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wieder schwerer Zwischenfall nach Zahn-OP in Narkose

February 12, 2008

 Nach Zahn-OP: Oma Gudrun schwer behindert berichtet Bild

Enkelin Saskia (9) liebte sie über alles, die „beste Oma der Welt“ war immer für die Kleine da. Eine Zahn-OP veränderte alles. Beim ersten Wiedersehen bot sich dem Mädchen ein Bild des Schreckens. Ihre geliebte Oma Gudrun I. (60) – ans Bett gefesselt, hirngeschädigt, ohne Gefühl für Arme und Beine.

Ein Behandlungsfehler soll das verursacht haben! Seit der Kieferoperation vor zehn Monaten gehen Gudrun und ihr Mann Henry (55) durch die Hölle.

Die Vorgeschichte: Der Buxtehuder Zahnarzt B. empfiehlt der Hausfrau, vier neue Zähne unter Vollnarkose einsetzen zu lassen.

„Eine Vollnarkose war viel zu riskant“, wirft die Rechtsanwältin Ute Claus dem Mediziner heute vor. Gudrun I. sei eine Risikopatientin (zuckerkrank, 1,68 Meter groß, 110 Kilo schwer) – auch Cholesterinwerte und Blutdruck zu hoch. Der Tag, seit dem nichts mehr ist wie es einmal war, beginnt am 13. April 2007 um 10 Uhr: Henry I. möchte seine Frau nach der Routine-OP aus dem Wachraum der Praxis abholen.

Sie ist aus der Narkose noch nicht erwacht.

„Da machte ich mir bereits Sorgen“, erinnert sich der Hafenarbeiter. Statt sich um die Patientin zu kümmern, habe der Hamburger Narkosearzt Dieter B. von ihm 640 Euro verlangt. In bar, Zahlung sofort. Obwohl die Krankenkasse laut Henry I. alles übernehmen sollte.

Auch 30 Minuten später rührt sich Gudrun I. noch immer nicht.

„Sie hatte sich eingenässt und verkrampft. Ich geriet in Panik, aber der Narkosearzt unternahm gar nichts“, berichtet der Ehemann. Erst 50 Minuten später soll ihn der Anästhesist nach einem Zuckermessgerät gefragt haben. „Unfassbar. Die haben meine zuckerkranke Frau operiert, ohne ihre Werte checken zu können“, klagt Henry I. an. Doch der Albtraum ging weiter: „Ich sollte meine Frau in dem miserablen Zustand sogar mit nach Hause nehmen.“

Anwältin Claus ist entsetzt, als sie von dem Fall hörte. Ihr Verdacht: „Der Narkosearzt wollte das Problem damals wegdrücken, um später meinem Mandanten die Schuld in die Schuhe schieben zu können.“

Die Situation in der Buxtehuder Praxis spitzte sich weiter zu: „Erst nach einer Stunde und 45 Minuten rief der Narkosearzt einen Krankentransport für meine betäubte Frau“, sagt der Ehemann. Als die Sanitäter Gudrun I. sehen, rufen sie sofort einen Notarzt. BILD liegt deren Protokoll vor: „Patientin spuckt Blut, kollabiert. Dann fällt sie ins Koma.“

Oma Gudrun erwacht erst nach fünf Monaten – mit irreparablen Hirnschäden! Anwältin Claus erhebt schwere Vorwürfe: „Die haben ganz locker ein Menschenleben zerstört.

BILD fragte bei den Beschuldigten nach. Narkosearzt Dieter B. reagiert nicht. Kieferchirurg Andreas H. sagt: „Damit befasst sich meine Versicherung. Sie sollten sich an den Anästhesisten wenden.“ Und Zahnarzt B. verweist auf seinen Anwalt.

Post bekommt Gudrun I. von den Ärzten dennoch: 5000 Euro mahnen sie für die Operation an! Immerhin: Die Staatsanwaltschaft Stade hat alle Krankenakten beschlagnahmt.

Gesundheitsmafia: Was derzeit wirklich passiert

February 12, 2008

aus einem Forum:

Ich bin 38 Jahre alt und Allgemeinarzt mit einer gut gehenden Hausarztpraxis in Neuötting, Oberbayern, geistig gesund und ein völlig normaler Bürger mit einer Lebensgefährtin und einem 15 Monate altem Sohn, bin seit 12 Jahren Gemeinderat und seit sechs Jahren Kreisrat der CSU, einer Partei, die sicherlich weit entfernt ist vom Ruf, linkspolitische und revolutionäre Gedanken zu pflegen. Es ist nicht meine Aufgabe, solche Texte zu schreiben und es gibt in Deutschland Tausende, die dies besser, packender und erheblich vollständiger schaffen und wenigstens einer von denen sollte das auch tun. (more…)