Archive for November 15th, 2007

Krankenkasse vor der Pleite

November 15, 2007

Kranke Kasse news aus Austria

Wiener Gebietskrankenkasse vor Pleite

Kassenchef Bittner legt Gusenbauer Maßnahmenpaket vor -finanziellen Probleme noch schlimmer als vom Rechnungshof berichtet

Düstere Zeiten in der Gesundheitspolitik. Der neue Rechnungshofbericht bescheinigt der Wiener Gebietskrankenkasse Schulden in der Höhe von 563 Millionen Euro für das Jahr 2007. Laut internen Berechnungen der Kasse ist die Situation noch schlimmer als angenommen.

Weitere 63 Millionen fehlen
Immerhin kommen zu den 107 Millionen Euro Kassendefizit durch Bundesgesetze, die der Rechnungshof attestierte, weitere 63 Millionen an fehlenden Einnahmen. Der Grund: Die Wiener Kasse wird bei Beiträgen der Pensionisten deutlich schlechter gestellt als die Kassen der Bauern und Gewerbetreibenden. „Die gesetzlichen Maßnahmen seit 2000 haben uns immer mehr in die Misere hineingeritten“, erklärt WGKK-Direktor Jan Pazourek.

Da sind die am Mittwoch im Ministerrat beschlossenen Beitragserhöhungen um 0,15 Prozent nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Diese 150 Millionen Euro werden nämlich auf alle neun Kassen aufgeteilt.

Ärzte abbauen
Laut Rechnungshof sind die größten Probleme der Krankenkasse die Ausgaben für Ärzte, Medikamente sowie die unterschiedlichen Tarife in den Bundesländern. Eine Mammographie kostet in Wien 76 Euro, in Oberösterreich hingegen nur 54 Euro. In Wien wird für einen Versicherten also durchschnittlich mehr Geld ausgegeben als in Restösterreich.

Für die Ärztekammer ist das logisch: Wien hat das bessere Angebot. Die Menschen gehen öfter zum Facharzt, mehr Untersuchungen werden aufgrund der besseren Verfügbarkeit durchgeführt. Genau das kritisiert der Rechnungshof. Seine Vorschläge: Weniger Ärzte für Wien, befristete Verträge und die Ärzte-Honorare limitieren. „Kommt nicht in Frage“, konterte Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart.

Verhärtete Fronten
„Wir haben in der letzten Verhandlungsrunde keinen Konsens zu diesen Punkten erreicht“, bestätigt auch Pazourek von der WGKK. Steinhart drückt es noch drastischer aus: „Wir haben das beste Gesundheitssystem der Welt. Und zwar genau deshalb, weil Wien eine viel bessere Versorgung anbietet. Restösterreich sollte sich daran orientieren.“

Treffen mit Kanzler
Doch wie sollen diese Leistungen in Zukunft finanziert werden? Zu Wochenbeginn traf WGKK-Obmann Bittner mit Bundeskanzler Gusenbauer, Vizekanzler Molterer und Gesundheitsministerin Kdolsky zusammen. Er übergab sein Maßnahmenpaket, um die kranke Kasse wieder auf gesunde Beine zu stellen. Pazourek: „Wir haben die Politik neuerlich aufgefordert, der Kasse das Krankengeld für Arbeitslose zu ersetzen, und den Aufwand für das Wochengeld vollständig abzugelten .“ Diese kurzfristigen Maßnahmen könnten der WGKK vorerst helfen.

Hanusch abtreten
Der Vorschlag, das von der Krankenkasse geführte Hanusch-Spital an die Stadt Wien abzugeben, stößt auf taube Ohren: „Das Hanusch ist nicht die Ursache für unsere finanziellen Probleme“, so Pazourek. Jetzt hoffen Ärzte und Krankenkasse auf ein Zeichen von der Regierungsspitze.

