Archive for September, 2007

Ja zu Zahnersatz aus China

September 30, 2007
sagt die WAZ und lässt einen Zahntechniker und einen Zahnarzt zu Wort kommen:

Interview: Warum Zahnersatz aus Fernost eine Alternative zu deutscher Arbeit ist, sagen ein Zahnarzt und ein Zahntechniker.

Haben keine Berührungsängste mit Zahnersatz aus China: Zahntechniker Ingo Perpeet (links) und Zahnarzt Dr. Thorsten Bandel. (Foto: Bernd Schaller)

Düsseldorf. Wer an Globalisierung denkt, hat meist steigende Preise im Kopf oder Billig-Angebote aus Fernost, die im Vergleich zu deutschen Produkten konkurrenzlos billig sind. In Sachen Zahnersatz verlaufen die Fronten ähnlich: Brücken oder Kronen, die aus Fernost stammen, seien qualitativ minderwertig und würden zudem Arbeitsplätze in Deutschland vernichten.

Dennoch gibt es einen Trend zu günstigem Zahnersatz. Erfahrungen mit Zahnersatz aus China hat Zahnarzt Thorsten Bandel – rund 25 Patienten hat er damit bisher versorgt. In Zahntechniker Ingo Perpeet hat er einen Partner gefunden, der bereit ist, mit Laboren in China zusammen zu arbeiten. Ein Gespräch über Globalisierung auf dem Zahnarztstuhl.

Mehr zum Thema

  • Ist Zahnersatz aus Fernost für Sie eine Alternative?
  • WZ: Herr Dr. Bandel, wie sind Ihrer Erfahrungen mit Zahnersatz aus China?Thorsten Bandel: Unsere Erfahrung mit China-Zahnersatz sind überwiegend gut. Vor allem gibt es eine Nachfrage von unseren Patienten. Ich biete das zwar nicht offensiv an, aber bei Bedarf zeige ich den Patienten schon, was möglich ist. Das geht aber auch nur, weil ich mit Herr Perpeet einen Partner habe, der mir die Qualität garantiert und auch einen Vor-Ort-Service anbietet.

    WZ: Was meint in diesem Zusammenhang „gute Erfahrung“?

    Bandel: Unsere Patienten erwarten sehr guten Zahnersatz: Das heißt, er muss passen und zwar tadellos. Patienten wollen Qualität. Bisher hat es damit keine Probleme gegeben – wir mussten noch keine Arbeit wieder zurückschicken.

    WZ: Der Vorteil für Patienten?

    Bandel: Kassenpatienten bekommen einen Festzuschuss. Das ist ein Betrag, der sich aus der Zahnsituation und einem Bonus errechnet. Was sie sich mit diesem Betrag für Zahnersatz anfertigen lässt, ergibt sich aus dem Gespräch zwischen Patient und Arzt. Sie wollen möglichst viel für ihr Geld bekommen. Da ist Zahnersatz aus Fernost eine Alternative, weil er günstiger ist und sich der Eigenanteil für die Patienten dadurch verringert. In der Regel fragen Patienten aus wirtschaftlichen Gründen danach.

    WZ: . . . Es gibt aber viele Vorbehalte gegen Produkte aus China beispielsweise . . .

    Ingo Perpeet: Ich beobachte das jetzt seit gut 15 Jahren. Wir haben vor Jahren eine Testarbeit in China anfertigen lassen, das Ergebnis war haarsträubend, völlig indiskutabel. Das hat sich mittlerweile allerdings fundamental geändert. Ich hatte vor anderthalb Jahren die Gelegenheit, mir in China unterschiedliche Labore anzuschauen. Mittlerweile arbeite ich mit zweien zusammen – weil sie die Qualität liefern, die wir wollen. So kann ich für meine Kunden, also für die Zahnärzte, günstige Alternativen anbieten. Früher habe ich auch die Fahne für deutsche Zahntechnik hochgehalten – heute muss ich ganz klar sagen: Wenn die Qualität stimmt, biete ich Zahnersatz aus Fernost an. Viele Patienten können sich keine deutsche Arbeit mehr leisten.

