Archive for June, 2008

Verbände gründen neuen Bundesverband MEDI-Genossenschaften

June 30, 2008

Der Bundesverband der Ärztegenossenschaften, MEDI und der NAV-Virchow-Bund haben in Berlin eine gemeinsame Genossenschaft für frei verhandelte Selektivverträge gegründet: Mit dem BVMG (Bundesverband MEDI-Genossenschaften) wollen sie ihre Kräfte für Vertragsgestaltung und Vertragsumsetzung bündeln. Der BVMG soll zukünftig Rahmenverträge für die Mitglieder der Gründungsverbände aushandeln, die Genossenschaft ist aber auch für den Beitritt weiterer Berufsverbände offen, heißt es in einer Mitteilung.

„Dies ist ein Signal an Kostenträger und Politik, dass wir unsere Zukunft aktiv mitgestalten wollen“, erklärt Dr. Werner Baumgärtner, Bundesvorsitzender von MEDI. „Wir wollen künftig die Interessen unserer Mitglieder bei Direkt- und Selektivverträgen durchsetzen und neue Versorgungskonzepte und Versorgungsstrukturen entwickeln.“

Dr. Klaus Bittmann, Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes ergänzt: „Wir streben eine enge Kooperation mit dem Hausärzteverband an und stehen weiteren freien Verbänden offen.“ Die fachübergreifenden Gründungsverbände repräsentieren bundesweit über 40.000 niedergelassene Ärzte. „Als ärztliche Interessenvertretung ohne das Korsett der Körperschaften der Kassenärztlichen Vereinigung sind wir bereit, Verantwortung für eine qualifizierte Patientenversorgung zu übernehmen“, unterstreicht Bittmann.

„Wir stehen im Umbruch des Gesundheitssystems. Da ist es unsere Pflicht, der Ärzteschaft durch Erfolge Mut zu machen“, betont Dr. Uwe Trulson, neuer Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Ärztegenossenschaften Deutschlands: „Wir werden die Herausforderungen dieses Umbruchs annehmen“.

Der BVMG hat seinen Sitz in Berlin. Den dreiköpfigen Vorstand bilden die Vorsitzenden der Gründerverbände, Dr. Werner Baumgärtner, Dr. Klaus Bittmann und Dr. Uwe Trulson. Der BVMG wird Vertragsgemeinschaft aber auch Dienstleister für die Abrechnung von selektiv verhandelten Versorgungsverträgen sein.

(aus Facharzt.de)

Fit for ??? egal?

June 28, 2008

meine Güte, manche Slogans sind so abgedroschen, die kann man irgendwann einfach nicht mehr hören

Fit for Future ist so einer. Haha, zum Glück kennt ja keiner die Zeitschrift “Fit for Fun”, und von daher weis auch niemand, wo die Idee geklont wurde….

Dann hatte der Freie Verband eine Fortbildungsreihe unter dem Namen, die auch mehr schlecht als recht lief und nun bringt der BDIZ den alten Hut schon wieder:

12. BDIZ EDI Symposium in Frankfurt/Main: “Brennpunkt ZahnMedizin – Fit for Future”

Der Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa (BDIZ EDI) veranstaltet seinen Jahreskongress zum ersten Mal gemeinsam mit einer Zahnärztekammer, der Landeszahnärztekammer Hessen. Gemeinsam richten sie am 7. und 8. November 2008 ein zweitägiges Fortbildungs-Event aus, das ganz in der Tradition der Hessischen Zahnärztetage und der BDIZ EDI-Symposien der vergangenen Jahre mit Berufspolitik, Recht und Abrechnung und einem umfangreichen wissenschaftlichen Programm aufwartet.

Freier Verband: weiteres Schrumpfen vorausgesagt!

June 27, 2008

Dr. Klotz: Der Freie Verband zeigt keine klaren Konzepte und wird weiter schrumpfen

Am 15. April 2008 haben wir die Original-Pressemitteilung des FVDZ-Bundesverbandes zu den Vorgängen im Landesverband Bayern eingestellt, so adp. Ergänzend veröffentlichen wir heute ein Telefon-Interview mit dem ehemaligen, nunmehr ausgeschlossenen, stv. Landesvorsitzenden des FVDZ Bayern, Dr. Peter Klotz zu diesem anhaltend brisanten Thema:

adp:

Herr Kollege Klotz, die Headline der Pressemitteilung des FVDZ Bund vom 15.04.2008 lautet „Grundstein für Neuanfang in Bayern gelegt – Außerordentliche Landesversammlung: FVDZ-Landesverband mit neuer Führung“. Können Sie dies bestätigen?

