Archive for September, 2007

die dzw und der virtuelle Stammtisch:

September 20, 2007

In dieser von Zahnärzten dominierten Mail-Liste kommt mehr oder weniger alles zur Sprache, was die Berufsgruppe interessieren kann. Zahnmedizinisch-Fachliches steht an erster Stelle – von neuester Grundlagenforschung bis hin zum Austausch unter Praktikern zu einzelnen Patienten, Krankheitsbildern, Therapievarianten, Geräten und Materialien. Auch Fragen der Praxisführung nehmen breiten Raum ein: Wie hält man es mit den Vorschriften des Medizinproduktegesetzes, wie geht man mit Mitarbeiterinnen um, wer hat Infoblätter für Patienten anzubieten, Arbeitsverträge, Kündigungsschreiben? Man tauscht Tipps und Musterformulare aus, und ab und zu wechselt auf diesem Forum auch ein Gerät seinen Besitzer oder es wird ein neuer Behandler für einen umziehenden Patienten gesucht und gefunden.

(Berufs-)Politik darf nicht fehlen. Man schimpft über die Gesundheitsreform, die neue GOZ, die zunehmende Bürokratisierung, über Ketten wie McZahn, spekuliert über die Konsequenzen der neuen Formen der Berufsausübung, über Spezialverträge zwischen Kassen und Zahnarztgruppen. Es geht auch um Online-Überwachung, neue Steuergesetze, die wirtschaftliche Entwicklung – kurz um ganz allgemein politische und gesellschaftliche Themen – alles auf sehr unterschiedlichem Niveau von hoch-wissenschaft-sachlich bis zu mal schnell in die Tasten gehauenen Frotzeleien. Nur ausgesprochen selten melden sich weibliche Personen zu Wort, obwohl Frauen in der Zahnmedizin an die 40 Prozent ausmachen.

Die Art des Umgangs miteinander ist recht zivil bis hin zu freundschaftlich-vertrauensvoll. Immerhin scheut sich der eine oder andere nicht, die Kollegen um Rat zu fragen oder Behandlungsfehler zu thematisieren. Auch in Bezug auf fachliche, politische sowie berufspolitische Fragen wird Farbe bekannt. Die meisten Listies (= Listenteilnehmer) verstecken sich, obwohl dies möglich wäre, nicht hinter anonymen Fantasienamen. Gelegentlich geht es heiß zur Sache. Nicht wegzudenken sind die Beiträge einiger Hauptmatadore, die immer wieder interessante Inhalte einbringen und ab und zu heftigste Kontroversen austragen.

Trotz dieser Meinungsverschiedenheiten ist man in gewisser Weise „unter sich“. Es fehlen auf der einen Seite die Standespolitiker, auf der anderen die Vertreter der Wissenschaft, deren Positionen öfter Gegenstand der Kritik sind und auf die man gern einwirken würde. Kürzlich erhob sich kollektiver Unmut über Veröffentlichungen in Standesmedien und Publikumspresse, in denen die Notwendigkeit, bestimmte Behandlungen (wie Endodontie) nur von spezialisierten Zahnärzten mit einschlägiger technischer Ausrüstung durchführen zu lassen, beschworen wird. Unmut gab es auch über die Neigung vieler Hochschullehrer, sich mehr um zusätzlich honorierte Spezialisten-Weiterbildungskurse als um die Erstausbildung der Studierenden zu kümmern. Zugleich wurde Protest angemeldet gegen die befürchtete Beschneidung der Tätigkeitsfelder von Allgemeinzahnmedizinern zugunsten des Wirkens von Spezialisten oder Pseudo-Spezialisten, ohne dass die höhere Wirksamkeit der von ihnen angewandten aufwendigen Therapien für „Normalfälle“ überhaupt belegt sei.

Inzwischen haben sich die Listen-Aktivisten an die Fachpresse gewandt und dazu aufgerufen, „evidenzbasiert in einem internetgestützten, offenen, nachvollziehbaren, konsensorientierten Prozess aller fachlich Betroffenen Leitlinien für die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zu erarbeiten, die heutigen Ansprüchen an Leitlinien genügen können“ .