    WZ: Wie ist der Preisunterschied?

    Perpeet: Die Chinesen arbeiten meist für weniger als die Hälfte, in Einzelfällen bis zu einem Drittel der deutschen Preise. Eine Brücke kostet in Deutschland grob gerechnet etwa 1700 Euro, für die vergleichbare chinesische Variante würden wir 900 Euro berechnen. Bandel: Es gibt allerdings auch Grenzen – es gibt Arbeiten, die können wir nicht in Fernost anfertigen lassen. Individualisierte Frontzahnkronen oder Implantatarbeiten beispielsweise. Außerdem will ich keine Discount-Angebote anbieten.

    WZ: Was spricht gegen Zahn-Discount wie Mc Zahn?

    Bandel: Discount ist per Definition ein reduziertes Angebot und hat in der Zahnmedizin meines Erachtens nichts zu suchen. Ich will meinen Patienten mehr bieten und nicht weniger. Zahnersatz aus China ist in meiner Praxis eine zusätzliche Möglichkeit für Patienten – sie brauchen einen Zahnarzt, dem sie vertrauen können und keinen Billiganbieter. Ich kann meinen Patienten beides anbieten: Zahnersatz ohne Zuzahlung und hochindividuell angefertigten Zahnersatz aus einem deutschen Meisterbetrieb.

    WZ: Herr Perpeet, wie können sie gewährleisten, dass sie vernünftige Qualität geliefert bekommen?

    Perpeet: Wie gesagt, ich habe mir die Labore sehr genau angeschaut. Ich arbeite dort unten mit drei deutschen Zahntechnikern zusammen, mit denen ich im ständigen Kontakt stehe. Ich achte genau darauf, welche Materialien verwendet werden. Man darf nicht vergessen, das dort unten brandneue Arbeitsplätze entstanden sind, die technisch auf dem modernsten Stand sind. Auch, wenn die Ausbildung der Leute noch nicht auf unserem Stand sind. Aber ich muss ganz klar sagen: Auch wenn die gleichen Materialien verarbeitet werden – noch können wir es in Deutschland besser als die Chinesen?

    WZ: Sie betonen das „noch“: Wird das so bleiben oder wie sieht die Entwicklung in ein paar Jahren aus?

    Bandel: Der Trend wird sich fortsetzen. Ich tippe, dass in vier bis fünf Jahren bis zu 30 Prozent des Zahnersatzes aus Fernost kommen wird. Denkbar ist beispielsweise, dass etwa Arbeiten für Frontzähne in Deutschland gefertigt werden und die für Backenzähne, die man nicht auf den ersten Blick sieht, in China. Perpeet: Durch die Zusammenarbeit mit den Chinesen habe ich viele neue Kunden gewonnen. Es sind ungefähr 40 Zahnärzte, die aufgrund dessen bei mir bestellen. Tendenz steigend.

    WZ: Das wird Ihre Kollegen nicht begeistern . . .

    Perpeet: In der Innung gilt derzeit es fast schon als ehrenrührig, Zahnersatz in China fertigen zu lassen. Aber ich fühle mich nicht als Brandstifter der Zahntechnik – ich muss auch an meine Mitarbeiter denken. Leere Zahnarztpraxen merken wir auch. Viele Menschen können sich keinen teuren Zahnersatz leisten. Die Alternative wäre, dass ich einige meiner Mitarbeiter entlassen müsste – das will ich nicht.

    WZ: Der Einstieg in die Zwei-Klassen-Zahntechnik? Wer Geld hat, bekommt Ersatz aus Deutschland, die anderen aus China.

    Bandel: Das kann man so nicht sagen – die Alternative wäre, dass sich Patienten überhaupt keinen Zahnersatz leisten können. Ich hatte neulich eine ältere Dame bei mir, der es sehr unangenehm war, sich zum ersten Mal im Leben nicht das leisten zu können, was sie brauchte: vernünftigen Zahnersatz. Für sie ist Zahnersatz aus China eine Bereicherung. Nochmal: Die Qualität stimmt ja. Meine Aufgabe ist es, für Patienten das Optimum herauszuholen. Es ist meine Verantwortung, Angebote gegeneinander abzuwägen.

