Archive for May, 2008

Die Young Dentists Rocken Montreux

May 30, 2008

bei der SSO-Jahrestagung in Montreux sind die Young Dentists wiederum voll dabei

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tja da geht die “Post ab”

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Drama in Deutschland: afghanische Frauen leiden weiter

May 29, 2008

über das lange Leiden der Morsal Obeidi berichtet der Spiegel

Von der Mutter angeblich mit einem Kabel drangsaliert, Vorwürfe auch gegen den Vater – schließlich vom ältesten Bruder erstochen: Morsal Obeidis Leiden erstreckte sich über Monate, belegen neue Dokumente, die SPIEGEL ONLINE vorliegen. Immer wieder versuchte die 16-Jährige zu entkommen. Vergeblich.

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Hamburg – Morsals Angst muss unbeschreiblich groß gewesen sein. Die Liebe zu ihrer Familie auch.

Von außen scheinen die Dinge eindeutig: Wenn einem der Bruder die von ihm so verhassten Kleider – zu kurz, zu bunt, zu aufreizend – an den Leib zu tackern versucht haben soll, wenn die Mutter sie mit einem Kabel geschlagen und der Vater sie in die Magengrube getreten haben soll, dann muss man gehen.

Soweit die Theorie. Doch die ist grau.

Morsals Leben war alles andere als grau. Das junge Mädchen, in Kabul geboren und im Alter von drei Jahren nach Hamburg gekommen, wollte viel. Und vor allem wollte sie all das, was ihre deutschen Freundinnen auch hatten: Schminke, Kleidung, Freunde, Freizeit – Freiheit.

Und eine Familie.

Ein Leben nach eigenen Vorstellungen

Zwei Wochen, nachdem Morsal Obeidi von ihrem Bruder auf einem Parkplatz mit mehr als 20 Stichen niedergestreckt worden ist (mehr…), belegen nun neue Dokumente, wie lange das Mädchen unter den Überzeugungen ihrer Familie gelitten hat – und wie es immer wieder zwischen Hoffnung und Angst schwankte.

weitere Quellen:

Musterweiterbildungsordnung weiter in der Diskussion

May 29, 2008

Offener Brief des DZV-Vorsitzenden Martin Hendges zum Thema „Hauszahnarzt“ und Musterweiterbildungsordnung (adp)

ADP veröffentlicht heute folgenden offenen Brief des DZV-Vorsitzenden Martin Hendges an den Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer Dr. Dietmar Oesterreich vom 26. Mai 2008: (more…)

Junge Union und StudiVZ: “nach Frankreich fahre ich nur mit Kettenfahrzeugen”

May 28, 2008

vor Wochen schon habe ich mich über die obige Gruppen, die es tatsächlich so im StudiVZ gibt (gab?) aufgeregt und mich beschwert, passiert ist mal wieder nix, obwohl die Affen äh verantwortlichen doch wissen müssten, dass sie damit schneller in Spiegel Online sind, wie ihnen lieb sein kann, oder ist das volle Absicht? Schon einmal hatte ich mich über eine StudiVZ-Gruppe namens: Zivis gehören an die Wand gestellt aufgeregt – sie wurde auch erst nach massiven Protesten in den Medien gelöscht!

Dumme Sprüche bei StudiVZ: JU-Funktionär tritt zurück (spon)

Die Union hat ein Problem mit ihrem Nachwuchs, so scheint es zumindest. Erst beeindruckt der RCDS-Bundesvorsitzende mit seinem Vorschlag eines einkommensabhängigen Zweiklassenwahlrechts, nun gelangte auch ein Funktionär der Jungen Union (JU) in die Schlagzeilen.

Der Vizechef des hessischen Landesverbandes Thomas Müller demonstrierte sein eigenwilliges Verständnis von Humor und mischte kräftig in StudiVZ-Mitgliedergruppen mit aussageträchtigen Namen wie “Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten”, “Brot für die Welt – Fleisch für mich” oder “Krieg ist Scheiße, aber der Sound ist geil” mit. Nach Bekanntwerden kamen kritische Nachfragen, nun trat Müller von seinem Amt wieder zurück.