Klotz:

Nein. Durch Ausschlüsse, Ausschlussverfahren und weitere umstrittene „Abstrafungen“ gegen FVDZ-Mitglieder aus Bayern hat der Bundesvorstand des FVDZ bewirkt, dass sich die klare Mehrheit der Delegierten zur Landesversammlung des FVDZ Bayern entweder nicht mehr im FVDZ engagieren darf oder dies will. Insofern schafft man wohl eine Befriedung, sondern höchstens Friedhofsruhe, da die bayerische Mehrheitsfraktion schlicht wegfällt.

adp:

Viele außerhalb Bayerns verstehen den dortigen Zwist im FVDZ nicht. Können Sie kurz die Positionen der beiden „Lager“ auf einen Punkt bringen?

Klotz:

Die Mehrheitsfraktion des FVDZ in Bayern bekannte und bekennt sich expressis verbis zu den Zielen von Präambel und Satzung des FVDZ und steht für eine glasklare Interessensvertretung des in freier und eigener Praxis tätigen Zahnarztes ein. Sie möchte daher keinesfalls einen Wahlverein für die KZVB darstellen, die als KdöR letztlich die Gesundheitsgesetzgebung zum Schaden von Patient und Zahnarzt zu verwalten hat. Auf der ao Landesversammlung des FVDZ Bayern vom 12.04.2008 wurde aus den Statements des Bundesvorsitzenden Dr. Sundmacher sowie des bayerischen FVDZ-Minderheitsführers Dr. Manfred Kinner unmissverständlich klar, dass der FVDZ in deren Interpretation ein reiner Wahlverein für die lukrativen KZV-Posten sei, eine Interessensvertretung derer, die laut Redebeiträgen bei der ao Landesversammlung ihren Lebensmittelpunkt in den KZVen und der KZVB sähen.

adp:

Diverse Maßnahmen und juristische Schritte des FVDZ Bund der letzten Monate beschäftigten sich nur mit bayerischen Mitgliedern. Konnten hier bei der ao LV strittige Punkte gütlich gelöst werden?

Klotz:

Hierzu entwickelte sich auf der ao LV eine stundenlange und ermüdende Diskussion, bei der weder die angereiste FVDZ-Bundesspitze mit Dr. Sundmacher und Dr. Otterbach (bezüglich der Ausschlüsse, Ausschlussverfahren und ungerechtfertigten juristischen Massnahmen gegen FVDZ-Mitglieder) noch Dres. Kinner, Schott, Zajitschek (bezüglich einer von vielen geforderten freiwilligen zweijährigen “Abstinenz” dieser Personen im Landesvorstand) irgendeine Kompromissbereitschaft erkennen ließen, um die sie mehrere Redner im Sinne einer möglichen Einigung der bayerischen Lager baten. Letztlich führte ein Geschäftsordnungsantrag des Bundesvorstandsmitglieds Schneck, der zuvor in der ao Landesversammlung kein einziges Mal das Wort ergriffen hatte, dazu, dass alle Anträge zu den obigen Themen durch Übergang zur Tagesordnung nicht mehr abgestimmt wurden.

adp:

Es fanden auch Wahlen bei der ao LV statt.

Klotz:

Aufgrund der durch den Bundesvorstand beschlossenen Ausschlüsse existiert weiterhin kein echter Geschäftsführender Landesvorstand des FVDZ Bayern und es gibt auch keinen Landesvorsitzenden. In Ingolstadt wurde wegen der schwebenden Verfahren lediglich ein stv. Landesvorsitzender und eine Beisitzerin gewählt. Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings schon die meisten Delegierten abgereist, so dass bei diesen Wahlen deutlich weniger als 30 Delegierte der eigentlich mehr als 70 Delegierte umfassenden Landesversammlung abstimmten.

adp:

Konnten die anwesenden Bundesvorsitzenden des FVDZ, Dr. Sundmacher und Dr. Otterbach auf der Versammlung klare Konzepte vorlegen, wie und wo der FVDZ in Zukunft die berufspolitischen Interessen seiner Mitglieder vertreten möchte?

