Archive for November, 2007

Regina Halmich: “Angst habe ich nur vor dem Zahnarzt“

November 29, 2007

Regina Halmich im Interview mit der FAZ

DruckenVersendenVorherige Seite

yiggdeliciouslinkwebnewsdiggwong

Boxweltmeisterin Regina Halmich

Schlagfertig: Boxweltmeisterin Regina Halmich

29. November 2007 Regina Halmichs Name steht in Deutschland für Frauenboxen – und für kompromisslose Offensive. An diesem Freitag will die 31 Jahre alte Karlsruherin in ihrer Heimatstadt noch einmal angreifen. Wenn sie gewinnt, beendet die Weltmeisterin ihre Karriere. Ihr Rat an alle Frauen in Männerberufen: „Man muss immer doppelt so gut sein.“

Hat Ihre Mutter nie gesagt, Boxen sei unweiblich?

Nein.

Aber dem normalen Rollenbild einer Frau entsprechen Sie doch nicht gerade.

Doch. Das ist bei mir im Privaten sehr klassisch.

Trotzdem haben Sie eine Boxerin in sich entdeckt?

Das war ein langer Prozess. Ich habe mit verschiedenen Kampfsportarten angefangen. Irgendwann bin ich beim Kickboxen gelandet. Dann hat mich Jürgen Lutz, mein Entdecker, zum Boxen mitgenommen. So habe ich nach und nach mein Talent entdeckt.

der BVAZ und die DGZMK

November 29, 2007

..Freunde werden die wohl nie 😉
Der Berufsverband der Allgemeinzahnärzte (BVAZ) begrüßt es, dass die
Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) dem
Druck der Allgemeinzahnärzte nachgegeben hat und umstrittene
wissenschaftliche Stellungnahmen wie auch das Procedere der
Entwicklung solcher Stellungnahmen überarbeiten will. BVAZ-Präsident
Günter Kau: „Anders als universitäre Spezialisten sehen wir jeden Tag
den Patienten in seiner Gesamtheit. Auch tragen wir Allgemeinzahnärzte
in unseren Praxen die Hauptlast der zahnärztlichen Weiterbildung. Es
ist gut, dass die wissenschaftlichen Fachgesellschaften erkannt haben,
dass wir Allgemeinzahnärzte uns nicht durch unwissenschaftliche und
zum Teil kommerziell induzierte Stellungnahmen die Therapiefreiheit
beschränken lassen!”

Zum einen begrüßt der BVAZ die Feststellung, dass die DGZMK-Statements
auch forensisch gesehen keinen bindenden Charakter haben und lediglich
als Handlungsempfehlungen zu sehen sind. Somit wird die Freiheit der
fächerübergreifenden Berufsausübung nicht eingeschränkt, die dem
Allgemeinzahnarzt kraft seiner Approbation zukommt.

Zum zweiten begrüßt der BVAZ, dass die DGZMK-Statements zukünftig in
Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft der
Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF) formuliert
werden sollen. Der BVAZ erhofft sich dadurch eine stärkere Ausrichtung
der zahnärztlichen Leitlinien an evidenzbasierten Kriterien. Der BVAZ
hofft auch, dass über eine größere Transparenz kommerzielle
Querverbindungen und unwissenschaftliche Motive von Leitlinien-Autoren
künftig schneller erkannt und verhindert werden.