Gesundheitsreform & elektronische Gesundheitskarte – Akzeptanz und Potentiale

November 15, 2007
 

ja ja der Branchenverband bitkom wittert das große Geschäft  und mischt fleißig mit:

Einladung zum Pressegespräch
Gesundheitsreform & elektronische Gesundheitskarte – Akzeptanz und Potentiale „Monitoring eHealth & Gesundheitswirtschaft 2007/2008″

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 6./7. Dezember 2007 findet der 3. Gesundheits- und industriepolitische Kongress zu den Potentialen der technologieorientierten Modernisierung des deutschen Gesundheitswesens im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin statt. Im Vorfeld der Konferenz möchten wir Ihnen gern ausgewählte Ergebnisse des aktuellen „Monitoring eHealth & Gesundheitswirtschaft Deutschland 2007/2008“ – einer Befragung aller deutschen Krankenhäuser, aller Krankenkassen sowie ausgewählter Ärzte und Apotheker  –  vorstellen. 

Das Pressegespräch findet statt am:

Dienstag, 20. November 2007, von 11:30 bis 13:00 Uhr

Im Haus der Deutschen Wirtschaft, Breite Straße 29, 10178 Berlin, Raum 1.002/1.006 (BDI)

Ihre Gesprächspartner auf dem Podium sind:

  • Ministerialdirigent Norbert Paland, Bundesministerium für Gesundheit (angefragt)
  • Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer, BITKOM
  • Dr. Oliver Blank, Geschäftsführer, ZVEI
  • Dr. Klaus von Dohnanyi, Vorsitzender des Beirates der Wegweiser GmbH Berlin
  • Dr. Michael Vogt, Hauptgeschäftsführer, Hartmannbund
  • Hans-Georg Hunger, Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands

Zusätzlich stehen Ihnen weitere Ansprechpartner der am Projekt beteiligten Verbände und Firmen (u. a. SAP, T-Systems, ICW) zur Verfügung.

Die Studie untersucht u.a. die Themen: Wirkung der Gesundheitsreform, Telematikinfrastruktur und eGK, Wirtschaftlichkeit und Transparenz, Pflicht- und freiwillige Anwendungen der eGK, IT im Gesundheitssektor und eHealth-Barometer (Abbildung der Investitionsabsichten).

Wir würden uns freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir Sie um baldige Anmeldung. Hierfür können Sie uns eine Nachricht per E-Mail an presse@bitkom.org zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Cornelia Kelch
Assistentin Presse und Kommunikation

BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
Postadresse: Postfach 64 01 44, 10047 Berlin, Besucher: Albrechtstraße 10, 10117 Berlin
Tel.: +49 / 30 / 27576-113, Fax: +49 / 30 / 27576-51-113, E-Mail: c.kelch@bitkom.org, URL:
www.bitkom.org

Graue Panther verteidigen ihre Zahnarztpraxen

November 15, 2007

Zahnarzt-Seniorenvertretung „Zahnarztpraxis 55 plus e.V.“

BZÄK-Ex-Präsident Dr. F. J. Willmes will „umfassende Förderung von Zahnärzten über 55 Jahren“ – BZÄK „höchst reserviert“ schreibt die DZW

Pischels Kommentar ist übrigens auch bei Zahniworld nachzulesen:

Insgesamt 14.300 Zahnärzte, die noch in ihrer Praxis tätig und älter als 55 Jahre sind, sollen über den Verein „Zukunftspraxis 55 plus“ eine berufspolitische und wirtschaftliche Interessensvertretung erhalten. Im Mittelpunkt der Arbeit von „Zukunftspraxis 55 plus“ soll, so der Initiator Dr. Fritz-Josef Willmes, viele Jahre lang Präsident der Bundeszahnärztekammer und Vizepräsident der World Dental Federation (FDI), der „Abbau der Zulassungsgrenze zum 68. Lebensjahr“ stehen und die Hilfe für die „älteren Kolleginnen und Kollegen, ihre Praxis wirtschaftlich so top zu halten, dass sie weiterhin gut verkaufbar ist“. (weiter)