Kollegialer Erfahrungsaustausch, wie er in zahnärztlichen Mail-Gruppen stattfindet, ist zweifellos schon für sich genommen von Wert. Aber warum soll eine Gruppe wie die Logies-Liste nicht über den Tellerrand der zahnärztlichen Alltagsfragen hinausschauen und versuchen, dazu beizutragen, dass zukunftsträchtige Wege zur gemeinschaftlichen Weiterentwicklung des zahnmedizinischen Versorgungsangebotes erprobt werden? Der Versuch wird erweisen, was praktisch tätige Zahnärzte zustande bringen – ob ihre Mailgruppe mehr ist als ein virtueller Stammtisch.

(Autor: Dipl.-Psych. Irmgard Berger-Orsag, Troisdorf)

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Zahnersatz aus China – unerklärbare Nebenwirkungen?

September 20, 2007

Im Bundesgesundheitsamt ist alarmiert. Mehrfach wurden nun bereits völlig unerklärbare Nebenwirkungen bei chinesischem Zahnersatz beobachtet. Mit verschiedenen Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen wurde ein Krisenstab gebildet. Die Einrichtung eines Sachverständigenausschuss wird diskutiert.Patienten mit Zahnersatz aus China klagen vermehrt darüber, dass ihnenjedesmal das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn sie eine Katze odereinen Hund sehen. Eine ältere Patientin ist bereits in psychologischer Behandlung. Sie war in einem ausser Kontrolle geratenen Moment über ihren eigenen Lieblingshund hergefallen ist. Seitdem ist sie, nach eingenem Bekunden, nicht mehr “sie selbst”.
Einige Patienten berichteten von einem deutlich erhöhten Drang, Chinarestaurants zu besuchen. Auch dort hätten sie einen regelrechten Heißhunger nach Hunde und Katzen, sowie Affenhirnen entwickelt. Eine große Restaurantkette erwägt bereits, diese Speisen, entgegen den mitteleuropäischen Essgewohnheiten, auf die Speisekarte zu nehmen. Der Vertreter einer Dentalhandelskette aus Mülheim/Ruhr erklärte bereits, dass Patienten mit Zahnersatz von ihm auch in der chinesischen Restaurantkette das Bonusheft abstempeln lassen könnten. Mit 10 Restaurantbesuchen könnten sie sich den Zahnarztbesuch für ein Jahr sparen.

gefunden auf: http://www.mei-was-simma-gemein.de

Leitliniendiskussion zieht Kreise

September 19, 2007

Die Leitliniendiskussion zieht Kreise, nun berichtet auch die DZW zum Thema:

Ob Leitlinien zu Richtlinien werden, entscheidet die Zahnärzteschaft“..

Streit um Leitlinien oder „Wissenschaftliche Stellungnahmen“ der DGZMK/BZÄK mit zahnärztlichen Verbänden – Aufruf zum Internetforum „Leitlinienerstellung“ Die große Angst der „Praktiker“ ist, dass die DGZMK gemeinsam mit der Zahnärztlichen Zentralstelle Qualitätssicherung (ZZQ) „Leitlinien mit detaillierten seitenlangen Arbeitsanweisungen“ gestaltet, die zu „Behandlungsrichtlinien“ für jeden Zahnarzt werden, gleichzeitig aber auch bereits die heute über die DGZMK veröffentlichten „Wissenschaftlichen Stellungnahmen“ zu einzelnen Behandlungsfeldern in juristischen Auseinandersetzungen mit Patienten und Kostenträgern wie Leitlinien oder Richtlinien bewertet werden.

Für die DGZMK ist – das wurde gemeinsam von ihrem Präsidenten, Prof. Dr. Georg Meyer, und dem Gesamtvorstand der wissenschaftlichen Gesellschaft festgestellt – der Aufruf von „BVAZ-Mitgliedern zu einer ‚ZMK-Leitlinienerstellung an alle Interessierten‘ via Internet kaum geeignet, eine sachorientierte Arbeit an den Stellungnahmen und Leitlinien zu leisten“.