Nicht der erste, dem seine Aktivitäten auf Deutschlands führender Plattform für sexuelle Anbahnungen und Basalhumor zum Verhängnis wurden. Offensichtlich steigert häufiger Mediengebrauch nicht unbedingt auch die Medienkompetenz.

siehe auch den Bericht beim Zahnteufelchen zur Generation Porno. Dort ließt sich mal wieder alles ganz anders!

ohne Zittern zum Zahnarzt

May 28, 2008

Ohne Zittern zum Zahnarzt
Ein Gefühl der Ohnmacht, Furcht vor Schmerz: Viele hält das von einem Praxis-Termin
ab. Doch das müsste nicht ein.

Ein mulmiges Gefühl hat fast jeder. Aber bis zu 15 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer starken
Angst vor Zahnarztbesuchen. Diese kann im Extremfall Panikattacken auslösen und bei vielen Betroffenen zu einem “Vermeidungsverhalten” führen: Sie suchen nur dann eine Ordination auf, wenn es vor Schmerzen gar nicht mehr anders geht. Der Wiener Zahnarzt Dr. Andreas Werner und die Zahntechnikerin Eva Schalkshorn haben sich auf Angstpatienten spezialisiert.
KURIER: Wie versuchen Sie diesen Menschen zu helfen?
Andreas Werner: Mehr als 90 Prozent
können wir von ihrer Angst befreien. Sich Zeit zu nehmen und die Patienten gut aufzuklären ist eine der wichtigsten Maßnahmen. Nur bei ganz schweren Angstpatienten ist auch eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt.
Wie hilft die Aufklärung?
Ein Beispiel: Beim Abtragen von kariösem Dentin etwa (die Schicht unter dem Zahnschmelz, Anm.)
vibriert und rumpelt der Bohrer ziemlich stark. Aber wenn ich erkläre, dass dies nur daher kommt, weil
der Bohrer langsamer läuft und keine Schmerzen verursacht, so hilft das schon sehr viel.
Haben nicht viele Patienten ein Gefühl der Ohnmacht?
Ja, viele liegen auf dem Stuhl, sehen die Lampe über sich und haben das Gefühl, da nicht mehr
herauszukommen. Gegen dieses Beklemmung bewährt sich ein “Angstklickerl”. Diesen “Aus-Knopf” hält
der Patient in einer Hand. Wird ihm alles zu viel oder möchte er einfach nur etwas sagen, drückt er ihn
und wir unterbrechen die Behandlung. Dass nimmt das Gefühl, ausgeliefert zu sein.
Aber was hilft gegen die Schmerzen?
Da kursieren viele Fehlurteile: Mit modernen Lokalanästhetika können wir heute fast immer eine
schmerzfreie Behandlung garantieren, eine Ausnahme sind höchstens ganz massive Entzündungen. Viele
Ängste sind irrational. Alleine das Wort Wurzelbehandlung löst bei vielen Panik aus – weil sie nicht
wissen, dass es mittlerweile problemlos möglich ist, solche Behandlungen schmerzfrei durchzuführen.
Können Musikhören und Hypnose beruhigend wirken?
Auf jeden Fall, Kopfhörer während der Behandlung sind kein Problem. In unser Ordination etwa läuft den
ganzen Tag entspannende Musik. Auch Hypnose kann helfen – ist aber nach einem ausführlichen
Gespräch oft gar nicht mehr notwendig.
Was tun bei Kindern?
Eltern sollten sie auf keinen Fall anschwindeln und nicht versprechen, es werde nicht weh tun. Das
können Sie nicht garantieren. Wichtig sind ehrliche Kommunikation, ausreichend Zeit des Arztes und
Mitgefühl. Es kann auch sein, dass es Tage gibt, an denen eine Behandlung nicht möglich ist – das
müssen Eltern und Arzt akzeptieren. Ich empfehle auch, dass Eltern vor dem ersten Zahnarzttermin ihr
Kind zu einer ihrer Behandlungen mitnehmen. So lernt es die Umgebung kennen und bekommt einen
natürlichen Zugang zu den Geräuschen und der Atmosphäre.

http://www.kurier.at/freizeitundgesundheit/gesundheit/162573.php

“Deutsche Zahnärzte brauchen eine „Freie Zahnärzteschaft“

May 27, 2008

Offener Brief an den Bundesvorsitzenden des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte e.V.