Klotz:

Nein

adp:

Zum Abschluss, wie wird es in Bayern weitergehen?

Klotz:

„A KZV werds immer gebn“ (für außerbayerische Leser: „Eine KZV wird es immer geben“) lautet bekanntlich das Credo des nunmehrigen starken Mannes im verbleibenden Rest-FVDZ. Er wird den Verband auf diesen Kurs einschwören. Die Austrittswelle in Bayern wird dadurch aber kaum gestoppt werden. Die große Mehrheit der bisher engagierten wird sicherlich allerdings ihren Vorstellungen von echter Standespolitik treu bleiben und stringent die Interessensvertretung des in freier und eigener Praxis tätigen Zahnarztes wahrnehmen und die direkte, von Ditten unbeeinflusste Arzt-Patienten-Beziehung unterstützen. Der FVDZ wird weiter schrumpfen. Es wird ein neuer Verband entstehen müssen, um sich um die Politikfelder zu kümmern, die der FVDZ vernachlässigt.

(adp)

BDK-Wahl: Kritiker sehen “Debakel für den Bundesvorstand”

June 26, 2008

aus FAcharzt.de

Mit einem phantastischen Wahlergebnis hoben die Mitglieder des Berufsverbandes Deutscher Kieferorthopäden (BDK) den bisherigen Bundesvorstand erneut an die Spitze des Verbandes und belohnten ihn so für die erfolgreiche Arbeit in der zurückliegenden Amtsperiode – dies ist zumindest der Presseerklärung des BDK zur Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag zu entnehmen. Nach Meinung einiger Landesvorsitzender war die Wahl jedoch alles andere als ein demokratischer Prozess: Sie sprechen sogar von einem „Debakel für den Bundesvorstand“.

Bei den Kritikern der derzeitigen Bundesspitze um die Vorsitzende Dr. Gundi Mindermann handelt es sich unter anderem um die BDK-Landesvorsitzenden aus Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen, die sich in der Arbeitsgruppe „BDK Konkret“ zusammengeschlossen haben (wir berichteten). Ihrer Meinung nach haben die Aktionen Mindermanns dem Verband in der Vergangenheit eher geschadet als genutzt.

Der misslungene Versuch des Systemausstiegs sowie das wenig diplomatische Vorgehen in Gesprächen mit Vertretern der Politik oder in den Gremien der Bundeszahnärztekammer habe den BDK Glaubwürdigkeit gekostet, argumentierten die Kieferorthopäden bereits vor der Wahl in Rundschreiben und auf der Internetseite ihrer Arbeitsgemeinschaft. Inzwischen finde der Berufsverband durch das Auftreten der Bundesvorsitzenden auf politischer Ebene kaum noch Gehör. Mindermann werde von Funktionären und Politikern auf Grund des misslungenen Systemausstiegs und ihrer Forderung „Kieferorthopädie nur den Kieferorthopäden“ nicht mehr als akzeptabler Gesprächspartner gesehen. Vom Mindermannschen Vorstand werde auch der Fakt, dass „das Schicksal der Kieferorthopäden bei der Novellierung der GOZ in den Händen der BZÄK“ liege, komplett negiert.

Umstände, die laut „BDK-Konkret“ neben weiteren politischen Fehlern zu Enttäuschung und Protesthaltung bei vielen – eigentlich wahlberechtigten – Kieferorthopäden geführt haben: Zwar habe Mindermann rund 150 Stimmen auf sich vereinen können. Dies seien aber insgesamt nur noch sechs Prozent der Mitglieder. Beim Amtsantritt der Kieferorthopädin aus Bremervörde seien es noch 280 Stimmen gewesen. Erschwerend komme hinzu, dass die Stimmen für Mindermann nahezu ausschließlich aus den Landesverbänden Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gekommen seien. Die Vorsitzenden sechs weiterer Landesvorstände hätten vor der Wahl aus Protest den Saal verlassen, heißt es in einem aktuellen Rundschreiben des „BDK Konkret“.