Die „Wissenschaftlichen Stellungnahmen“ der DGZMK seien bisher keine „Leitlinien auf niedrigstem Evidenzniveau“, wie es bei der BVAZ heiße, sondern es seien „aktualisierte Handlungsempfehlungen mit fachlich abgesichertem, wissenschaftlichem Hintergrund. Sie repräsentieren nicht die ‚Meinung einzelner Spezialisten‘, sondern unterliegen einem interdisziplinären Konsentierungsprozess. Darüber hinaus empfiehlt die DGZMK den Blick auf ihre tatsächlichen, in Abstimmung mit der ZZQ und Moderation innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erstellten ‚Leitlinien‘, und sei es nur, damit sie künftig nicht mehr mit ‚Wissenschaftlichen Stellungnahmen‘ verwechselt werden“.

Auch wehrt sich die DGZMK dagegen, dass die Vertreter der Allgemeinzahnärzte versuchten, sich „gegen alles, was nach Spezialistentum aussieht, zu wenden“. Dabei handele es sich, so die DGZMK, um den „letztlich aussichtslosen Versuch, die Fortentwicklung einzelner Fachgebiete zu blockieren“. Gerade die Bearbeitung von Stellungnahmen in der interdisziplinär aufgestellten DGZMK reduziere das Risiko oder verhindere an Einzelinteressen orientierte „Empfehlungen einzelner Fachgesellschaften“. Damit, so der Vorwurf der DGZMK an den BVAZ, werde die „zeitgemäße Weiterentwicklung des Berufsstands auch unter internationalen Kriterien“ verhindert. Die wahre Option sollte in der Zusammenarbeit von „Generalisten und Spezialisten im Bereich der ZMK“ liegen.

Der Initiator des Aufrufs, Zahnarzt Michael Logies, weist darauf hin, dass er bisher nie Mitglied im BVAZ gewesen sei. „Welche Erstunterzeichner Mitglieder im BVAZ sind, weiß ich nicht und war mir immer unwichtig. Die Mitarbeit hier steht jedem offen, der im Geiste unseres Aufrufs mitarbeiten will“, heißt es von seiner Seite im Diskussionsforum unter http://zahnfilm.de/logies.

Eine sehr pointierte Position nimmt der Vorsitzende der Bezirkszahnärztekammer Tübingen und Mitglied des Kammervorstands Baden-Württemberg, Dr. Wilfried Forschner, Biberach, ein, der zur Leitlinienarbeit von DGZMK/BZÄK im ZZQ festhält: „Ich sehe die Leitlinien ganz subjektiv und einseitig aus Sicht eines Praktikers. Wenn, wie dargestellt, in einer Leitlinie die ‚Voraussetzung für den Erfolg‘ vom ZZQ beschrieben wird, wird ein Patient (oder dessen Anwalt) nicht mehr nach anderen Gründen suchen müssen, wieso zum Beispiel die Versiegelung nicht gehalten hat“.

Unter Bezug auf eine Klausurtagung der Zahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Baden-Württemberg im Frühjahr auf der Basis der Leitlinienentwürfe des ZZQ zu Weisheitszahnentfernung, Fissurenversiegelung und Fluoridierung, bei der Prof. Taupitz vor den Gefahren warnte, dass aus „Leitlinien sehr schnell Richtlinien werden, wenn sie von einer normsetzenden Institution“, zum Beispiel Kammer oder BZÄK, verkündet werden, wandte sich Forschner an die BZÄK mit Bitte um eine Stellungnahme. Die Antwort des BZÄK-Ausschusses „Qualität in der Zahnmedizin“: „Es wird immer wieder befürchtet, dass Leitlinien zu Richtlinien werden könnten. Diese Befürchtungen hätten auch die Ausführungen von Prof. Taupitz während der Klausurtagung der Vorstände von Kammer und KZV Baden-Württemberg nicht ausgeräumt. Ob Leitlinien zu Richtlinien werden, entscheidet aber die Zahnärzteschaft.“