ADP veröffentlicht an dieser Stelle einen offenen Brief des stellvertretenden Landesvorsitzenden des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ) Bayern, Dr. Peter Klotz, vom 26. Januar 2008. Klotz soll laut Beschluss des FVDZ-Bundesvorstandes vom 18./19.01.2008 zusammen mit
-dem Landesvorsitzenden Dr. Wolfgang Heidenreich und
-Dr. Stefan Gassenmeier sowie
-Dr. Michael Rottner
aus dem Verband ausgeschlossen werden. Über die Hintergründe können Sie sich hier unter „Aktuell“ u.a. in den Meldungen vom 28.09., 10.10., 25.10 und 01.11 und im Newsletter „auf den punkt“, zuletzt in der Ausgabe 25/07 (Überschrift: „FVDZ: Selbstzerfleischungsprozess in vollem Gange“) informieren.

Hier der autorisierte Originaltext:

“Deutsche Zahnärzte brauchen eine „Freie Zahnärzteschaft“

Offener Brief an den Bundesvorsitzenden des FVDZ (Freier Verband Deutscher Zahnärzte)

Sehr geehrter Herr Sundmacher,

zunächst darf ich hier Auszüge aus einer Information der „Freien Ärzteschaft“ vom 25.01.2008 zitieren:

„Entgegen jeder Vernunft ruft die Kassenärztliche Vereinigung Bayern zu einem Verbleib im Kollektivvertragssystem der Kven auf. Diese sind zu Reglementierungs- und Kontroll-Behörden verkommen. Ärztinnen und Ärzte sollen in deren Auftrag die Schmidt’sche Rationierungspolitik unter Bedrohung Ihrer eigenen Existenz vollziehen.“

„Die KV Bayern kollaboriert mit der AOK in der Affäre „Denunziation von ärztlichem Verhalten” und setzt damit dem Ganzen die Krone auf. Die Ärzteschaft Bayerns steht am Scheideweg!

Der Bayerische Hausärzteverband ist ein freier Verband, der unabhängig von behördlicher Aufsicht die Interessen von Hausärzten wahrnehmen darf und will.“

Ferner verweise ich auf den bayerischen KV-Hauptamtler Munter in der SZ vom 26..01.2008: „Wenn sich der Hausärzteverband durchsetzt, werden andere Berufsgruppen nachziehen. Und dann ist dieses System nicht mehr zu steuern“, barmt der KV-Chef. Deshalb werde er gegen den Systemausstieg der Hausärzte mit „allen legalen Mitteln vorgehen – in Zusammenarbeit mit der bayerischen Staatsregierung, in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen“, droht Munte: „Und in Zusammenarbeit mit den ärztlichen Berufsgruppen, deren Leistungsspektrum dem der Hausärzte ähnlich ist“, stellt Munte seinen Krisenplan vor. Dazu zählten beispielsweise die Chirurgen, Orthopäden, HNO-Ärzte und Internisten.“

Dass gleiches auch für die Beziehung zwischen KZVen und der echten, in der Praxis tätigen, Zahnärzteschaft gilt, ist sicherlich gemeinsamer Konsens zwischen uns beiden.

„Wo ist aber die „Freie Zahnärzteschaft“ organisiert?“ darf ich Sie als Bundesvorsitzenden des FVDZ fragen.

Der FVDZ Bund verkörpert definitiv nicht die „Freie Zahnärzteschaft“, da es hier zuviel Nähe zu den Hauptamtlern in den KZVen, die überwiegend FVDZ-Mitglieder sind, gibt. Wenn dann Ihr Bundesvorstand einmal klar Stellung bezieht (Selektivverträge durch KZVen; Vorgehen der Bundes-KZV bei der eGK), sagen ihnen die Hauptamtlichen, dass die Bundesvorständler des FVDZ nichts zu melden haben bzw. sich keinen Kopp machen sollen.

Die Zahnärzteschaft braucht eine “Freie Zahnärzteschaft” und eben keinen “Freien Verband Deutscher Zahnärzte”, der seinen Mitgliedern auch die “Freiheit” einräumt, in den KZVen in der Umsetzung der von allen als schädlich erkannten Gesundheitsgesetzgebung den in der Praxis tätigen Zahnärzten im Rahmen ihrer Amtsausübung im Auftrag des Staates den realen Zahnärzten Schaden zuzufügen.

Betreibt dann ein Landesvorstand (wie Bayern) eine klare Interessensvertretung der Zahnärzteschaft ohne Rücksichtnahme auf die 5. Kolonne des Staates in den KZven, wird dieser Vorstand (zumindest in elementaren Teilen) vorsichtshalber in noch dazu satzungswidriger Weise vom FVDZ Bund ausgeschlossen. Eine völlig sinnlose Kurzschlusshandlung eines an der Wand stehenden Bundesvorstands?