Die Zusage der DGZMK, Vorschläge aus der Zahnarztpraxis ausdrücklich
zu begrüßen, sei längst überfällig gewesen, so BVAZ-Präsident Dr.
Günter Kau: „ Wir erneuern unser Angebot an die DGZMK und die
Hochschullehrer, unsere Expertise bei der Ausbildung wie auch bei der
Weiterentwicklung der zahnärztlichen Wissenschaft einzubringen. Die
erfahrenen, fachgebietsübergreifend tätigen Allgemeinzahnärzte sind
die ,Fachzahnärzte für Oralmedizin’, die der Wissenschaftsrat für die
flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit synoptischer
Zahnheilkunde zu Recht einfordert. Genau so, wie für uns die
Erkenntnisse der Wissenschaft von hoher Bedeutung sind, kann und muss
umgekehrt auch die Wissenschaft von unserer Erfahrung lernen!”

unwürdige Zustände bei chinesischen Samenspendern

November 28, 2007

samenspende-in-china.jpg

Das perfekte Lächeln

November 27, 2007

Haben Sie das perfekte Lächeln? Dann beträgt die Länge Ihrer mittleren oberen Vorderzähne genau ein Sechzehntel Ihrer Gesichtslänge. Aber das ist noch lange nicht alles – berichtet 20min.ch

Das Rezept für das perfekte Lächeln findet sich in einer Studie der Zahnmedizinischen Fakultät der Loma-Linda-Universität in Kalifornien, die im Fachblatt «Dental Clinics of North America» erschienen ist, wie das britische Blatt «Independent on Sunday» berichtet.

Dr. Nicholas Davis erklärt in der Studie, dass nicht nur Farbe und Form der Zähne die Qualität des Lächelns beeinflussen, sondern auch das Zahnfleisch und die Form der Lippen.

Eine Vielzahl von Faktoren

Wer wie die amerikanische Sängerin Jessica Simpson lächeln will, muss zum Beispiel genau auf die Farbe seiner Zähne achten. Und dabei gilt es, einen verbreiteten Fehler zu vermeiden: Weisser heisst nicht unbedingt besser. «Man muss eine natürliche Farbe anstreben; die Zähne sollten genau so weiss sein wie das Weiss der Augen – sonst werden die Zähne dominanter als die Augen», sagt Davis.

Selbstredend müssen die Zähne gerade stehen, und allfällige «Reparaturspuren» sollten nicht sichtbar sein. Die oberen Zähne müssen dominieren, während die Unterzähne diskret bleiben; sie dürfen nur teilweise sichtbar sein. Ferner spielt das Verhältnis zwischen den kleineren und den grösseren Zähnen ebenfalls eine Rolle: Es sollte gemäss Dr. Davis genau 61,8 Prozent betragen.

Die Breite der am meisten ins Auge fallenden Zähne – der mittleren oberen nämlich – sollte maximal 80 Prozent ihrer Länge erreichen; die Länge dieser Zähne wiederum muss genau 1/16 der Gesichtslänge betragen.

Auf keinen Fall ein «Pferdelächeln»

Auch das Zahnfleisch spielt gemäss der Studie eine wichtige Rolle. Es sollte prinzipiell nicht zu stark sichtbar sein, sonst entsteht ein so genanntes «Pferdelächeln». Was davon sichtbar ist, muss darüber hinaus eine «gesunde hellrosa Färbung» haben.

Health Web 2.0: Revolution des Gesundheitswesens?

November 26, 2007

Hintergrund: Health Web 2.0: Revolution des Gesundheitswesens?Der kollektive Wissens- und Erfahrungsaustausch im Internet hat nun auch den Gesundheitssektor erreicht. So meint zumindest das e-commerce-magazine.

Im so genannten Health 2.0 bieten Wikis, Blogs und Podcasts jedem Internetnutzer die Möglichkeit, sich über Krankheiten, Ärzte oder Medikamente auszutauschen und eigene Kenntnisse und Erfahrungen weiterzugeben. Momentan liegt der Vergleich von Ärzten im Trend. Erstmals unterziehen sich Mediziner einer Leistungsbeurteilung durch ihre Patienten.