Dazu Forschner: „Gerade den letzten Satz bezweifle ich. Nicht die Zahnärzte werden darüber entscheiden, sondern im Zweifelsfalle das Gericht.“ Der Tübinger Kammerpräsident weiter: „Was wir in Deutschland mit der uns eigenen Gründlichkeit an Leitlinien bisher abgeliefert haben, sind in Wirklichkeit keine Leitlinien, sondern oberlehrerhafte Arbeitsanweisungen“. Wo bei den Schweizer Leitlinien der SSO, so Forschner, „wenige Sätze zu Fluoridierung und Versiegelung stehen, machen unsere Hochschullehrer seitenlange Arbeitsanweisungen. Davon gibt es dann noch Kurzfassungen (je acht Seiten) und Langfassungen (Fissurenversiegelung: 61 Seiten, Fluoridierung: 286 Seiten, Weisheitszahnentfernung: 13 Seiten) und – um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen – Patienteninformationen. So bekommt der Patient beziehungsweise dessen Rechtsanwalt gleich noch Munition für den Streitfall: ‚So hat das aber nicht ausgesehen, wie auf dem Bild‘.“

Warum übernehme man, fragt Forschner, nicht die SSO-Leitlinien: „Sie sind knapp und intelligent und schreiben dem Zahnarzt nicht vor, wie er etwas zu machen hat, sondern geben Zielvorstellungen“. Forschners persönliches Fazit zur Qualitätsdiskussion: „Qualität ist Respekt vor dem Patienten“.

Young Dentists: kostenlose Fortbildungen für Lau

September 19, 2007

….davon berichtet das dentale blog.

Darüber wird sich der Freie Verband deutscher Zahnärzte und die DGZMK wohl gar nicht freuen, schließlich haben sie sich auch den Namen gekrallt um kräftig abzuzocken.

selber schuld!

GEZ II Staatsfunk maßregelt “Bild”

September 18, 2007

ausnahmsweise steht die Szene hinter Bild. Mit dem Frontalangriff auf die Gebühren-Ein-Zugs-Inquisition kann man offensichtlich punkten:

Heise berichtet

Die Öffentlich-Rechtlichen bemühen sich erneut um Richtigstellungen bei der Berichterstattung über die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) und weisen zudem auf eigene Interpretationen hinsichtlich Rechtslage und Bürgermoral hin. Weil der Stein des Anstoßes diesmal aber nicht ein relativ unbekanntes Internetportal ist, sondern Deutschlands auflagenstärkste Boulevardzeitung, flattert den Verfassern der beanstandeten Formulierungen keine Abmahnung ins Haus. Vielmehr stellt sich der Südwestrundfunk (SWR) – eigenen Angaben zufolge beim Rundfunkgebühren-Marketing innerhalb der ARD “federführend” – vor die GEZ und nimmt öffentlich Stellung zu einem Bericht der BILD-Zeitung vom heutigen gestrigen Montag. (…)

ZM – die Mutter aller dentalen Blättchen

September 18, 2007

Heute kam die ZM, Zahnärztliche Mitteilungen, laut Mediadaten seit 1910 verpubliziert. Na ja, so kommt die Aufmachung auch daher.

Ziemlich fett geworden das Blatt, insgesamt einer Tonne beigelegtem Werbepapier. Ein Mal Schütteln und anschließend Papierkorb leeren.

Aber was steht drin? Na, ich meine ausser offiziellen Statements, Anzeigen und redaktionell gefeatureten PR-Artikelchen? Nu, da wirds schon dünner.

Immerhin kann man was gewinnen (Echt?) Ja, einen Tag deutscher Zahnärztetag? Klingt zwar irgendwie wie Straflager Sibirien, aber wenn man Teilnahmekarten zu einem wissenschaftlichen Kongress verschleudern muss, lässt dies mitunter tief blicken – aber wer will, kann hier klicken! Nu, liebe gute alte DGZMK, läuft wohl nicht so, wie man sich das erhofft hat.