Zu groß ist wohl eher der Einfluss derer, die unbedingt unter FVDZ-Flagge die vielen Ämter in den KZVen brauchen und diese der Arbeit in der Praxis vorziehen. Denn: Es lockt ja “des scheene Geld” (O-Ton eines bekannten Münchner FVDZlers).

Ferner wird der FVDZ ganz offensichtlich im Hintergrund vom Verbandsdirektor Gilles und dem altvorderen Despoten Gutmann regiert, mit denen die freiberuflich tätigen Zahnärzte sicher nichts mehr am Hut haben. Ihr Vorgänger, Dr. Wilfried Beckmann, hatte klare Visionen eines Unternehmerverbandes der freiberuflich tätigen Zahnärzte, in dem halt nun mal für Hauptamtler kein Platz ist, eben und gerade auch nicht als „Wahlverein“. Er hatte auch sachgerechterweise im Frühjahr 2005 den Verbandsdirektor Gilles beurlaubt, für den in einer zukunftsträchtigen „Freien Zahnärzteschaft“ halt auch kein Platz ist.

Dass das Entstehen einer „Freien Zahnärzteschaft“ notwendig ist, stattfinden wird und dass der FVDZ aktuell diese „Freien Zahnärzteschaft“ sicher in keinster Weise verkörpert, müssen auch Sie einräumen. Die scharenweisen Austritte vor allem der in der Praxis tätigen Zahnärzte aus dem FVDZ sprechen eine deutliche Sprache. Wie hoch ist denn eigentlich der Anteil der in der Praxis tätigen Zahnärzte, wie hoch der Anteil der beitragsfreien Ruheständler und Studenten an den FVDZ-Mitgliedern?

Nun stehen offenbar Sie und auch wir, als in der Praxis tätige Zahnärzte, vor einer Weggabelung, die wie so oft nur zwei Möglichkeiten kennt:

  1. Sie arbeiten im FVDZ weiter so wie bisher. Die Hauptamtler sind gerngesehene Mitglieder und werden teilweise sogar noch belobigt, dass sie in den KZVen auch noch den größten Mist zum Schaden der Zahnärzte pflichtgemäß umsetzen. Nebenbei hofieren Sie dann auch noch Mitglieder, die wie in Bayern geschehen, öffentlich äußern „Es ist doch in Ordnung, wenn man die Kassen bescheißt.“ Der FVDZ Bund spricht zwar ab und zu markige Worte, wird aber nicht gehört und ernst genommen, solange seine Mitglieder brav in den KZVen „weiterarbeiten“ und die KZV-Kantinen bevölkern. Wenn Sie dann mal auch Kritik an den Hauptamtlern üben, wird man Ihnen erneut sagen „Sundmacher, machen Sie sich mal keinen Kopp“. Folge: Die „Freie Zahnärzteschaft“ wird sich losgelöst vom FVDZ konstituieren und der FVDZ jetziger Performance wird dorthin verschwinden, wo er sicher nicht hin möchte: Ins absolute Nichts und in die völlige Bedeutungslosigkeit.
  2. Sie und Ihr Vorstand denken jetzt nach und ziehen sofort die für die Zahnärzteschaft absolut richtigen Konsequenzen: Sie schliessen „gemäß den Bremer Beschlüssen des FVDZ von 2003“ alle Mitglieder des FVDZ aus, die als Hauptamtliche oder auch Referenten und Vorstandsmitglieder in den KZVen im Rahmen ihrer Amtsausübung zwangsweise der Zahnärzteschaft Schaden zufügen müssen. Sie nehmen die aktuellen, unstrittig satzungswidrigen Verbandsausschlüsse gegen den halben bayerischen Landesvorstand zurück. Sie beurlauben den Verbandsdirektor Gilles bzw. trennen sich von ihm. Sie treten zusammen mit Ihrem Vorstand zurück und proklamieren eine klare Ausrichtung des FVDZ als „Freie Zahnärzteschaft“. An Mitstreitern wird es Ihnen nicht fehlen. Unter obigen Voraussetzungen wäre dann sogar eine entsprechende Namensänderung sinnvoll.