    ………wenn Kongresse floppen………..

    September 30, 2007

    Bei Kongressen ist es offensichtlich ähnlich wie bei Arbeitszeugnissen. Man kennt ja die Begriffe wie “hat sich bemüht” oder “ist jeden Tag pünktlich erschienen”. Aber auch zu positive Formulierungen machen stutzig: war das Arbeitsgericht Formulierungsgehilfe oder will man den Mitarbeiter loswerden?

    Genausowenig glaubhaft sind Kongressberichte: ob übervoll, ausserordentlicher Zuspruch, oder nur ein übersichtliches Teilnehmerfeld, alle Begriffe sind erlaubt, die die Situation beschönigen.

    Wenn wie an diesem Wochenende mindestens 5 Kongresse statt finden, gibt das zu denken: wo bitte sollen all die Besucher herkommen?

    Ob im prunkvollen Bonner Bundestag, der im Moment zum internationalen Kongresszentrum aufgepimpt wird, oder in Hannover, in Frankfurt nicht immer sind die Stuhlreihen voll.

    Ein gutes Barometer für absolutly trueness sind die Bekundungen der Aussteller: Äußerungen wie kaum Kundenkontakt oder “grad mal ne handvoll Teilnehmer” sprechen eine andere Sprache.

    Was viele nicht wissen: es gibt einen regelrechten Druck auf Aussteller, Anzeigenkunden und Organisatoren. Dank so mancher Knebelverträger hinsichtlich Anzeige und Kongresspräsenz ist man geradezu gezwungen, mit zu machen.

    Unser Mitleid kennt keine Grenzen 

    Zahnarzt wollte Frau nicht behandeln, weil sie kein Kopftuch trug

    September 29, 2007

    schreibt  shortnews:

    In Bury (Großbritannien) hat sich ein muslimischer Zahnarzt geweigert, eine Patientin zu behandeln, falls diese kein Kopftuch trägt. Obwohl die Frau beteuerte, ihren islamischen Glauben nicht zu praktizieren, blieb der Arzt bei seiner Meinung.

    Da die 31 Jahre alte Frau Zahnschmerzen hatte und sich unbedingt behandeln lassen wollte, ging sie auf die Forderung ein und lieh sich ein Kopftuch aus. Nach der Behandlung reichte sie Klage ein.

    Laut Anwalt des Zahnarztes besteht sein Mandant zum Schutz seiner eigenen Ehre darauf, dass sich Musliminnen vor der Behandlung mit Ausnahme von Gesicht und Händen verhüllen. Wenn ihm Fehlverhalten nachgewiesen wird, könnte er die Zulassung verlieren.

    ftd: Lückenfüller aus Fernost

    September 29, 2007

    neues zu McZahn, diesmal aus der ftd

    Lückenfüller aus Fernost

    von Michael Brunnbauer

    Während Ketten wie McZahn für viel Wirbel sorgen, formieren sich im Hintergrund die wahren Player. Ein neuer Discountmarkt für Zahnersatz entsteht in Deutschland.

    Der Firmensitz von Flemming Dental ist relativ unscheinbar. Ein grauer Bürokomplex im Hamburger Industriegebiet Hammerbrook. Gegenüber einer Autowerkstatt. Von hier aus koordiniert die Gesellschaft das größte deutsche Netzwerk an Dentallaboren mit rund 2000 Mitarbeitern an über 60 Standorten.

    “Im Gegensatz zu unserer Konkurrenz produzieren wir ausschließlich in Deutschland”, sagt Vorstand Mathias Schmidt. Rund 6500 Zahnärzte beziehen ihren Zahnersatz mehr oder weniger regelmäßig von Flemming Dental, der Umsatz des Unternehmens lag 2006 bei 104 Mio. Euro.

    Eine enorme Summe für einen stark zersplitterten Markt, der von mittelständischen Dentallaboren dominiert wird. Doch Zahnersatz Made in Germany könnte bald zum Auslaufmodell werden. Insgesamt setzten deutsche Dentallabore im Jahr 2005 rund 3,3 Mrd. Euro um.