Zu blöd auch, wenn man den niedergelassenen Zahnärzten dauernd vors Schienbein haut. Da braucht man sich halt auch nicht wundern, wenn die denken: ladet doch eure ganzen Spezialisten, postgraduierten Scientistologen und die ganzen Masterblaster ein.

Dann kriegt ihr auch den Laden voll, oder? Nä wa!

was tun, wenn grad keine Terroristen aktiv sind?

September 17, 2007

Richtig! Schulschwänzer jagen!  Wie heute zu erfahren war, hat es die bayrische Staatsregierung geschafft, Polizeikräfte einer sinnvollen Tätigkeit zuzuführen:

berichtete ntv, aber auch  die süddeutsche…:

 Polizei meldet Dutzende Familien Ämtern

Bei Kontrollen am Flughafen Nürnberg hat die Polizei in den vergangenen Tagen fast 100 Familien gestellt, die die Ferien ihrer schulpflichtigen Kinder eigenmächtig verlängert haben. Die zuständigen Schulämter seien informiert worden, den Familien drohten nun Bußgelder, teilte die Flughafenpolizei am Montag mit. In Bayern hat die Schule am vergangenen Dienstag wieder begonnen. Zwar hätten einige Eltern erklärt, ihr Kind sei bei der Schulleitung persönlich entschuldigt oder sei im Urlaub krank geworden, keine der Familien habe bei den Kontrollen jedoch ein ärztliches Attest oder eine Genehmigung der Schule für eine spätere Rückkehr vorlegen können, hieß es.  Flugscheine hätten gezeigt, dass viele Familien den Urlaub bereits seit Wochen über den Schulbeginn hinaus geplant hatten. Die Ferien der Kinder selbst zu verlängern, stelle keine Vorbildfunktion der Eltern dar, erklärte die Polizei.

Ist das nicht toll? In der Vergangenheit konnte Zivilstreifen bereits eine ganze Reihe hochgradig gefährliche Rentner mit einer saftigen Geldbuße belegen, die ihren Rehpinscher in den städtischen Anlagen “kaka” machen ließen….

…tja, da fällt einem wirklich nix mehr ein….

GEZ-Bashing kommt in Mode

September 17, 2007

es bricht uns zwar fast das Herz, nach Bild zu verlinken, aber die heutige Schlagzeile ist einfach eine Versuchung wert:Fernseh-Gebühren

Fernseh-Gebühren

Die Methoden der GEZ-Schnüffler

Die Liste der Gebührenfahnder: Sie zeigt, in welcher Straße wie viele Haushalte keine Rundfunkgebühren zahlen. Beispiel: In der Berliner Straße (Pfeil) in Mainz sind es 528 sogenannte „Nichtanmelder“

So dreist arbeiten die Fahnder

Sie schnüffeln. Sie drohen. Sie kassieren kräftig ab.

7,2 Milliarden Euro treibt die Gebühren-Einzugszentrale (GEZ) jährlich für die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF ein.

Großes Foto

Das ist die Liste der Gebührenfahnder

ArchivWie aber die 993 hauptamtlichen GEZ-Mitarbeiter und 1800 Außendienstfahnder mittlerweile ganz Deutschland ausspähen, beweist nun ein BILD vorliegendes Geheimdokument.

In dem vom Südwestrundfunk (SWR), Abteilung Rundfunkgebühren, erstellten Schriftsatz sind detailliert ganze Gebiete und Straßen mit der präzisen Anzahl von „Schwarzsehern“ verzeichnet.

So führt die Liste am Beispiel Mainz (siehe Ausriss) auf, dass am Taubertsberg 465 sogenannte „Nichtanmelder“ die monatliche TV-Gebühr von 17,03 Euro nicht zahlen.

Doch wie schnüffelt die GEZ die Bürger aus und gelangt an solche Angaben? Kommen die Daten etwa von den Einwohnermeldeämtern?