Tja, wer die Wahl hat, hat die Qual. Aber wie sagte Ihnen der Hauptamtler Gorski so schön: „Machen Sie sich da mal keinen Kopp“. Ich hoffe, Ihnen wertvolle Anregungen gegeben zu haben und bin auch gerne bereit, gemeinsam mit Ihnen in einer echten „Freien Zahnärzteschaft“ Verantwortung zu übernehmen.

Dr. Peter Klotz

Demokratisch gewählter und rechtmäßiger stv. Landesvorsitzender FVDZ Bayern, momentan in satzungswidriger Weise ausgeschlossen”

BZÄK-Präsidentenwahl – Gackern aufgescheuchter Hühner

May 27, 2008

..so kommentierte Jürgen Pischel in der vergangenen Woche in der DZW den derzeitigen Zustand im Hühnerstall Zahnärztekammer:

Was hat es für einen Aufstand im Vorstand der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) gegeben, als wir vor einigen Wochen in der DZW verkündet hatten, wer nun – natürlich in völlig geheimer, interner Sitzung mit Verschwiegenheitsverpflichtung beschlossen – als neuer Präsident der BZÄK im Herbst gekürt werden soll. Pure Entrüstung darüber, dass alles, was dort besprochen wurde, haarklein in der DZW gestanden hat. Es war Nordrheins Kammerpräsident Dr. Peter Engel, der ohne irgendeine Regung im positiven oder negativen Sinne im Kreis der Kammerfürsten als Vorschlag hingenommen worden war.
Verwunderlich war, dass trotz einer vorab geschworenen Allianz aus Nordrhein, Hessen und Bayern mit der Absprache, dass, sollte der Nordrheiner Engel Präsident werden, dieser den Hessen Dr. Michael Frank zum Vizepräsidenten vorschlagen wird – dazu nichts gekommen ist. Das war die große Überraschung, und so mussten sich – der bisherige Vizepräsident Dr. Dietmar Österreich ist als hoch integrer, als fleißiger, als politischer und zuverlässiger Vizepräsident und natürlich als Vertreter des „Ostens“ gesetzt – der bisherige Vizepräsident Dr. Wolfgang Sprekels aus Hamburg und eben Frank aus Hessen selbst ins Spiel bringen.
Geht es eigentlich nur noch um die Frage, wen die Delegierten zu Engel neben Oesterreich als weiteren Vizepräsidenten wählen? Frank oder Sprekels – oder gar einen Dritten, der noch nicht will, aber immer wieder genannt wird, Niedersachsens Kammerpräsident Dr. Michael Sereny? Oder kommt ein weiterer Kandidat? – Wohl nicht nur, denn schon das beredte Schweigen der Kammerpräsidenten zur Nominierung Engels für das Präsidentenamt offenbarte, dass man sich längst nicht sicher ist, ob hier schon das letzte Wort gesprochen ist und ob auch wirklich genügend Delegierte im Herbst bei der Bundesversammlung dieser Nominierung folgen werden.
Noch viel unsicherer ist, ob Engel auch die Tandem-Lösung mit Frank mitmachen wird, wenn er selbst von den Delegierten gewählt wird. Oder ob die Delegierten sagen, „nun reicht es mit den Postenvergabe-Vorgaben“. Und nicht zuletzt betonen erfahrene Zahnärztepolitiker immer wieder, „auf Nordrheins Zusagen ist sowieso kein Verlass“. Für viele Kammerdelegierte – auch für sie gibt es ja noch kein Bild einer neuen BZÄK-Präsidialmannschaft – stellt sich eine ganz entscheidende andere Frage. Kann der neue Präsident dem Allmachtsanspruch der Hauptamtsfunktionäre der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), die auch bereits auf dem Umzugsweg ins Politzentrum Berlin ist, um ihre Führungsposition weiter zu manifestieren, so viel Widerstand entgegensetzen, dass eine von der Freiberuflichkeit dominierte Berufspolitik weiter möglich bleibt? Oder gibt der neue Präsident der Monetik-/Polit-Allmacht der KZBV nach, die sich nicht nur für Bema und GKV-Tarife, sondern auch für PKV-Basistarife und zumindest über die ZE-Festzuschüsse für die GOZ für zuständig hält? Geht er den KZBV-Weg von deren Führungsspitze der „Versozialrechtlichung“ unseres Gesundheitswesens mit, den die KZBV-Troika aus ihrer Abhängigkeit von der Politik dank der Aufsicht des Bundesgesundheitsministerium längst verinnerlicht hat?

