantate: Diabetes und Osteoporose sind keine Kontraindikationen

May 6, 2007

Die Zahnärzte sind bei der Implantation künstlicher Zahnwurzeln in den letzten Jahren mutiger geworden. Sie pflanzen die Pfeiler aus Titan inzwischen beispielsweise auch Patienten mit Osteoporose oder Diabetes ein. Die Risiken einer Implantation bei solchen Erkrankungen sind heute kalkulierbar und können bei der Behandlung berücksichtigt werden, erklärt Professsor Henning Schliephake, Göttingen, Präsident des 20. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in München. Dann sind die Ergebnisse nicht schlechter als bei gesunden Patientinnen und Patienten. Bei Frauen sinkt nach den Wechseljahren mit dem Östrogenspiegel auch zumeist die Knochendichte, vor allem in der Wirbelsäule und den großen Röhrenknochen. Eine US-Studie aus dem Jahr 2002 zeigt beispielsweise, dass bei postmenopausalen Frauen die Verlustrate von Implantaten mit 13,6 Prozent signifikant höher lag als bei Frauen vor den Wechseljahren (6,3%). Bei postmenopausalen Frauen, die mit Hormonen behandelt wurden, lag die Verlustrate bei 8,1 Prozent.

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95 % aller Implantate sind nach 10 Jahren immer noch im Mund

May 6, 2007

Rund 95 Prozent aller Implantate sind nach 5 bis 10 Jahren noch unversehrt an ihrem Platz – die Erfolgsraten der Implantologen können sich sehen lassen, die Verlustraten liegen unter fünf Prozent. Deutlich schlechter ist die Bilanz bei den Kronen, Brücken und Prothesen auf den Implantaten, die im Fachjargon als Suprakonstruktion bezeichnet werden: Bei 20 bis 25 Prozent der Fälle sind in den ersten fünf Jahren Reparaturen oder sogar Neuanfertigungen erforderlich, erklärt Professor Manfred Wichmann, Erlangen, auf dem 20. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in München. Ein zu kraftvoller Biss der Patienten, insbesondere beim Zähneknirschen, überfordert die Materialien. Endlich wieder kraftvoll zubeißen – das wünschen sich Patientinnen und Patienten nach Zahnverlust, die mit herkömmlichem Zahnersatz Probleme haben. Implantatgetragener Zahnersatz macht dieses kraftvolle Zubeißen wieder möglich. zum weiterlesen:

Witten: Dekan der Zahnmedizin abberufen

May 2, 2007

..schreibt die WAZ dazu:

 Der Personalstreit um den Dekan der Zahnmedizin ist entschieden: Uni-Präsident Glatthaar hat Prof. Dr. Dietmar Gesch (44) abberufen

 Einstimmige Beschlüsse des Senats und Fakultätsrates pro Gesch konnten Glatthaar nicht umstimmen. Er reagierte damit auf das Vorgehen Geschs, der sein Amt als Dekan ruhen ließ, um ausstehende Unterschriften in Personal- und Finanzfragen zu bekommen. Glatthaar warf Gesch daraufhin vor, die Verantwortung in einer schwierigen Situation der Universität abzugeben. Für Gesch bedeutete das Ruhenlassen seines Amtes genau das Gegenteil: Sonst wäre ich doch zurückgetreten.

Bestärkt fühlte sich der Zahnmediziner, der seinen Lehrstuhl für Kieferorthopädie behält, durch die Beschlüsse im Senat und Fakultätsrat, ihn nicht abzuberufen. Auch Studenten sollen massiv protestieret haben. Mit Bestürzung reagierten viele an der Hochschule auf die Amtsenthebung. Die Zahnmedizin gehört mit gut 170 Studenten zu den drei größten Fakultäten.