Der derzeitige Bundesvorstand habe es vor und während der Versammlung geschickt verstanden, die Kritiker seiner Arbeit auszubremsen. „Bereits im Anfangsstadium der begonnen Sachdiskussion wurde der Schluss der Rednerliste von den durch den überraschend vorverlegten Wahltermin extrem selektierten Teilnehmern beschlossen. Dadurch wurde die dringend erforderliche, ausführliche Diskussion der unterschiedlichen Argumente und Konzepte abgewürdigt“, heißt es in dem Rundschreiben, das der Redaktion vorliegt. Die Chance einer Kompromissfindung und Einigung in der Diskussion zwischen den „auseinanderdriftenden Kräften innerhalb des BDK“ sei dadurch nicht möglich geworden.

Wiederholt kritisieren die Kieferorthopäden den Zeitpunkt der Wahl: Mit „fadenscheinigen Begründungen“ habe der Bundesvorstand den Termin kurzfristig und völlig überraschend um ein halbes Jahr vorverlegt. Viele Mitglieder hätten daher im Vertrauen auf die ursprüngliche Terminierung und aufgrund der besonderen Terminvorgaben in ihren Ländern nicht mehr umdisponieren können. Diese wahltaktische Vorverlegung habe es Mindermann und Anhängern erlaubt, gezielt die ihnen gewogene Mitglieder zur Versammlung zu bringen. „Die Landesverbände der AG –BDK-Konkret sind sich einig, nach diesem Ergebnis ihre Arbeit zum Vorteil Ihrer Mitglieder weiter auszubauen und zu verstärken!“, geben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe in ihrem Rundschreiben kämpferisch.

Das vollständige Dokument können Sie hier herunterladen

wie überflüssig ist die KZBV – Vertreterversammlung?

June 26, 2008

KZBV-Vertreterversammlung – ein völlig überflüssiges Parlament so schreibt Chefredakteur Jürgen Pischel in der DZW

„Den Spielplan bestimmt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) – das Stück wird in jedem Fall gegeben“, konstatierte auf der Vertreterversammlung (VV) der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) deren Vorsitzender Dr. Jürgen Fedderwitz zum „PKV-Basistarif“. Und vorab stellte er als Maxime des politischen Handelns heraus: „Der Mangel soll verwaltet, der medizinische Berufsstand geteilt und beherrscht, der Weg zur Einheitsversorgung unbeirrt und in Etappen beschritten werden. Kein Wunder also, dass das Drama Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erneut auch auf dem Spielplan unserer heutigen Vertreterversammlung steht“.

Welch ein Eingeständnis des großen Vorsitzenden, der blumige Beschreibungen und drastische Formulierungen liebt, zur eigenen Ohnmacht im wohldotierten Amt als „Chefbürokrat“ der Vertragszahnärzte. Da hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten an den Voraussetzungen für eigenes politisches Handeln als oberste Vertretung der Vertragszahnärzte wenig geändert. Nur die Einstellung, die „Verkaufe“, das „Marketing“ des eigenen Handelns und Tuns hat sich mit der Einführung der Hauptamtlichkeit völlig gewandelt, seitdem der Vorstand nicht mit „Ehrenamts-Vorsitzenden“, sondern mit vollbezahlten Vorständen – im Schnitt erhalten sie mit allen Zusatzleistungen 250.000 Euro im Jahr und mehr (zusätzlich bis zu 30 Prozent Praxistätigkeit und deren Weiterführung) – besetzt ist.

Früher, bei den gerechterweise auch nicht schlecht dotierten „Ehrenamtlern“ (bis zu 150.000 Euro und mehr) lautete die Maxime berufspolitischen Handelns zu den Anfechtungen aus der Politik: „Wir werden das Schlimmste verhindern“. Und in den Rechenschaftsberichten hieß es dann: „Wir haben das Allerschlimmste verhindert“. Heute, bei den Berufsfunktionären, heißt es zur eigenen Rolle im BMG-Spielplan: „Wir müssen die Handlung mitzubestimmen versuchen“, so Fedderwitz. Und beim Rechenschaftsbericht wird dann mit stolz geschwellter Brust verkündet: „Wir haben das Beste daraus gemacht“.

