Dentaldepot: wenn Prozesse den Weg Pflastern

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Dental-Depot: Freund oder Feind des Zahnarztes?

Kann man wohl nicht verallgemeinern, wie üblich! Zusammenarbeit ist Vertrauenssache und die Hatz nach Schnäppchen ist nicht immer Garantie für Erfolg. Billig ist eine Frage von Qualität und das zeigt sich auch in unserem aktuellen Beispiel. 

Dieses Mal geht es nicht um Billigexporte aus Fernost, sondern um an sich gute schwäbische Handwerksarbeit. Dass in Schwaben auch nicht alles schwäbisch ist, was glänzt, beweisst uns das aktuelle Beispiel.

Wie ich gestern erfahren habe, gibt es wohl eine ganze Reihe Rechtsstreitigkeiten
mit einem und demselben Depot, das bundesweit auftritt und sich als Preisbrecher versteht.

Ein Verfahren war wohl dieser Tage bei einem ganz südlichen
Landgericht gelaufen und zwar ging es um eine Praxisplanung:

Kostenpunkt: 5000 Euro für die Praxisplanung. Dafür gibt es ein paar lausige, bausteinartige shareware-architecture light Computerausdrucke, Ausführung absolut Mangelhaft!
Wenn die Praxis nach Plan ausgeführt worden wäre, hätte das Gesundheitsamt
den Laden zugesperrt. Bohrlöcher an den unmöglichsten Stellen, Schubladen oder Fenster wären nicht zu öffnen gewesen, nur um ein paar Punkte zu nennen.

Der Plan war, wie sich herausstellte, nicht von einem Architekten, sondern von einem Verkäufer gemacht worden, abgerechnet wurde er aber nach der Honorartabelle für Architekten.

Ging wohl als Vergleich aus, 2:1 zuungunsten des Kollegen, er hatte
keine Nachbesserung zugestimmt/verlangt wie auch immer.

Man hat als Außenstehender zwar immer leicht reden, aber es ist
einfach so, dass die Rechtsvorstellungen und die Realität weit
auseinander klaffen. Es ist zwar eine absolute Frechheit, welche
Qualität für teueres Geld abgeliefert wird. Nicht zahlen, weil der
andere absoluten Bockmist abliefert geht leider nicht, die
Erkenntnis ist teuer.

Ich finds allerdings schon bezeichnend, dass ich mindestens für
Streitigkeiten von unterschiedlichen Kollegen mit genau diesem Depot
in meinem Radius kenne.

Übrigens, Herr/Frau Ari-elle aufpassen: ein Kollege kommentiere den Fall mit eigenen Erfahrungen: Es sei besser sei, mit einem Depot fest über Jahre hinweg zusammen zu arbeiten (auch wenn die 1000 Mal den Namen wechseln). Seine Azubis hätten mal beim
Putzen die M1 geschrottet in dem sie sie gegen ein offenes Fenster gefahren haben. Absolut unübliche Konstellation, Teile natürlich nicht vorrätig: das Depot hatte Bensheim die Hölle heiß gemacht, am nächsten Tag (sündhaft teuer zwar) aber die Ersatzteile waren um 8  Uhr da und keine halbe Stunde später der Monteur auch…

Wir wissen von mindestens fünf weiteren Zivilverfahren, die mit diesem Depot am Laufen sind – die meisten davon im südlichen Teil eines südwestlichen Bundeslandes.

optimales Marketing, wenn Prozesse den Weg pflastern 😦

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One Response to “Dentaldepot: wenn Prozesse den Weg Pflastern”

  1. ari-el Says:

    Tja mein Lieber.
    You get what you pay for . Es ist immer das gleiche Thema 🙂
    Ich kenn Einen der behauptet immer :
    ” Man sieht sich immer zweimal im Leben ” 🙂

    Langfristige Geschäftsbeziehungen auf Basis von Wert für Wert Beziehungen sind im Long Run am billigsten . Und Kinder , wir brauchen keine Schnäppchen Strohfeuer sondern den langfristigen Erfolg mit verlässlichen und erfolgreichen Geschäftspartnern.

    Grüsse
    ari-el

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