    Steigende Marktanteile

    Schöner neuer Zahnersatz
    Schöner neuer Zahnersatz

    Doch der Markt wird derzeit gleich von zwei Seiten neu aufgerollt: von Franchiseketten wie McZahn oder Dr. Z, die in standardisierten Zahnarztpraxen den Zahnersatz zum Nulltarif anbieten. Und durch Dentallaborunternehmen ohne eigene Praxisstrukturen, die Kundenstämme von mehreren Tausend Zahnärzten beliefern.

    “Bis zum Jahr 2020 wird der Marktanteil von Discountanbietern auf 20 Prozent steigen”, schätzt Gesundheitsökonom Peter Oberender den Markt ein. “Dabei kann es gut sein, dass sich Franchise- und Dentallaborstrukturen parallel entwickeln werden.” Die Grundlage für Zahnersatz zum Nulltarif lieferte der Gesetzgeber, als er im Jahr 2005 beim Zahnersatz die prozentuale Kostenbeteiligung zugunsten eines Festzuschusses aufgab.

    Dadurch können Kostenersparnisse beim Materialeinkauf erstmals direkt an den Patienten weitergegeben werden. Das Konzept von McZahn war geboren: Billiger Zahnersatz aus China kombiniert mit einer günstigen Franchise-Kostenstruktur.

    Zahnärzte bezahlen einmalig 35 000 Euro und erhalten dafür eine komplett ausgestattete Praxis im McZahn-Design. Dafür muss der Arzt spätestens ab dem vierten Geschäftsjahr 45 Prozent seines Honorarumsatzes an McZahn abgeben. Der Clou: Selbst bei nicht ausgefülltem Bonusheft erhält jeder Patient die Regelversorgung zum Nulltarif.Ein Angebot, das Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), eher kritisch beurteilt: “Zahnersatz zum Nulltarif wird nur bei der Regelversorgung versprochen. In den meisten Fällen sind darüber hinausgehende Leistungen notwendig oder vom Patienten gewünscht. Das Versprechen soll den Patienten nur anlocken.”

    Das Konzept von McZahn ging bisher nicht auf. Knapp ein Jahr nach Marktantritt gibt es von den bis spätestens 2010 geplanten 400 Praxen gerade mal vier. Werner Brandenbusch, der Vorsitzende von McZahn, hatte offensichtlich nicht damit gerechnet, wie hart Standesvertreter und Zulassungsausschüsse für das Bestehen zahnärztlicher Autonomie kämpfen würden.

    Vorsichtshalber hat er schon mal einen neuen Vertrag für Zahnärzte aufgesetzt, eine Art McZahn light, bei dem Zahnärzte ihre eigene Praxis gegen eine geringere Gebühr von 10.000 Euro und maximal 30 Prozent des Umsatzes einbringen können.

    Noch mehr Selbstbestimmung bietet das Konzept des Konkurrenten Dr. Z, bei dem jeder Zahnarzt als Partner beeinsteigen kann. Entsprechend der Höhe der Kapitalbeteiligung fällt später der Anteil am Gewinn aus. Doch auch Dr. Z steht mit gerade mal zwei Praxen noch am Anfang. Hinter den Kulissen gehen währenddessen die wahren Player im Geschäft mit dem Auslandszahnersatz in Stellung.

    Dentallaborunternehmen wie Mamisch Dental Health (MDH) oder Permadental wollen den wachsenden Discount-Markt für sich erobern. Jedes Unternehmen kooperiert bereits mit Tausenden von Zahnärzten. Im Gegensatz zu Franchisesystemen gehen sie keine feste vertragliche Bindung mit den Zahnärzten ein.

    Ausgelagerte Labor

    Mitarbeiter eines Dentallabors der MDH-AG (Mamisch Dental Health) in Shenzhen, China
    Mitarbeiter eines Dentallabors der MDH-AG (Mamisch Dental Health) in Shenzhen, China

    Dadurch können diese ihren Patienten sowohl den teuren Zahnersatz vom deutschen Meisterlabor als auch den billigen aus dem Ausland anbieten. “Wir könnten mit unserer Struktur so etwas wie McZahn innerhalb kürzester Zeit auf die Beine stellen”, sagt Holger-Ludwig Riemer, Vorstand von MDH. “Aber damit würden wir uns nur unsere eigenen Kunden verprellen.