Die Zusammenarbeit mit den Einwohnermeldeämtern bestreitet Jürgen Gruhler, Chef der Abteilung Rundfunkgebühren beim derzeit für die ARD federführenden SWR, nicht. Gruhler zu BILD: „Wir erhalten von den Einwohnermeldeämtern Kenntnis, wenn jemand sich an- oder abmeldet. Mehr aber nicht.“

Datenschützer sind dennoch besorgt und schlagen Alarm. Für Alexander Dix, oberster Datenschützer für das Land Berlin ist aber auch diese Praxis fragwürdig: „Das verstößt zwar nicht gegen das Gesetz, aber wir halten das verfassungs- und datenschutzrechtlich nicht für akzeptabel. Da werden zentrale Adressregister erstellt. Jetzt sind die Ministerpräsidenten der Länder in der Pflicht, ein neues Verfahren zu entwickeln.“

Die GEZ will aber weiter munter Jagd auf vermeintliche „Schwarzseher“ machen. In dem „Brainstorming Großstadtoffensive“ genannten Papier heißt es wörtlich: „In der zweiten Phase werden die Gebührenkontrollen in den Zielgebieten verstärkt …“

„Zielgebiete“, das sind Deutschlands Großstädte und dort laut GEZ vor allem „abenteuerlustige Singles“, „unverheiratete Paare mit Kindern“ und „Studenten“.

Sie sollen verstärkt beobachtet werden. Studenten locken die Fahnder dabei mit einem besonderen Trick. Sie dürfen sich zwar von den Gebühren befreien lassen, müssen sich dafür aber gleichzeitig bei der GEZ anmelden. Sind sie erst einmal angemeldet, sind sie später in der Beweispflicht und müssen nachweisen, ob sie noch studieren.

Bei der Jagd auf Schwarzseher gehen die GEZ-Schnüffler oft ziemlich rabiat vor. Immer wieder gibt es Beschwerden bei den Verbraucherverbänden.

Gerade ist ein Gebühren-Eintreiber des NDR wegen Nötigung zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt worden, weil er bei einer Kontrolle ein altes Ehepaar hartnäckig bedrängt und mit Polizei und Privatdetektiv gedroht habe. In der Vergangenheit hatte es bereits vier Strafanzeigen gegen den Mann gegeben

APW oder was soll das?

September 15, 2007

bald ist wieder deutscher Zahnärztetag. Da gibt es wieder einen Studententag. Juhu!

Das Programm ist breit gefächert. Nur ein Beitrag sticht regelrecht aus dem auf  Studenten ausgerichteten Vorgrägen heraus: Ausgerechnet beim Studententag wird gefragt: Warum ist für mich die APW interessant? (Grosse, Frankfurt a. M.)

Äh, was ist überhaupt APW?Die Abkürzung für Automobiles Zentrum Porsche-Weissach?

Jedes Kind weiss, das ein Autokennzeichen wie BB-PW… für das Entwicklungszentrum von Porsche-Weissach steht, weshalb dieselben Autos mit diesem Kennzeichen einen hohen Stellenwert genießen.

aber APW? Oder bedeutet das gar “Autonome”? Who knows?

Hätte ja sein können. Vielmehr wird vermutet, dass es sich um einen gekauften Sponsoringbeitrag handelt…Schleichwerbung für irgend so ein Nasenwasserinstitut.

Wie wir herausgefunden haben, ist das mit der Werbung gar nicht mal so verkehrt. Dieser “Herr Grosse” ist Vorsitzender eines Vereins namens APW, der teure, oder gar überteuerte Fortbildungen verkauft, und diese offensichtlich jetzt Studenten andrehen will.

Aber was bitte, wollen Studenten mit teueren Fortbildungen für niedergelassene Zahnärzte? Haben die etwa ein Problem, genug Teilnehmer zu finden und hoffen nun, die Lücken mit ahnungslosen Studies zu schließen?

Wenn das so ist, wäre dies ein ausgemachter Skandal!

Bombendrohung aus Prüfungsangst

September 14, 2007

von einer Zahnmedizinstudentin, die aus Prüfungsangst einen Bombenalarm ausgelöst hatte, berichtete das dentjournal-blog als erste

möchten wirklich nicht wissen, was so andere Kommiliton/innen darüber denken, reden oder lästern…