Gott sei Dank sind alle politischen Vorgaben vorab mit so dramatischen Horrorszenarien – Stichworte „Budget ist Honorarraub“ oder „Basistarif – der Weg in die Einheitsversicherung“ – beschrieben worden, dass jede kleinste Lösung nachträglich zur Erlösung hochstilisiert werden kann. Wagt es einmal jemand, wie zum Beispiel der Freie Verband Deutscher Zahnärzte, bestimmte Handlungsleitlinien des KZBV-Vorstands anzuzweifeln, dann werden dessen Einwendungen auf die Basis „Gerüchte und Halbwissen“ reduziert und die Kritiker in der VV („wir sind ja sonst in vielen Punkten einer Meinung, aber …“) mit intellektuell verbrämter Häme abgebügelt.

Eine wirkliche politische Diskussion um einen möglichen besseren, anderen als den vom Vorstand vorgegebenen Weg findet in der VV nicht mehr statt, sind doch die hauptamtlichen Vorstände der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen)  in der Mehrheit – von der Politik quasi „von Amts wegen“ in die VV delegiert – und somit unter sich. Um wenigstens mit „Beratungen“ über den Tag zu kommen, stellen dann KZV-Hauptamtsvorsitzende in der VV angeblich schwierige, juristisch bestimmte Fragen mit der Bitte um Rechtsauskunft aus dem KZBV-Justiziariat heraus an den Vorstand.

Themen wie eine mögliche Übergangslösung für die Zahnärzte, die in den nächsten Monaten von der ab Januar 2009 auf Bestreben der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) aufgehobenen 68er-Regelung noch betroffen sein könnten, werden bürokratisch-juristisch als prospektiv –  noch liege keine Bundestagsdrucksache vor – abgeschoben.

Breiteste Überlegungen, in die schon viel Zeit und Reisekosten/Sitzungsgelder investiert worden sind, gibt es zu sogenannten Selektivverträgen, also möglichen Direktverträgen von Kassen mit Leistungserbringern (Gruppen). Hier gilt es zu verhindern, dass etwas geschieht, wodurch KZBV und KZVen ausgeschaltet werden könnten. Schon heute gilt es also, mit künftig angegliederten Organisationsstrukturen Vorbeugung gegen eine politisch angestrebte Aushöhlung der KZVen-Allmacht – „wir vertreten zu 90 Prozent das Kerneinkommen jedes Zahnarztes und sind deshalb die geborene, monetär gesicherte Interessenvertretung“ – zu betreiben. Und auf jeden Fall ist alles zu unterbinden, was der Gesetzgeber zur Liberalisierung der Praxisorganisation geöffnet hat, könnten doch größere Praxiseinheiten Direktvertrags-gefährdet sein.

Die höchste Stufe politischer Inkompetenz hat die KZBV-VV aber mit dem Beschluss zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) geliefert. Da berichtete der Vorstandsverantwortliche am Vormittag über ein völliges Scheitern aller KZBV/KZV-Initiativen und Forderungen, kündigt aber gleichzeitig eine Beteiligung am „eGK-Rollout“ vonseiten KZBV an. Am Nachmittag beschließt man, die eGK grundsätzlich in heutiger Form abzulehnen und sie möglichst so nicht einzuführen. Wahrhaft, eine Vertretung der Überflüssigkeit.

„Den Spielplan bestimmt das BMG“ – die KZBV setzt um

June 25, 2008

Verhandlungen zum Basistarif werden fortgeführt – „eGK-Rollout“ hat begonnen – so die DZW

Die „Einführung des Basistarifs in der Privaten Krankenversicherung (PKV)“ ist ein Schritt in die Einheitsversicherung, aber „wir müssen ihn in den PKVen verhandeln“, so der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, auf der Vertreterversammlung (VV) vergangenen Mittwoch in Köln. Die bisherigen Versuche, die elektronische Gesundheitskarte (eGK) zum Laufen zu bringen, seien gescheitert, die festgelegten Strukturen entsprechen in keinem Punkt den Forderungen der Zahnärzteschaft, „aber wir haben mit dem Rollout zur Einführung der eGK begonnen“, so der stellvertretende KZBV-Vorsitzende Dr. Günther E. Buchholz in seinem Rechenschaftsbericht vor der VV. „Selektiv-Verträge“ zwischen Krankenkassen und einzelnen Zahnärzten beziehungsweise Zahnärztegruppen lehnt man grundlegend ab, aber über ein „Migrationsmodell“ will die KZBV sich in das „Handling“ der Direktverträge von Zahnärzten und Krankenkassen mit einschalten.

