das unwichtigste Blatt – oder amicus fidelis protectio fortis in Pudelis kernum

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lästern tun wir viel und gerne, na klar. Das Rote Blatt – ein Lieblingsziel! Noch nie beschäftigt haben wir uns mit dem Freien Zahnarzt. Nicht nur, weil wir dieses Blatt für subway halten, es ist einfach zu doof, wenn zum Beispiel als Mitgliederservice für Hundehütten geworben wird, Migs Dog House mit eingravierter Messingplatte: “amicus fidelis protectio fortis” – sehe gerade die Asche meiner alten Lateinlehrerin im Grabe rotieren.

Nicht zu doof ist sich aber der liebe Herr Norbert Grosse, Multifunktionswerkzeug, Multifunktionär und Ämterpatron alias Mister Wichtig und in seiner jüngsten Rolle, Deutschlands neuester Super Young Dentist zu spielen. War das etwas eine Lichtblitz von Dieter Bohlen beim Seniorencasting? Dass er selbst wohl schon steinalt sein müsste, störnt ihn wenig, wenn es darum geht, den Young Dentists, die es als solche ja auch gibt, den Namen zu klauen.

So erfährt man auf Seite 4 dieses wundervollen Blattes, dass insgesamt 8000 Studenten, Assistenten und junge  Zahnärzte angeschrieben wurden, damit das Projekt von FVDZ und DGZMK YD2 überhaupt mal Inhalte bekommt. Im Grunde wird Augenwischerei betrieben: man hat ein Schweinegeld ausgegeben, den Datenschutz mit Füßen getreten und hat Studenten wie Jungzahnärzte mit Papier zugespamt. Die meisten haben den dubiosen Fragebogen durchschaut und ihn weggeworfen. An den Unis lag das Zeux rum und wurde von den Putzfrauen wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt. Man spricht von enormem Rücklauf – haha keiner kanns nachprüfen und hofft auf die Dummheit der Zahnärzte.

Der Name Young Dentists ist schlichtweg geklaut und ein eigenes Konzept kann man bisher auch nicht präsentieren. Diese Arbeit sollen dem unFreienverband die Studenten abnehmen und die Kohle für eine Agentur einsparen. Ein bisschen wenig für den ultimativen Knaller um junge Kollegen anzusprechen? Man will Konzepte für junge Zahnärzte anbieten und muss eingestehen, dass man weder Plan noch Checkung dafür hat, wie das gehen soll? Für wie blöd halten die alten Säcke denn ihre jungen Kollegen?
Im übrigen ist die Zeitung voll von sogenannten Kooperationen. Mal kooperiert man mit Hundehüttenhersteller, mal mit diesem oder jenem. Ein bisschen wenig für einen Verband, der die Speerspitze der deutschen Zahnmedizin sein will.

Im Grunde entlarvt sich der Freie Verband als ein Haufen planlos umher irrender abgetakelter Funktionäre, die nicht abtreten wollen und nicht einsehen können, dass mit dem ganzen Bockmist, den sie in den letzten Jahren der Zahnärzteschaft einbrockt haben, eigentlich die Zeit für den Abschied gekommen ist, Abschied auf immer, wohlgemerkt!

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7 Responses to “das unwichtigste Blatt – oder amicus fidelis protectio fortis in Pudelis kernum”

  1. Baldur der Ketzer Says:

    mehr als das.
    Viel mehr als das.
    Zahnärzte wurden indoktriniert – politisch aufgewiegelt bis zum hin zum völligen
    Ausblenden der volkswirtschaftlichen Möglichkeiten und politischen Realitäten.
    Ein Verband des institutialisierten Realitätsverlustes sozusagen . Nur unzufriedene Mitglieder sind gute Mitglieder .
    Verband auflösen vom Restgeld gut Essen gehen und gut is.

    Baldur

  2. Hansi H. Says:

    auch in Sachen Mitgliederzahlen leidet dieses Verbändchen offensichtlich an Realitätsverlust

    angeblich sind es 20 000 – gefühlt sind es 200

    selbst wenn man alle nicht ausgetragenen Verschiedenen mitzählt dürfte kaum noch eine fünfstellige Zahl erreicht sein

  3. FVDZ-Hasser Says:

    jawohl, dass dieser überkommene Schurkenverband überhaupt noch existiert , wundert mich doch sehr. Vor allem, dass und was sich die Zahnärzte von so ein paar Dumbatzen alles gefallen lassen. Soviel Essen kann ich gar nicht, was es da zu Kotzen gibt!

  4. zahnfee5 Says:

    hallo zusammen,
    habe von diesem programm young dentist gelesen und bin nun etwas verwirrt, weil ich es im ersten lesen eigentlich ganz gut fand. ich bin kurz vor der klinik und habe bis jezt nämlich keine nnenenswerten BWL-erfahrungen undso im studium machen können. und bevor ich zur VHS laufe, dachte ich, dass wär doch ne gute sache, dass mir da jmd. vom “fach” was erklärt. nu hab ich eiure kommentrae gelesen und bin verunsichert… ist denn der fvdz echt so schlimm? bis zu young dentist hab ich mich noch bicht mit denen beschäftigt.

  5. chris Says:

    der Freie Verband ist ein Club alter Herren, die denken, sie hätten das Alleinvertretungsrecht deutscher Zahnärzte gepachtet und gehen vor wie die Mafia.

    das Young Dentist Programm ist alter Wein in neuen Schläuchen. Einst wurde es als Praxis-Gründer-Programm verkauft, dann als Fit for Future und jetzt ist ihnen gar nichts mehr eingefallen.

    Sie haben weder ein Konzept noch einen Plan. Offensichtlich kommen wieder die alten Referenten von Apo-Bank und diversen Abrechnungszentren, die sie umsonst bekommen und letztlich nur ihre Ware anpreisen.

    von wegen betriebswirtschatliche aufklärung!

  6. zahnfee5 Says:

    erst begeisterung und jetzt les ich so was… gnumpf. 😦
    mit fit fpr future hättense mich auch nicht gekriegt.
    kann mir denn jmd. n tipp geben, wer mich dann betriebswirtschaftl. gescheit aufklären kann?
    ich will nicht zur VHS!

  7. zahnteufelchen Says:

    führ dir mal die 10 Überlebensregeln im Haifischbecken zu gemüte:

    1.) Trau nichts und niemand
    2.) schon gar keinem Versicherungsfritzen
    3.) pass auf, wem du dein Geld anvertraust
    4.) Partner/in haben in deiner Praxis nix, aber auch gar nichts zu suchen
    5.) bevor du dir für andere den Buckel krum machst, mach lieber urlaub
    …tbc…

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