    Wir wollen aber alle Zahnärzte beliefern.” Zu diesem Zweck betreiben die Unternehmen teilweise eigene Labore in China, der Türkei oder auf den Philippinen mit jeweils mehreren Hundert Mitarbeitern. TÜV-Zertifizierung genauso wie deutsche Zahntechnikmeister vor Ort gehören dabei zum Standard der Branche. Allerdings verfolgen die Unternehmen oftmals unterschiedliche Strategien.

    Imex Dental beispielsweise hat es geschafft, mit einzelnen Betriebskrankenkassen besondere Kooperationen auszuhandeln. Dadurch kann es den Versicherten nicht nur Zahnersatz, sondern auch Prophylaxe-Programme zum Nulltarif anbieten. Andere Unternehmen wie MDH oder Dentaltrade betreiben eigene Zahnarztnetzwerke.

    Effektive Kundenbindung

    Sie machen Patienten durch Werbung oder im Internet auf sich aufmerksam, um diese anschließend an Zahnärzte aus ihrem Netzwerk weiterzuleiten – kostenlose Patientenakquise für den Zahnarzt. “Damit haben wir schon ganze Praxen saniert”, sagt MDH-Geschäftsführer Riemer.

    Wirtschaftliche Abhängigkeit anstatt vertraglicher Bindung – eine effiziente Form der Kundenbindung. Als Gegenbewegung zum Discount-Zahnersatz entstehen auch Netzwerke wie Macdent oder Godentis. Sie wollen hohe Qualitätsstandards und festgelegte Arbeitsabläufe im Rahmen eines Franchisesystems etablieren.

    “Wie bei den Optikern wird sich der Markt für Zahnersatz aufteilen zwischen Billig- und Premiumanbietern”, beurteilt Gesundheitsexperte Oberender die Marktentwicklung. Praxen von Macdent ist es zwar prinzipiell nicht verboten, Auslandszahnersatz zu verwenden. Er muss allerdings von entsprechend hoher Qualität sein.

    Diese kontrolliert Zahnarzt Armin Jäckel, Gründer und Vorstand von Macdent, persönlich einmal im Jahr in jeder Macdent-Praxis. Die Tochtergesellschaft Godentis des privaten Krankenversicherer DKV ist rigoroser. “Wir akzeptieren nur Dentallaborleistungen Made in Germany”, sagt Vorstand Carsten Bischoff.

    Für Patienten liegt der Reiz beider Systeme jedoch weniger bei der besseren Qualität, die ohnehin schwer zu beurteilen ist. Interessant sind eher die exklusiven Kooperationen mit den Versicherungen. Bestimmte sonst kostenpflichtige Prophylaxe-Programme werden dem Patienten von der Kasse erstattet, nimmt er sie in den Praxen von MacDent oder GoDentis in Anspruch.

    “Insgesamt befindet sich der Markt jedoch noch am Anfang”, sagt Marketingchef Klaus Spitznagel von Permadental. Das aus den Niederlanden stammende Unternehmen rechnet damit, dass der Anteil von Auslandszahnersatz in Deutschland von momentan fünf Prozent auf ein Niveau wie in den Niederlanden steigen könnte – ein Viertel des Marktes.

    Solche Zahlen machen selbst große Dentallaborketten wie Flemming Dental nervös. “Auch wir denken darüber nach, ob wir unter einer anderen Marke im Ausland produzieren lassen”, sagt Geschäftsführer Mathias Schmidt. (… siehe link oben)

    erneute Niederlage für “Zahnarztrebell”

    September 25, 2007

    Wie die “Mittelbayrische” heute berichtet, gibt es ein neues Urteil gegen den selbsternannten “Zahnarztrebell” Eichenseer. Und zwar berichtet die Zeitung in ihrer Onlineausgabe: “Tagesklinik-Chef Dr. Johann Eichenseer darf nicht mehr damit werben, dass er für 700 Euro Implantate inklusive aller chirurgischen Leistungen anbiete.”

