Kassenzecken – oder Lauterbachs Zitateverfälschung gerichtlich gestoppt

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Hach wie lieben sie sich, Lauterbach und die (seine?) Ärzte …

Nun gut, die Abneigung ist beidseitig wohlbegründet und hoffentlich niemand wird von uns verlangen, dass wir auf der Seite des unsympatischen Professor Schmalzlocke stehen. Dafür hat er viele andere Freunde, zum Beispiel das Team der bekennenden Mediziner-Hasser-Sendung Frontal21.

Dass bei dieser Sendung nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, dürfte bekannt sein. Ein neues Beispiel sind die Kassenzecken, doch lassen wir dazumal Facharzt selber zu Wort kommen:

“Kassenpatienten gehen mir auf den Keks”: Gericht verbietet Karl
Lauterbach Zitatverfälschung

Das Hamburger Landgericht hat eine einstweilige Verfügung gegen den
Kölner Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach erlassen. Lauterbach hatte
in einem Gastbeitrag des SPIEGEL einen “Abgrund der Abneigung gegen
Patienten” entdeckt und als Beleg dafür einen Leserbeitrag aus dem Forum
des Online-Nachrichtendienstes http://www.facharzt.de zitiert, allerdings
verschwiegen, dass der Autor diesen klar als Satire gekennzeichnet hatte.

Gericht stoppt Zitatverfälschung: Lauterbach
“Von einem Wissenschaftler sollte man erwarten, dass er sauber zitiert
und nicht Zitate mutwillig so verfälscht, dass sich deren Inhalt ins
Gegenteil verkehrt”, sagt Facharzt.de-Chefredakteur Dr. med. Bernd
Guzek: “Der vom Landgericht jetzt verbotene Fall ist eine krasse, leicht
erkennbare und billige Manipulation. Aber auch andere Zitate hat
Lauterbach klar aus dem Zusammenhang gerissen “, sagt Guzek: “Wir prüfen
derzeit noch, wieweit wir hier weitere rechtliche Ansprüche gegen
Lauterbach geltend machen .” Problematisch sei die gerichtliche
Verfügung für Lauterbach nicht zuletzt deshalb, weil davon auszugehen
sei, dass Lauterbach die selbe Zitatverfälschung nicht nur im “Spiegel”
sondern auch in seinem demnächst erscheinenden Buch begangen habe. Das
Buch soll am Donnerstag in Berlin der Presse vorgestellt werden.

Einen anderen Beitrag zitiert Lauterbach als Beleg für die “Abgründe der
Abneigung” wohl mutwillig verkürzt so: “Heute erfuhr ich vom Ableben
eines langjährigen Patienten und ertappe mich dabei, wie ich mich freue,
dass ich nun erheblich weniger Medikamente aufschreiben muss.”

Tatsächlich steht dort: “Wo sind wir nur hingekommen?! Ich als Augenarzt
lasse völlig inakzeptable Druckwerte durchgehen aus Angst, ein teures
Medikament aufzuschreiben. Heute erfuhr ich vom Ableben eines
langjährigen Patienten und ertappe mich dabei, wie ich mich freue, dass
ich nun erheblich weniger Medikamente aufschreiben muss. Da sitze ich
vor seiner weinenden Frau und denke an das Scheiß-Geld, das seine
Tropfen gekostet haben, das ist doch krank!!! Was haben die nur aus mir
gemacht”, schreibt ein Mediziner voller Verzweiflung im Rahmen einer
Leserdiskussion um die politisch erzwungenen Sparmaßnahmen im
Gesundheitswesen.

Zum Nachrichtendienst Facharzt.de gehört das aktivste Leserforum für
Ärzte in Deutschland: “Unsere Leser verfolgen Herrn Lauterbach und seine
Aktivitäten sehr aufmerksam. Sie stören sich unter anderem daran, dass
Lauterbach nicht müde wird, die Abschaffung der niedergelassenen
Fachärzte zu fordern, während er gleichzeitig als Aufsichtsrat des
Klinik-Konzerns Rhön mehrere zehntausend Euro Honorar im Jahr erhält.
Seine Forderungen, die fachärztliche Versorgung in Zukunft an die
Kliniken zu verlagern, erscheint vielen unserer Leser deshalb mehr als
durchsichtig, nicht wenige halten ihn für einen Lobbyisten”, berichtet
Guzek.

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