Archive for November 13th, 2007

Hülsmanns großer Gegenschlag

November 13, 2007

Wirbel heute im Blätterwald, neben schwäbischer Zeitung berichtet die Welt, die Morgenpost, das Abendblatt und die Lübecker Nachrichten: Hülsmann hat mal wieder Zugeschlagen:

Zahnärzte in Deutschland machen jedes Jahr millionenfach Fehler bei der Therapie von kranken Zahnwurzeln. Das berichtet Professor Michael Hülsmann von der Göttinger Universitäts-Zahnklinik unter Berufung auf eine Studie.

«In etwa der Hälfte der Fälle ist die Behandlung nicht optimal. Sie entspricht teilweise auch nicht den Standards», so Hülsmann. 2006 seien über die Krankenkassen mehr als sieben Millionen Wurzelkanalbehandlungen abgerechnet worden. Die Erfolgsquote liege unter 50 Prozent. Diese Zahlen älterer Studien würden durch eine aktuelle Untersuchung an der Göttinger Uniklinik belegt.

Die Göttinger Forscher haben für ihre Studie 200 Patienten untersucht, die sich nach Wurzelkanalbehandlungen durch andere Zahnärzte erstmals in der Klinik vorstellten. Das Resultat unterscheide sich kaum von den Ergebnissen älterer Untersuchungen, sagte Hülsmann: «Es sieht nicht nach dramatischen Verbesserungen aus.» Die Erfolgsrate liege nahezu unverändert zwischen 40 und 50 Prozent. Würden die Zahnärzte optimal arbeiten, «könnte die Erfolgrate rund 90 Prozent betragen».

Er wolle nicht von Pfusch sprechen, sagte Hülsmann. Aber die Behandlung sei vielfach nicht optimal. Ursache sei zumeist, dass Bakterien im Wurzelkanal zurück blieben. Dies habe zum Teil «anatomische Gründe». Denn das Wurzelkanalsystem sei sehr komplex und sehr verzweigt. So könne es passieren, dass durch die «normalen Spülungen nicht alle Bakterien zu erwischen» seien. Vielfach werde aber offenbar «nicht genügend oder nicht mit der richtigen Lösung gespült». In anderen Fällen würden die Wurzelkanäle nicht richtig präpariert. Ob eine Zahnwurzelbehandlung erfolgreich verlaufe oder nicht, liege «allein in der Hand der Zahnärzte», sagte Hülsmann. Die Patienten könnten in solchen Fällen allenfalls nach Zahnmedizinern suchen, «die auf diesem Gebiet Spezialisten sind».

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FVDZ: neuer ZahnärzteInnenverband gegründet

November 13, 2007

aktuell:
FVDZ steht für: Freiwillige Vereinigung demokratischer ZahnärzteInnen

Diese Organisation ist eine rein basisdemokratische Organisation von und für ZahnärzteInnen, die sich in hohem Maße der Selbstverantwortung und der Transparenz verschrieben haben.

Die Forderungen:

* basisdemokratische Grundstrukturen in Kammern- und Selbstverwaltungen

* Die VertreterInnenversammlung kann ihre VertreterInnen jederzeit wieder abwählen

* Einführung von basisdemokratischen Volksabstimmungen

* niedergelassene Zahnärzte  können  bei der Berufung von Professoren mitbestimmen

* Hochschullehrer werden nur auf Zeit gewählt und sind nicht beamtet