„Den Spielplan bestimmt das Bundesgesundheitsministerium (BMG), das Stück wird in jedem Fall gegeben“, stellte Fedderwitz zum PKV-Basistarif fest. Trotz einzelner Aufforderungen aus Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen), die KZBV solle sich aus den Verhandlungen zum PKV-Basistarif zurückziehen, beharrte die KZBV-Führung – voran der Verhandlungsführer für die Zahnärzteschaft, der stellvertretende KZBV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Eßer – darauf, dass es „meine Intention und die des Vorstands ist“, den Basistarif „so unattraktiv wie möglich für die Versicherten“ zu machen. Gemeinsam mit dem PKV-Verband sei man sich einig, dass der Basistarif „nicht mehr zu einem Erfolgsmodell werde“ und ihm nur 100.000 Versicherte betreten werden.

Sollten sich mehr Versicherte – es wird von bis zu vier Millionen gesprochen, die in den Basistarif überwechseln könnten, vor allem wenn die Beihilfeberechtigten indirekt dazu gezwungen werden und viele ältere freiwillig Versicherte aus Beitragsgründen wechseln – im PKV-Basistarif einfinden, dann werde „neu verhandelt“, beharren Fedderwitz und Eßer auf der KZBV-Position eines „Vorvertrags“ mit den PKVen. Keine Verhandlungen bedeute Schiedsstelle mit einem „nachteiligen Schiedsspruch“ oder ein „Überstülpen“ der Regelungen, die die Ärzteschaft mit den PKVen getroffen hätten. Und diese seien für die Zahnärzte schlecht.

Anders als im Freien Verband sieht die KZBV-Spitze trotz der Bemerkungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur „Behandlungspflicht des Vertragszahnarztes von Basistarif-Versicherten“ eine Verpflichtung, dass jeder Kassenzahnarzt auf der Grundlage des „Sicherstellungsauftrags der KZVen“ zur Behandlung herangezogen werden könne. Hier gab es in der KZBV-VV einen Disput über eine Auslegung der „Therapiefreiheit“ des Zahnarztes und der „freien Zahnarztwahl“ der Versicherten, der aber am Behandlungspflichtgrundsatz aus KZBV-Sicht nichts änderte.

Als „zwingend erforderlich“ sieht die KZBV „ein Ende der Budgetierung im zahnärztlichen Bereich“. Die KZBV will ein Konzept für die Aufhebung der Budgetierung mit den KZVen gemeinsam erarbeiten, dass der VV im Herbst vorgelegt werden soll, um es in die politische Diskussion einzubringen. Die im Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄndG) und dem Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG) beschlossenen Maßnahmen zur Flexibilisierung und Liberalisierung der Berufsausübung seien „mit der starren und inflexiblen Budgetierung nicht mehr vereinbar“.

In der KZBV-VV lehnte man in einer einstimmig beschlossenen Resolution den „Basis-Rollout“ der eGK ab, da mit diesem Projekt weder Erkenntnisgewinn noch Mehrwert erreicht werde, sondern zusätzliche Kosten entstehen, die dem System an anderer Stelle entzogen werden. Parallel kündigte Buchholz aber für die KZBV an: „Wir mussten in den letzten Wochen davon ausgehen, dass auf Druck des BMG, der Gematik und des Landesministeriums Nordrhein-Westfalen der Rollout trotz unseres Protests durchgeführt werden würde, und haben daher parallel zu unserer politischen Arbeit mit den notwendigen Vorbereitungen auf der Fachebene begonnen – in weiser Voraussicht übrigens, denn letzten Donnerstag haben alle betroffenen Organisationen unter der Moderation des Landesministeriums den Rollout-Beginn in Nordrhein akzeptiert.“

Falsch gebohrt,teuer berechnet

June 25, 2008

über Ärger mit dem Zahnarzt berichtet WISO:

Zahnärzte, die krank machen und falsch abrechnen: Das lassen sich viele Patienten nicht mehr gefallen, sie melden Kunstfehler und Streitigkeiten bei der Rechnung. Was Patienten machen können, wenn falsch gebohrt wird, die Brücke nicht richtig sitzt oder die Füllung teurer wird als vereinbart, erklärt Wolfgang Schuldzinski von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

ZDFonline: Kann die Kasse verlangen, dass man eine mangelhafte Leistung beim gleichen Arzt in Ordnung bringen lässt?