    Richter Dreßler begründete gestern bei der Verkündung, Eichenseers Werbung sei „irreführend“. Es sei nicht zu erkennen, welche Leistungen in dem von Eichenseer genannten Preis steckten. „Reklamehaftes Anpreisen“ sei für den Mediziner nicht gestattet, so der Richter. Der Regensburger Tagesklinik-Chef hatte damit geworben, dass bei ihm „Implantate inklusive aller chirurgischen Begleitleistungen bis zur Einheilschraube ohne Aufbau und Supraversorgung für 700 Euro“ zu haben seien. „Einheilschraube ohne Aufbau und Supraversorgung“ aber verstehe der Laie nicht, so der Richter. Der könne meinen, er bekomme ein gesamtes Implantat, also den ganzen Zahn, für 700 Euro, was nicht der Fall sei.Zulässig in den Medien sei eine sachliche Information, nicht aber die Werbung. Dreßler berief sich auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach das Werbeverbot eine Verfälschung des ärztlichen Berufsbilds verhindern solle. Das ärztliche Berufsbild solle nicht nach ökonomischen, sondern nach medizinischen Gesichtspunkten ausgerichtet sein.” Soweit die Mittelbayrische.

    Es geht also um irreführende Werbung. Was bitte ist daran so rebellisch?  Wikipedia erklärt den Begriff zwar auch mit dem AusdruckNonkonformist, nennt aber als Referenz Personen wie Che Guevara oder Andreas Hofer – Menschen, denen es um hehre Ziele geht und nicht in erster Linie um den eigenen Geldbeutel.

    Die ärztliche Kunst lebt nicht davon, Menschen mehr zu versprechen, wie tatsächlich möglich ist – Sprücheklopfer haben wir eh schon genug.

    in eigener Sache

    September 24, 2007

    Es gibt etwas Knatsch. Nix neues also! Knatsch gibts auch nicht hier auf dieser Seite, sondern mit einem “Mitbewerber”, der allerdings sein Hauptgeschäft, wie uns zugetragen wurde, in andere lukrativere Gefilde verlegt hat. In…. A wie…? Abdingen-Abmahnen-Abkassieren.

    Dazu hat das Zahniblog, die es mitunter auch betreffen soll, ein ganz gutes Statement abgeliefert, worauf wir gerne hin verlinken.

    Eichenseer oder dawo die Kammer quer schießt…

    September 24, 2007

    Hach was hat uns das gefreut. Die germane Edition der Dental Tribune bringt einen Aufmacher zu Dr. Johann Eichenseer (53) und präsentiert ihn uns als Helden mit “Gegenmodell zu Dental-Discountern” alias Dr. E.

    Das halbseitengroßes Profilbild von Dr. E. in der Dental Tribune erinnert mich doch an etwas? Blos was? ..äh…schnipp..war es…Bravo-Starschnitt?

    Aber ich bin mir sicher, nicht nur ich freue mich über dies fantastische Homestory. Nein, das ganze dentale Regensburg – obwohl.. und nicht nur….ganz Bayern freut sich! Ja sagradi ganz Deutschland freut sich über diesen Artikel. Dr. E. erzählt, wie er die Scheinzahl von 1000 auf 2500 hat steigern können. Jo, dös is an toller Bursche, gell!? Sieben Tage die Woche die Praxis 24 Stunden geöffnet.

    Wunderbar! Lauter tolle Errungenschaften von Dr. E.