Dazu gibt es von Engel außer der Zustimmung zu einer BZÄK-Resolution gegen die KZBV-/GKV-Basisaktivitäten bisher keine öffentliche Positionierung. Der bisherige BZÄK-Präsident, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, hat gerade darin, die BZÄK als unabhängige politische Führungskraft der Zahnärzte zu positionieren, sich in der Politik Glaubwürdigkeit zu sichern und die KZBV in die Schranken der Vertragszahnarzt-Vollzugsmannschaft zu verweisen, sein Profil in der vergangenen Monaten geschärft. Kann Engel diese Herausforderung bestehen? Diese Frage stellen sich immer mehr Kammerpräsidenten nach langjähriger Zusammenarbeit im BZÄK-Präsidium.
Und unter vorgehaltener Hand, zu ganz viel Verschwiegenheit verpflichtet, stellt man an den Kommentator die Frage – hoffend, dass sie öffentlich wird: Wäre es nicht besser, den „alten Präsidenten“ noch einmal zwei Jahre machen zu lassen? Gäbe es da nicht die Hürde einer Zweidrittelmehrheit, so heißt es aus Nord, aus Ost und aus Süd, „das beste wäre es“, gerade jetzt. Schon ist neuer Raum offen für Personalspekulationen wie: Wer wird dann Vize, kann Engel da mitmachen? Oder ist der neue Vize, oder gar einer der alten, dann in zwei Jahren der geborene Nachfolger?
Im BZÄK-Präsidium hat man sich gegenseitige Ehrenerklärungen abgefordert, kein Wort mehr an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Aber munter sprudeln die Nachrichten weiter. Geht es um Posten, also um Macht, herrschen die Intrige und das laute Gegacker wie in einem Hühnerhof, in dem sich ein neuer Hahn durchsetzen will.
Gilt in der großen Politik der Postenschacher zu Recht als Königsdisziplin, ist davon in der Berufspolitik sehr wenig zu erkennen.

wie Zahnschmerzen eine Nation bewegen

May 27, 2008

Der Bundestrainer schweigt und leidet (FTD)

Vor dem Testspiel gegen Weißrussland hat die deutsche Fußballnationalmannschaft schon jetzt einen Ausfall zu beklagen: Joachim Löw. Ihn plagt heftiges Zahnweh.

Tiefenpsychologisch interessant ist auch die Frage, wo die unerwünschte Energiekonzentration der Lebenskraft herrührte. Tatsächlich nur ein dentaler Defekt oder vielleicht doch ein übler Auswuchs der bitteren Entscheidungsfindung über die drei aus dem 26er-Aufgebot zu streichenden Spieler? Manch einem schlägt so was auf den Magen, andere bekommen Bauchschmerzen. Warum also nicht Zahnweh? Aufgedrängt hat sich für die Flugtickets nach Hause, die am Mittwoch vergeben werden, in den Tagen von Mallorca nämlich niemand. Alle Beteiligten bestätigten übereinstimmend, dass hervorragend und mit ungeheurem Einsatz trainiert wurde, der Teamgeist trotz des Konkurrenzkampfs exzellent gewesen sei und jeder mit vollem Einsatz bei der Sache war.

Borowski avanciert zum Streichkandidaten

Außer Tim Borowski, aber der kann nichts dafür. Der künftige Bayern-Spieler lag krank darnieder, während die anderen an ihrer Fitness feilten, “die von Tag zu Tag besser wurde”, wie Miroslav Klose verriet. Die Grippe kann man Borowski nicht vorwerfen, dennoch stempelt ihn sein Zustand angesichts der zentralen Bedeutung, die dem Trainingslager vom Bundestrainer beigemessen wird, zum Streichkandidaten Nummer eins.

Nach Kaiserslautern flog Borowski gar nicht mit, auf Mallorca blieben auch der noch an den Folgen eines Magen-Darm-Infekts leidende Arne Friedrich, der mit Muskelproblemen behaftete Mario Gomez sowie Kevin Kuranyi und Simon Rolfes. Diese hätten im Verein zuletzt so viel gespielt, dass ein spezielles Aufbautraining sinnvoll sei, hieß es. Da Michael Ballack fünf Tage nach der Niederlage mit seinem FC Chelsea im Champions-League-Finale am Montag endlich zur Mannschaft stieß, hat der Bundestrainer gegen Weißrussland also 20 Spieler zur Verfügung, von denen den Regeln gemäß 17 eingesetzt werden können und auch sollen.