Dies zeigt, dass der Bürger nicht länger bereit ist alles hinzunehmen, sondern sich aktiv an der „Gestaltung“ des Gesundheitswesens beteiligen möchte. Dies gilt vor allem seitdem immer mehr von den Arztbesuchern abverlangt wird – insbesondere finanziell, wie beispielsweise die Einführung der Praxisgebühr oder Zuzahlungen bei Vorsorgeuntersuchungen zeigen. Aber nicht nur der Augen- oder Zahnarzt und dessen Praxisteam werden genauer unter die Lupe genommen, sondern auch Medikamente. Auf den zahlreichen Gesundheitsportalen finden Selbsthilfegruppen, Allergiker, chronisch Kranke oder einfach Interessierte schnell und preiswert Antworten auf Fragen rund zum Thema Gesundheit. Die Spannbreite der Themen ist unendlich breit. Und in der Tat, es kommt Bewegung in den Gesundheitssektor. Das vielfältige Angebot von Preisvergleichsportalen für Medikamente bis hin zu Gesundheits-Communities hat vor allem eins zur Folge: mehr Transparenz für die Verbraucher und Patienten.

Bisher musste man sich bei der Suche nach einem neuen Arzt entweder auf Ratschläge der Freunde oder auf das Telefonbuch verlassen. Neue Portale wie jameda.de oder arztplatz.de bieten Patienten nun ein Forum, um die Leistungen ihres Arztes und dessen Team zu bewerten. Hier erfahren Neulinge, ob das Wartezimmer bei Dr. Müller stets voll ist, ob die Helferinnen freundlich sind oder ob der Behandlungsprozess am Ende erfolgreich war. Keine Fragen bleiben offen – die Gemeinschaft des Health 2.0 hilft weiter. Wertvoll sind diese Tipps jedoch nicht nur, wenn es darum geht einen kompetenten Arzt zu finden. Insbesondere wenn Arztkosten aufkommen, die selbst zu tragen sind, kann ein Vergleich den einen oder anderen Euro einsparen. Welcher Zahnarzt qualitativ gute, aber dennoch günstigste Kronen oder Inlays setzt und welcher Kieferorthopäde der Stadt schön und billig die Zahnlücken korrigiert, erfährt man auf den neuen Gesundheitsportalen. Früher wurden Preise und Leistungen einfach hingenommen. Patienten vertrauten auf das Beurteilungsvermögen ihres Arztes. Dies hat sich jetzt geändert. Heutzutage werden viele Meinungen eingezogen bevor ein Arzt aufgesucht wird. Doch stammen diese Kenntnisse und Erfahrungen von eigentlich unbekannten Personen. Kann der Patient darauf vertrauen?

Health 2.0 lebt von Einträgen, Meinungen und Erfahrungen Vieler. Die Kontrolle der Inhalte erfolgt durch die Web-Gemeinschaft. Dennoch ist es erstaunlich, dass gerade beim Thema Gesundheit die Nutzer oftmals mehr auf die Einschätzungen ihres virtuellen Nachbarn vertrauen als auf die eines Experten. Meistens handelt es sich dabei um Erfahrungsberichte und nicht um Fachwissen. Außerdem wird eine ärztliche Diagnose nicht ersetzt. Das sollte immer bedacht werden. In erster Linie haben die Informationsvielfalt und der einfache Zugriff darauf dazu geführt, dass sich das Verhalten des Patienten verändert hat. Mehr Information führt zu mehr Wissen und hat zur Folge, dass der Erwartungsdruck an die Ärzte gestiegen ist. Während bislang die Diagnose von Symptomen im Mittelpunkt stand, bringen Patienten sich immer mehr selbst ein. Sie wissen nicht nur, wie man sich präventiv vor Erkältungen schützen kann und worauf man bei der Ernährung achten soll, sondern auch, wie eine Krankheit ablaufen kann und welche Behandlungsmethoden es gibt. Ärzte haben längst erkannt, dass Blogger keine Randgruppe mehr sind. Im Gegenteil, die Community hat einen großen Einfluss auf das Verhalten eines jeden Mitglieds. Folge: der aufgeklärte Verbraucher möchte nicht mehr nur konsumieren, sondern möchte auch selbst mitbestimmen. Der Wandel bleibt nicht aus und Patientenbedürfnisse rücken in den Mittelpunkt der ärztlichen Behandlung. Aber auch den Ärzten werden neue Türen geöffnet. Sie können z.B. Experten-Blogs gründen und sich weltweit über neue Forschungsergebnisse informieren oder Fragen zum Gesundheitssystem stellen. Außerdem bieten Gesundheitsportale und Communities eine hervorragende Gelegenheit, den Patienten außerhalb der Praxis zu begegnen und deren Anliegen noch besser zu verstehen.