    Danke Dental Tribune, Danke für diesen Artikel

    und ich Hirni hab bisher immer gedacht, die Dental Tribune definiet mit jeder Ausgabe das untere Ende der dentalen Qualitätspresse neu, wie gesagt, dachte….

    halbes Gebiss

    September 22, 2007

    nun schießt sich auch lawblog auf McZahn ein:

    Ein Streit um 80.000 Euro zwischen einem Zahnarzt im ost-westfälischen Bünde und dem Willicher Dental-Discounter McZahn beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft Krefeld. (..). Brandenbusch hatte für sein Konzept „Zahnersatz zum Nulltarif“ in Bünde mit Dr. Jean-Pierre Köster vor zehn Monaten zunächst einen Verbündeten gefunden. Nach angeblich 80-90 Beschwerden von Patienten entzog Brandenbusch Anfang März dem Dentisten die Lizenz. Der erstattete eine Strafanzeige und behauptet, McZahn habe nach Geldforderungen kein Material mehr geliefert – Patienten müssten mit einem halben Gebiss leben. (…)

    Staatsanwalt schon wieder bei McZahn

    September 21, 2007

    immer diese Negativschlagzeilen um McZahn. Das dentale blog hat es fein zusammengestellt. Auch heute sind die Magazine wieder voll damit. Tja, warum blos berichtet niemand positv über McZahn?

    Das Niveau der Auseinandersetzung demonstriert für meinen bescheidenen Geschmack tiefe Einblicke in das Geschäftsgebaren der Firma und trägt entscheidend zum Vertrauensgewinn bei. Weiter so, Herr B.!

    Zahnarzt-Rebell“ Eichenseer verliert Regensburger Zahnärzte-Streit

    September 21, 2007

     Es schreibt die Mittelbayrische Zeitung (Chef ist übrigens Peter Esser)

    Schlappe für den so genannten „Zahnarzt-Rebellen“ Dr. Johann Eichenseer: Das Landgericht Regensburg hat dem Leiter der Zahnärztlichen Tagesklinik Regensburg untersagt, sich weiterhin als „führenden Implantologen“ zu bezeichnen. Zudem darf Eichenseer die Ärzte in seiner Praxis nicht mehr als ein „erfahrenes Team von Spezialisten“ bewerben.

    Richter Dr. Hans Rauch begründete die Entscheidung der Handelskammer damit, dass es Eichenseer mit seinen eingereichten Urkunden und Bescheinigungen nicht gelungen sei, glaubhaft zu machen, er gehöre tatsächlich zu den Spitzenkräften der Implantologie in Deutschland. Er habe zwar „zweifellos ein hohes Maß an Engagement und auch eine lange praktische Erfahrung“, dies allein reiche jedoch nicht aus. „Er muss Vorreiter sein, neue Techniken anwenden und nicht nur Quantität, sondern auch Qualität liefern.“ So lange er den Beweis dafür schuldig bleibe, sei eine solche Werbeaussage für die Patienten irreführend, so Richter Rauch. Das Gericht verhängte in dieser Sache ein Ordnungsgeld für Zuwiderhandlungen in Höhe von bis zu 250000 Euro ersatzweise Ordnungshaft.

    Auch das „Team von Spezialisten“ darf künftige nicht mehr in Werbeanzeigen der Zahnärztlichen Tagesklinik angepriesen werden. Belege der klagenden Zahnärzte hätten gezeigt, dass Eichenseer zum Teil sehr junge Zahnärzte in seiner Praxis beschäftige, die erst über eine kurze berufliche Erfahrung verfügten. „Ein Doktortitel reicht nicht“, so der Richter. Eichenseer wollte dem Gericht keine Angaben zu seinem Team machen und verwies auf den Datenschutz.

    Eine Einstweilige Verfügung, in der es um ein Werbefoto des Praxisteams von Eichenseer in Berufskleidung ging, wurde bereits im Vorfeld aufgehoben. Zahnarzt Jörg Weishaupt hatte seine Klage zurückgezogen.

    Der Anwalt von Eichenseer, Konrad Krauß, kündigte unmittelbar nach der gestrigen Verhandlung den Gang vor die nächsthöhere Instanz beim Oberlandesgericht in Nürnberg an. „Es geht uns um eine grundsätzliche rechtliche Definition der Begriffe führend und Spezialist.“ Auf Klägerseite zeigte sich Zahnarzt Weishaupt zufrieden mit der Entscheidung des Gerichts. „Hoffentlich haben die marktschreierischen Werbemethoden Eichenseers nun ein Ende.“