Ob diejenigen, die in Kaiserslautern draußen bleiben müssen, auch die sind, die gestrichen werden, oder ob das Spiel als Bewährungsprobe für Wackelkandidaten dient, blieb ebenso offen wie die Frage, ob das mutmaßliche EM-Team beginnt oder noch experimentiert wird. Löw konnte dazu ja nicht mehr konsultiert werden. Wie dichtete doch Wilhelm Busch mit zahnmedizinischem Scharfblick: “Kurz, jede Form gewohnten Seins, die sonst real erscheint und wichtig, wird plötzlich wesenlos und nichtig.”


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“Das Zahnweh, subjektiv genommen, ist ohne Zweifel unwillkommen; doch hat’s die gute Eigenschaft, dass sich dabei die Lebenskraft, die man nach außen oft verschwendet, auf einen Punkt nach innen wendet und hier energisch konzentriert.” So dichtete Wilhelm Busch, und sollte Joachim Löw am Montag der Sinn nach Poesie gestanden haben, dann hätte er hier ein wenig Trost finden können.

Der Bundestrainer hatte Zahnweh, schon seit Sonntag, und am Montag war das Leiden so weit fortgeschritten, dass sein Sprechvermögen litt und er es vorzog, nicht vor die Presse zu treten und seine Ratschlüsse bezüglich des Testspiels gegen Weißrussland am Dienstag in Kaiserslautern (17.45 Uhr, ARD) zu verkünden. Das könnte Anlass zu einigen ketzerischen Fragen geben. Zum Beispiel, warum das ansonsten so perfekt organisierte EM-Funktionsteam des DFB keinen Zahnarzt dabeihat oder wenigstens jemanden, der auf diesem Gebiet firm ist – wo es doch sogar Schiedsrichter gibt, die ohne Weiteres zu einer spontanen Wurzelbehandlung in der Lage wären, wenn Not am Mann ist, oder besser gesagt im Mund. Und warum nicht bereits am Sonntag ein balearischer Dentist alarmiert wurde, der bei der Kunde, dass das nationale Fußballwohl auf dem Spiel stehe, bestimmt sofort den Bohrer geschnappt und sich ins Nobelquartier Son Vida verfügt hätte. So musste Löw am Montag sogar noch den Flug und das anschließende Training überstehen, bevor ihm endlich Linderung zuteil wurde.

„Allianz gegen die Änderung der Weiterbildungsordnung“

May 27, 2008

An der Basis der Zahnärztschaft rumort es. Vielen Zahnärzten geht zu weit, was da auf der Bundesversammlung im Herbst in Stuttgart beschlossen werden soll. Diese neue Weiterbildungsordnung ist nichts anderes als eine Lizenz zum Geld drucken für einige Wenige. DGZMK, Freier Verband und andere haben ganz offensichtlich schon längst den Fortbildungskuchen unter sich aufgeteilt. Dass sie dabei vielleicht die Rechnung ohne die Zahnärzte gemacht haben, zeigt dieser Aufruf vom BVAZ

Präzisierung zur Beitrittserklärung zur „Allianz gegen die Änderung der Weiterbildungsordnung“