Andere Communities wie imedo.de oder helpster.de bieten die Möglichkeit, sich allgemein zum Thema Gesundheit zu informieren. Zusätzlich können sich Selbsthilfegruppen zu unter-schiedlichen Krankheiten bilden. Chronisch Kranke, wie Diabetes Patienten oder Menschen, die an Migräne leiden, können sich gegenseitig mit Ratschlägen unterstützen oder auf neue Wege in der Selbstmedikation hinweisen. Der Betroffenen ist nicht mehr allein mit seiner Krankheit und kann zu jeder Zeit an jedem Ort seine persönliche Gruppe aufsuchen. Aber nicht nur für Kranke bieten Gesundheitsnetzwerke Beistand. Praktische Tipps für eine ge-sunde Ernährung oder wirksame Methoden gegen Juckreiz bei Mückenstichen finden sich ebenso wie Antworten zur Praxis- oder Rezeptgebühr. Einzelne Seiten haben ihre Dienstleistungen erweitert und bieten den Usern beispielsweise mit einer SMS-Erinnerung für Medikamente einen weiteren Mehrwert an. Patienten, wie Parkinson-Kranke, die mehrmals täglich Arzneimittel einnehmen müssen, werden so per SMS an die Einnahme erinnert.

Auf den Gesundheitsportalen werden zudem hilfreiche Tipps für die Selbstmedikation weitergegeben. Seitdem der Hausarzt Hustensaft und Schnupfenspray nicht mehr verschreiben darf, geht der Betroffene bei einer Erkältung oftmals direkt zur Apotheke. Doch welches Arzneimittel ist das richtige? Welches ist wirksam und zugleich günstig? Nun schaut der Patient, wo er sparen kann. Bei Preisvergleichsportalen für Medikamente, wie apomio.de, können Erkrankte ausführlich in Patiententexten lesen und so genaueres über ein Präparat erfahren. Außerdem kann beim Preis- und Produktvergleich zusätzlich viel Geld beim Kauf von Arzneimitteln gespart werden. Aktiv setzt sich der Patient heute mit Arzneimitteln auseinander und findet im Netz schnell die Antwort. Grund für die eigenen Recherchen sind auch hier die gestiegenen Erwartungen: in den letzen Jahren wurden Leistungen gestrichen und die Kosten im Gesundheitswesen sind gewachsen.

Die zunehmende Präsenz von Gesundheitsportalen im Internet zeigt, dass eine Bewegung im Gang ist und erste Veränderungen bereits eingesetzt haben. Das bislang geschlossene System von Arztleistungen und Apothekenpreisen wurde aufgebrochen. Die Informationsvielfalt hat zu mehr Transparenz geführt, von der vor allem Patienten profitieren. Preise werden flexibler und müssen nicht mehr nur hingenommen werden. Experten rechnen in den nächsten Jahren mit weiteren Umgestaltungen. Dazu beitragen wird unter anderem auch die geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte mit der Patienten noch eigenständiger handeln können.
(Autor: Matthias Storch, Geschäftsführer apomio.de)

Freiburger Umweltmediziner fordern ein Amalgamverbot

November 25, 2007

so schreibt die Frankfurter Rundschau:

