Archive for December 14th, 2007

Zahnärzte: Billiglabore arbeiten schlechter

December 14, 2007

Laut Umfrage waren 60 Prozent der Dentisten mit den Kronen und Prothesen unzufrieden schreibt die Ostfriesenzeitung:

 

Die AOK bestreitet, dass im Ausland immer schlechter gearbeitet werde. Sie habe zertifizierte Zahntechniker als Vertragspartner.

Aurich/Leer – Mehr als die Hälfte der ostfriesischen Zahnärzte, die ihren Patienten Zahnersatz aus dem Ausland einsetzten, haben damit schlechte Erfahrungen gemacht. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine Umfrage der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Niedersachsen. „60 Prozent der Kollegen, die mit einem Billiglabor zusammengearbeitet hatten, das im Ausland fertigen lässt, waren nicht zufrieden. Lediglich knapp ein Viertel von ihnen hatte gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Zahnarzt Dr. Jörg Hendriks aus Aurich.

Vor allem die Qualität sei nicht gut gewesen, aber auch die Passform habe oft nicht gestimmt. „Hätte man den Zahnersatz im Mund gelassen, hätte das zu Folgeschäden an den anderen Zähne geführt“, erklärt Hendriks.

Er betont, dass unter diesen Labors auch solche sind, die von den Krankenkassen angeboten werden. „Die Empfehlungen wurden nicht auf der Grundlage einer soliden Qualitätsüberprüfung gegeben“, sagt Hendriks. Es sei nur ums Geld gegangen.

Der AOK-Pressesprecher für Ostfriesland, Eckhard Hagedorn, widerspricht: „Die Labore, mit denen wir zusammenarbeiten, geben fünf Jahre Garantie, auch wenn sie laut Gesetz nur zwei Jahre haften müssen. Sie lassen zwar im Ausland fertigen, aber nur in zertifizierten Labors.“ Im übrigen profitiere davon der Patient und nicht die AOK: „Wir sparen kein Geld, die Patienten tun das, wenn sie ein günstigeres Labor wählen.“

Bei Dr. Maria Kaschner in Leer hat der Patient aber gar nicht erst die Wahl. „Ich sage den Patienten gleich, dass meine Sachen hier in Leer in einem Labor gefertigt werden. Dort sind drei Meister tätig, die kenne ich. Deren Arbeit ist korrekt“, erklärt sie und ergänzt: „Selbst wenn die Auslandslabore fünf Jahre Garantie geben, der Patient kommt doch zu mir und fährt nicht nach China. Ich stehe in der Verantworung, egal, was das Labor verspricht.“

In Anspielung auf den Skandal um gesundheitsgefährdendes Spielzeug, das aus China kam (die OZ berichtete) sagt sie: „So’ne Barbie-Puppe kann man in die Tonne treten. Der Zahnersatz aber wird im Mund eingebaut, der kann nicht einfach wieder raus.“

wieder Ärger mit StudiVZ

December 14, 2007

lange war Ruhe, doch jetzt sind alle blogs wieder voll mit Berichten über verärgerte Nutzer. So berichtet Spiegel-Online über eine riskante Strategie bei derWerbung:

StudiVZ setzt auf Schnüffel-Werbung

Milliarden Klicks, magere Werbeeinnahmen: Der Holtzbrinck-Verlag investierte Millionen in StudiVZ und will mit dem Studentennetzwerk jetzt richtig Geld verdienen – durch personalisierte Werbung, die auf die Vorlieben der Nutzer zugeschnitten ist. Was Werber freut, könnte Mitglieder ärgern.

Mittlerweile mischt sich auch die Politik ein: die FDP findet den “Raubbau mit persönlichen Daten” nicht hinnehmbar!

Das Dentale Blog zitiert die Taz mit dem Slogan: vom StalkerVZ  zum StasiVZ.Mittlerweile legt der Spiegel nach und zitiert Experten, die die Gesetztesmäßigkeit des Vorgehens bezweifeln.