Schuldzinski: Nur wenn der Behandlungsfehler so gravierend war, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt zerstört ist. Dabei kommt es auf den Eindruck des Patienten an.

ZDFonline: Wie geht man gegenüber dem Zahnarzt vor, wenn man den Eindruck hat, dass der Zahnersatz nicht passt?

Schuldzinski: Zunächst einmal das Gespräch suchen und Nachbesserung verlangen. Weigert sich der Zahnarzt, dann an die Kasse wenden und um Unterstützung bitten. Die Kasse wird ein Gutachten in Auftrag geben. Privatversicherte müssen sich an die Zahnärztekammern wenden um ein Gutachten zu erhalten.

Bei einem festgestellten Mangel muss der Zahnarzt nachbessern, es sei denn es liegt ein so schwerer Fehler vor oder er hat schon erfolglos nachgebessert, dann kann der Patient einen anderen Zahnarzt beauftragen.

ZDFonline: Kann die Kasse den Zuschuss zum Zahnersatz verweigern, wenn eine Neuanfertigung wegen eines Ärztepfuschs erforderlich ist?

Wolfgang Schuldzinski: Nein, die Kasse schuldet dem Versicherten den Zuschuss zu einem funktionierenden Zahnersatz. Wenn durch Ärztepfusch hier Mehrkosten entstehen, muss dies nicht der Patient tragen. Übrigens natürlich auch nicht den Eigenanteil an der Zahnarztrechnung.

ZDFonline: Wie geht man vor, wenn die Kasse eine beantragte Leistung ablehnt?

Schuldzinski: Zunächst einmal ist es wichtig, dass man die Ablehnung schriftlich bekommt. Immer mehr Kassen erledigen eine Vielzahl der Anliegen ihrer Versicherten telefonisch. Die freundliche Mitarbeiterin des Call-Centers ruft an und teilt dem Versicherten mit, dass die Leistung leider nicht bewilligt werden kann.

Damit die Ablehnung überprüft werden kann, sollte man auf einem schriftlichen Bescheid bestehen. Das gilt übrigens auch, wenn die Leistung genehmigt wurde. Manchmal sind in der Genehmigung Detailregelungen enthalten um die es später Ärger geben kann.

ZDFonline: Wie lange hat man Zeit einen Widerspruch einzulegen?

Schuldzinski: Grundsätzlich 30 Tage nachdem der Bescheid der Kasse zugestellt wurde. Diese Frist gilt aber nur, wenn die Kasse in ihrem Brief auch in der sogenannten Rechtsbehelfsbelehrung darauf hinweist . Leider unterlassen viele Kassen diesen Hinweis. Unterbleibt der Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit beträgt die Frist dann ein Jahr. Zur Fristwahrung empfiehlt sich ein Einschreiben oder die persönliche Abgabe bei der Kasse gegen Empfangsbestätigung.

ZDFonline: Muss der Widerspruch begründet werden?

Schuldzinski: Das ist zwar nicht vorgeschrieben, aber ratsam, damit der Bearbeiter bei der Kasse sehen kann warum der erste Bescheid denn fehlerhaft gewesen sein soll. Allerdings spricht nichts dagegen, zunächst innerhalb der Frist Widerspruch einzulegen und die Begründung erst anzukündigen. Manchmal muss zum Beispiel erst weiteres Material gesammelt werden, etwa eine Rücksprache mit dem Arzt.

ZDFonline: Und wenn der Widerspruch auch abgelehnt wird?