Droht dem Amalgam ein ähnliches Schicksal wie in der Vergangenheit den Themen Asbest, Blei im Benzin, Rauchen und Wechseljahrs- Hormontherapie? Freiburger Umweltmediziner meinen: Ja. Der endgültige Schädlichkeitsnachweis ist für sie nur noch eine Frage der Zeit. Patienten sollten ihre Amalgamfüllungen lieber fachgerecht entfernen lassen, rät der Umweltmediziner Joachim Mutter vom Uni-Zentrum Naturheilkunde in Freiburg.  Während schwedische Krankenkassen seit 1999 aufgrund einer Risikoanalyse keine Amalgamfüllungen mehr bezahlen und Schweden gemeinsam mit Belgien ein europaweites Amalgamverbot anstrebt, bekommen deutsche Kassenpatienten nach wie vor quecksilberhaltige Füllungen in die Zahnlöcher gestopft.  Kunststoff wird nur in Ausnahmefällen erstattet, etwa bei Kindern, Schwangeren, schweren Nierenfunktionsstörungen oder Quecksilberallergie. Denn Amalgam gilt nach herrschender Lehrmeinung als unschädlich.  “Kein begründeter Verdacht”  Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn gibt daher offiziell Entwarnung: “Nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand besteht kein begründeter Verdacht dafür, dass Amalgamfüllungen unvertretbare negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Patienten haben oder haben könnten. Aus unserer Sicht ist nach derzeitigem Kenntnisstand ein Verbot von Amalgam nicht gerechtfertigt.”  Auch die US-Arzneimittelbehörde FDA stuft das für Amalgam verwendete Quecksilber seit Jahren als “dental mercury” ein, soll heißen: es ist so ungefährlich wie Zahnseide. Das klingt insofern paradox, als Quecksilber für andere Anwendungen als hoch giftig gilt. In der Verfügung der Frankfurter Staatsanwaltschaft von 1996 im Prozess gegen den seinerzeit größten Hersteller von Amalgam – Degussa verpflichtete sich damals freiwillig zur Zahlung von 1,2 Millionen Mark für die Amalgamforschung – hieß es: “Nach den durchgeführten Ermittlungen steht fest, dass Zahnamalgam auch bei bestimmungsmäßigem Gebrauch generell geeignet ist, in einer relevanten Anzahl von Fällen die Gesundheit von Amalgamträgern zu schädigen.”  Gemeinsam mit zwei britischen Kollegen der University of Northampton hat nun Mutter, der auch in der Kommission “Qualitätssicherung in der Umweltmedizin” am Robert-Koch-Institut ist, im Fachblatt “Fortschritte der Neurologie und Psychiatrie” ein Krankheitsentstehungsmodell beschrieben, das den Verdacht auf einen Zusammenhang zwischen Amalgamfüllungen und Alzheimer-Demenz (AD) nahe legt. Die Mediziner werteten sämtliche zum Thema verfügbaren Studien mittels Datenbanken aus.  In Freiburg wurde auch ein möglicher Zusammenhang zwischen Quecksilberbelastung und kindlichen Entwicklungsstörungen sowie Autismus aufgezeigt. Die Quecksilberbelastung während der Schwangerschaft stellte sich als möglicher Risikofaktor heraus. Eine Risikobewertung zu Amalgam lieferte dann den Nachweis, dass Amalgamfüllungen eine Hauptquelle menschlicher Quecksilberbelastung sind und diese auch für andere Erkrankungen verantwortlich sein könnten. Eine kanadische Studie mit mehr als 10 000 Menschen ergab eine deutliche Abhängigkeit zwischen Zahnstatus und Alzheimer- Häufigkeit. Der Freiburger Umweltmediziner Mutter und seine Kollegen verweisen auch auf mehrere Studien an Leichen. Danach fand sich bei Personen mit mehr als zwölf Amalgamfüllungen ein um das Zehnfache erhöhter Quecksilbergehalt im Gehirn im Vergleich zur Kontrollgruppe mit weniger als drei Amalgamfüllungen. Die Personen mit hohen Quecksilberwerten im Gehirn starben zudem häufiger durch Suizid.  