Niemand derjenigen, die aufgerufen sind, der Allianz (gem. der noch einmal beiliegenden Erklärung)
beizutreten oder ihr bereits beigetreten sind, wurde oder wird aufgefordert, gleichzeitig Mitglied des
BVAZ zu werden oder gar alle Ziele und Verlautbarungen des BVAZ mit zu tragen.
Der BVAZ wird die Allianz auch nicht dazu missbrauchen, in irgendeiner Form dort „die Macht ergreifen“
oder eine Vorreiterrolle spielen zu wollen, wenn es der Allianz gelingen sollte, die Änderung
der Weiterbildungsordnung zu verhindern.
Die Beilagen des BVAZ in einigen Zahnärzteblättern haben nichts mit der Allianz zu tun, sondern
dienen lediglich der eigenen Mitgliederwerbung für den BVAZ und waren schon geplant und terminiert,
bevor die Allianzgründung in die Planung und Umsetzung ging.
Der BVAZ hat lediglich die Initiative ergriffen und zum Beitritt zu einer Allianz aufgerufen. Voraussehend,
dass potenzielle Allianzmitglieder mit den Zielen und Verlautbarungen anderer Mitglieder
Probleme haben könnten, wurde die Allianz auf nur ein einziges gemeinsames Ziel aller Teilnehmer
fokussiert: Die geplante Änderung der Weiterbildungsordnung zum Nachteil aller Allgemeinzahnärzte
gemeinsam zu verhindern.
In der Folge ist es abwegig, einen Beitritt zu dieser Allianz von irgendeiner anderen Position irgendeines
der Verbände abhängig zu machen, die der Allianz bereits beigetreten oder aufgerufen sind, ihr
beizutreten. Dazu sind die anderen berufspolitischen Positionen viel zu heterogen.
Wenn begonnen wird, die Zustimmung zum Beitritt zu dieser Allianz – welches zum Beitritt aufgerufenen
oder bereits beigetretenen Verbandes auch immer – von anderen berufspolitischen Positionen
als der der Verhinderung der Änderung der Weiterbildungsordnung abhängig zu machen, kann man
das Zustandekommen einer solchen, für die Zukunft aller Allgemeinzahnärzte unabdingbaren Allianz
derjenigen, die die Änderung der Weiterbildungsordnung verhindern wollen, vergessen. Dazu sind
die Positionen derjenigen, die aufgefordert sind, der Allianz beizutreten oder ihr bereits beigetreten
sind, viel zu unterschiedlich.
Es ist genau so logisch wie es voraussehbar war, dass von interessierter Seite versucht werden wird,
das Zustandekommen der Allianz und damit die Ablehnung der Änderung der Weiterbildungsordnung
zu torpedieren, indem man erhebliche Anstrengungen unternimmt, andere als die einzige in der
Erklärung benannte berufspolitische Position mit dem Beitritt zu dieser Allianz zu verknüpfen. Gerade
deshalb besteht die Erklärung zum Beitritt zur Allianz nur aus einem einzigen Punkt: “Allianz
gegen die geplante Änderung der Weiterbildungsordnung”.
Dieser genau so typischen wie leicht durchschaubaren “divide-et-impera-Strategie” gegenüber gilt es
unmissverständlich zu bleiben. Konsequent ist es daher, jegliche Diskussion über andere berufspolitische
Positionen anderer der Allianz beigetretener oder ihr beitreten wollender Verbände mit dem
unmissverständlichen Hinweis abzulehnen, dass die von eigenen, anderen berufspolitischen Position
abweichenden Positionen anderer beigetretener oder beitreten wollender Verbände momentan völlig
nebensächlich für die Allianz sind und daher nicht zur Diskussion stehen. Grund für einen Allianzbeitritt
soll vielmehr nur eine einzige Position sein: Die gemeinsame Überzeugung, dass die geplante
Änderung der Weiterbildungsordnung zum Nachteil aller Allgemeinzahnärzte unbedingt verhindert
werden muss!”
Dr. Dr. Rüdiger Osswald, Geschäftsführer des Berufsverbands der Allgemeinzahnärzte (BVAZ)

…und Bild spricht mit den Kariesbakterien

May 26, 2008

und mit Herrn Professor Doktor Stefan Zimmer:

Was ist das Beste für meine Zähne?

Autsch! Zahnschmerzen – Millionen Deutsche trifft es regelmäßig. Häufigste Ursache: Karies – Zahnfäule. Sie entsteht durch Bakterien in der Mundhöhle, die aus Zucker Säure bilden und den Zahnschmelz erweichen.

Löcher im Zahn. Jetzt hilft nur noch der Bohrer: Der Zahnarzt entfernt die faule Zahnsubstanz, um dann mit einer Füllung die Form wiederherzustellen.

Doch welche Füllung ist die beste? Amalgam? Gold? Kunststoff? Zahnarzt Professor Stefan Zimmer (49, Uni Düsseldorf) klärt auf:

Amalgam:
Mischung (Legierung) aus verschiedenen Metallen, die vor allem Silber enthält. Amalgam wird aus optischen Gründen aber kaum noch verwendet (nicht zahnfarben), und eignet sich eher für Löcher in den Backenzähnen (Kasse übernimmt die Kosten). „Amalgam ist aber nicht gesundheitsschädlich“, betont Prof. Zimmer. Daher gibt es keinen medizinischen Grund, vorhandene Amalgamfüllungen auszutauschen.