Auffallend sei die erhöhte und in den vergangenen Jahren zunehmende Häufigkeit der Alzheimer-Erkrankung in den Industrieländern, wo inzwischen etwa 50 Prozent der über 85-Jährigen betroffen sind. Allein durch die demographische Lage sei die Zunahme nicht zu erklären, schreiben die Autoren. Vielmehr sei zu beachten, dass Amalgam in den westlichen Industrieländern mit stark ansteigender Tendenz ab 1950 verwendet wurde.  Japaner erkranken bislang vergleichsweise selten an Alzheimer. Das könnte daran liegen, dass sie relativ wenig Industriezucker und deshalb auch seltener Amalgam verwenden. Dafür konsumieren sie reichlich Omega-3-Fettsäuren und Selen aus Meeresfischen. Selen macht das Methyl-Quecksilber unschädlich, mit dem die Fische seit Jahren zunehmend belastet sind. Allerdings sei Methyl-Quecksilber in Fisch ohnehin weit weniger giftig als bisher angenommen, betont Mutter.  Untermauert sehen die Mediziner ihre These auch dadurch, dass die ersten alzheimer-typischen Nervenzellschäden schon bei 20 bis 30 Prozent der jungen Menschen sichtbar sind: Bereits Kinder und Jugendliche erhielten oder erhalten Amalgamfüllungen. Das BfArM stützt sich derweil auf zwei im vergangenen Jahr in Jama veröffentlichte Studien an Kindern, wonach “kein negativer Einfluss von Amalgam auf Intelligenz, Gedächtnis oder visuell-motorische Leistungen festgestellt werden konnte”.  Dennoch: Es existieren keine sicheren Grenzwerte für Quecksilber, unterhalb derer eine Schädigung ausgeschlossen werden kann. Und: Nur Quecksilber kann – im Gegensatz zu allen anderen Metallen – in geringsten Mengen experimentell an Nervenzellen alzheimer-typische Zellveränderungen im Gehirn auslösen.  Dass trotz der zunehmenden Datenlage Amalgam immer noch in den Zähnen erlaubt und der Zusammenhang zwischen Amalgam und Alzheimer angezweifelt wird, liegt den Forschern zufolge auch an der mangelhaften Qualität vieler Studien: “Durch den nahezu universellen Einsatz von Amalgam gibt es keine größere Langzeitstudie, in der die Kontrollgruppe und deren Mütter wirklich nie Amalgamfüllungen hatten.” Meist beruft man sich auf den aktuellen Amalgamstatus.  “Eine Studie, die den endgültigen Beweis erbringen würde, müsste mindestens 50 bis 70 Jahre dauern”, sagt Mutters Freiburger Kollege Johannes Naumann. “Aber wenn wir alle verfügbaren Daten betrachten, ist ein klarer Trend erkennbar, der auf einen Zusammenhang zwischen Quecksilber und Alzheimer-Erkrankung hinweist.”  Größte Vorsicht geboten  Joachim Mutter rät betroffenen Patienten daher, ihre Amalgamfüllungen entfernen zu lassen. Allerdings sei größte Vorsicht geboten, denn beim Entfernen werde in massiver Konzentration Quecksilberdampf aus dem Amalgam freigesetzt. Alle verfügbaren Schutzmaßnahmen müssten getroffen werden. Dazu gehöre auch eine Atemmaske über der Nase mit externer Luftzufuhr.  Mitte November trafen sich Wissenschaftler aus aller Welt zu einer Quecksilber-Konferenz in Luxemburg. In einem Appell, den auch Joachim Mutter unterzeichnete, wurden die EU-Behörden und die Weltgesundheitsorganisation WHO aufgefordert, die Anwendung von Quecksilber in Zahnmaterialien “schnellstmöglich” zu verbieten.  Das EU-Parlament will im kommenden Jahr über ein mögliches europäisches Amalgamverbot beraten.

fünf Jahre für Schönheitschirurg

November 23, 2007

Das Abendblatt berichtet über einen Prozess in Hamburg. Das Gericht bescheinigte dem Angeklagten eine schwere narzisstische Persönlichkeitsstörung

Fahrlässige Tötung: Schönheitschirurg muss fünf Jahre in Haft

Von Ralf Nehmzow

Tülay D. wollte sich ihre Nase verschönern lassen – sie starb später, weil dem Schönheitschirurgen Dr. Dr. Roland St. (46) bei der OP Fehler unterliefen. Gestern verkündete das Landgericht das Urteil: fünf Jahre wegen fahrlässiger Tötung, unter Einbeziehung zweier früherer Strafen. Zudem besteht gegen den Arzt eine anhängige früher verhängte Strafe von 13 Monaten. Und: Ihm droht möglicherweise der Widerruf einer achtmonatigen Bewährungsstrafe.

Immer wieder rauft sich der Angeklagte die Haare, als der Vorsitzende Richter das Urteil begründet, die Persönlichkeit des Angeklagten analysiert: Der Angeklagte leide an einer schweren narzisstischen Persönlichkeitsstörung. “Heute ist das Gericht dran, nicht Sie”, bremst der Vorsitzende den Mediziner, als der wieder dazwischenredet. Die Schwierigkeit des Verfahrens habe nicht bei medizinischen Fragen gelegen, “sie lag in der Person des hier Angeklagten”, stellt der Vorsitzende fest. Dr. Dr. St. leide an “hemmungsloser Überschätzung seiner Person und seiner Fähigkeiten”. Der Vorsitzende scharf: “Selbst in juristischen Fragen ist er unbelehrbar geblieben.”

Zugleich verhängten die Richter ein Berufsverbot für den Angeklagten: als Arzt der Human- und der Zahnmedizin für die Dauer von fünf Jahren. Ob Dr. Dr. St. seine Approbation als Arzt verliert, darüber muss die Ärztekammer befinden; aber dies sei “hochwahrscheinlich”, so der Vorsitzende. Er ging darauf ein, wie sehr der Arzt als Ausfluss seiner von zwei Gutachtern festgestellten Persönlichkeitsstörung andere Menschen abwerte, die Schuld bei anderen suche. So hatte der Angeklagte wiederholt im Prozess vorgetragen, dass die hinzugerufenen Notärzte schuld am Tod der Tülay D. gewesen seien beziehungsweise die Ärzte im Krankenhaus Barmbek, wo die Frau nach drei Tagen im Koma starb. Der Vorsitzende: “Sie haben sich um Kopf und Kragen geredet. Die Ursache für das Versterben der Frau liegt allein bei Ihnen, damit sind Sie der Verantwortliche.”

Am 13. Dezember 2005 hatte der Angeklagte die lokal betäubte 33-Jährige in seiner Tagesklinik in Bramfeld operiert – ohne Assistenz habe er weiteroperiert, “nach dem Motto: ,Ich bin der Überlegene, ich schaff das schon'”; das sei der Vorwurf, der ihm im Rahmen der Fahrlässigkeit zu machen sei. Denn: So habe der Mediziner nicht die Herz-Kreislauf-Probleme bei der Patientin bemerkt. Die mangelnde Sauerstoffzufuhr zum Hirn führte zu schweren Schäden. Eigentlich sollte ein Krankenpfleger dem Arzt assistieren, doch er fiel aus. Der Arzt setzte kurzerhand seine unzureichend geschulte Freundin ein – die verließ das Zimmer, bevor die OP begann. Dr. Dr. St. müsse sich kritisch mit sich selbst auseinandersetzen, so das Gericht: “Die Kammer wünscht für die Zukunft, dass Ihnen das gelingt.”

Einkommensverluste durch neue GOZ

November 21, 2007

  Zahnärzte befürchten massive Einkommensverluste  so die neue Osnabrücker Zeitung

Die Zahnärzte in Deutschland befürchten massive Einkommensverluste durch eine neue Gebührenordnung für private Leistungen. In einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Jürgen Fedderwitz, sein Verband erwarte Mindereinnahmen von bis zu 700 Millionen Euro im Jahr für die 56000 Vertragszahnärzte.

Die Zahnärzte seien daher mit der Gesundheitspolitik der Bundesregierung “im Moment weniger denn je” zufrieden, sagte Fedderwitz. Er äußerte sich vor dem Deutschen Zahnärztetag, der heute in Düsseldorf beginnt. Auch aus wissenschaftlicher Sicht seien die Pläne des Gesundheitsministeriums bedenklich, denn eine moderne, zukunftsgerichtete Versorgung sei mit der neuen Gebührenordnung nicht mehr möglich.Die Verwendung von Zahnersatz aus China sei für die Patienten von zunehmendem Interesse, sagte Fedderwitz. Dieser Zahnersatz werde nicht den deutschen Zahntechniker entbehrlich machen. “Er kann aber eine ernstzunehmende Preisalternative für denjenigen Patienten sein, der nicht unbedingt die allerhöchsten Anforderungen stellt.” Die Qualität des Zahnersatzes aus einem anonymen Großlabor in China könnten Zahnärzte in Deutschland aber nicht überprüfen.

Zur Zahnpflege in Deutschland sagte der Vorstandsvorsitzende, das Bewusstsein für den Erhalt gesunder Zähne sei in der Bevölkerung stetig gestiegen. Bei der Vorbeugung von Karies und Parodontitis stehe Deutschland weltweit an der Spitze, wie die vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie belege. “Den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind wir um einiges voraus”, sagte Fedderwitz. Er erklärte, in Deutschland würden zunehmend weniger Zähne entfernt und mehr erhalten als früher. “Zahnlosigkeit gibt es in Deutschland immer weniger.”

Fedderwitz: Massive Einkommensverluste für Zahnärzte durch neue GOZ

November 21, 2007
 
 
 
 
Die Zahnärzte in Deutschland befürchten massive Einkommensverluste durch eine neue Gebührenordnung für private Leistungen. Die KZBV erwarte Mindereinnahmen von bis zu 700 Millionen Euro im Jahr für die 56 000 Vertragszahnärzte, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Jürgen Fedderwitz, der „Neuen Osnabrücker Zeitung” (Mittwochausgabe).

Die Zahnärzte seien daher mit der Gesundheitspolitik der Bundesregierung „im Moment weniger denn je” zufrieden, sagte Fedderwitz. Er äußerte sich vor dem Deutschen Zahnärztetag, der an diesem Mittwoch in Düsseldorf beginnt. Auch aus wissenschaftlicher Sicht seien die Pläne des Gesundheitsministeriums bedenklich, denn eine moderne zukunftsgerichtete Versorgung sei mit der neuen Gebührenordnung nicht mehr möglich. aus Facharzt.de

Finnische Krankenschwestern erhalten bis zu 28 Prozent mehr Gehalt

November 20, 2007
Facharzt.de berichtet:
Kurz vor einem geplanten Arbeitskampf finnischer Krankenschwestern haben sich die Gewerkschaft Tehy und die öffentlichen Arbeitgeber am Montag in Helsinki auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Krankenschwestern sollen nun, gestreckt über vier Jahre, 22 bis 28 Prozent mehr Einkommen erhalten.

Die Krankenhäuser hatten sich seit Wochen durch Verschiebung von Operationen, Entlassung nicht akuter Patienten und andere Maßnahmen auf den Ausfall von bis 50 Prozent der Krankenschwestern an manchen Stationen eingestellt. Per Sondergesetz hatte das finnische Parlament eine Dienstverpflichtung von besonders akut benötigtem Personal auch nach rechtswirksamen Kündigungen beschlossen.