Schuldzinski: Dann bleibt die Klage vor dem Sozialgericht. Auch diese Klage muss 30 Tage nach Erhalt des Widerspruchsbescheids eingereicht werden. Fehlt auch im Widerspruchsbescheid der Hinweis auf die Klagemöglichkeit, hat man ein Jahr Zeit. Das Sozialgericht ermittelt von sich aus den Sachverhalt, man braucht keinen Anwalt. Es ist aber dennoch ratsam einen spezialisierten Anwalt für Sozialrecht hinzuzuziehen.

ZDFonline: Welche Kosten entstehen?

Schuldzinski: Der Widerspruch ist kostenlos. Beim Sozialgericht fallen ebenfalls keine Kosten an. Schaltet man einen Anwalt ein, muss man dessen Kosten vorstrecken, erhält sie aber im Falle eines Obsiegens von der Kasse zurück. Das gilt für Widerspruchsverfahren und Klage.

ZDFonline: Was kann man machen, wenn die Kasse einfach nicht antwortet auf den Antrag oder den Widerspruch?

Schuldzinski: Leider kommt es immer wieder vor, das die Kassen Monate brauchen um Anträge oder Widersprüche zu bearbeiten. Das muss man sich nicht gefallen lassen. Nach drei Monaten kann man eine sogennnte Untätigkeitsklage beim Sozialgericht erheben. Meistens reicht die Androhung einer solchen Klage bei der Kasse aus, um eine zügige Bearbeitung zu erreichen.

ZDFonline: Wo gibt es Hilfe wenn man Ärger mit der Krankenkasse hat?

Schuldzinski: Leider gibt es in Deutschland keine flächendeckende unabhängige Patientenberatung. Vereinzelt bieten Patientenberatungsstellen, die in einem Modellprojekt von den Kassen finanziert werden, Informationen an. Chronisch Kranke erhalten über die jeweiligen Selbsthilfegruppen oft wertvolle Hinweise. Für ihre Mitglieder bieten die Sozialverbände VdK und SoVD Unterstützung an. Zu allen rechtlichen Fragen bieten die Verbraucherzentralen Hilfe an.

Schmidt: Ärzteflucht findet nicht statt

June 24, 2008

zu Facharzt.de

Die massenhafte Auswanderung von Ärzten aus Deutschland in den vergangenen Jahren hat nicht stattgefunden – das hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) jetzt allen Abgeordneten der Großen Koalition unter Bezug auf die zentralen Ergebnisse der „Ärztestatistik 2007“ der Bundesärztekammer mitgeteilt, berichtet die „Hildesheimer Zeitung“ heute.

Die „Zahl abgewanderter Ärzte ist niedriger als die nach Deutschland zugewanderter Ärzte“, sei in dem Schreiben zu lesen. Während 2007 die Zahl der ausländischen Ärzte in Deutschland bei insgesamt 20.434 gelegen habe, seien 15.916 deutsche Ärzte im Ausland tätig gewesen. Von den im vergangenen Jahr aus Deutschland abgewanderten 2.439 Medizinern (2006 waren es 2.575) seien etwa 25 Prozent ausländische Ärzte, die in ihre Heimat zurückgekehrt seien.

Die Zuwanderung ausländischer Ärzte nach Deutschland liege nach Darstellung der Bundesärztekammer „regelmäßig jährlich zwischen 1.400 und 2.000“. Schmidt habe in ihrem Brief an die Abgeordneten betont: Die in den Medien berichtete „Flut von ausgewanderten Ärzten nach Großbritannien ist in Wahrheit ein Rinnsal“. Nach Großbritannien seien im vergangenen Jahr nur 101 Ärzte ausgewandert.

„Von den weiteren Ergebnissen der Ärztestatistik hebt die Gesundheitsministerin die Gesamtzahl der gemeldeten Ärzte von 413.696 im Jahr 2007 hervor. Das seien 1,2 Prozent mehr als 2006 – ein historischer Höchststand“, schreibt die Zeitung.

Preis für St. Galler Zahnarzt dank Keim und Weichkäse

June 23, 2008

Johannes Kampfer überzeugte mit einer Forschungsarbeit eine deutsche Jury

St. Margrethen. Als Kind trug Johannes Kampfer eine Spange und verbrachte viel Zeit beim Zahnarzt. Heute befreit der 24-Jährige andere von Zahnschmerzen. Für eine Forschungsarbeit erhielt er nun eine Auszeichnung.

Diana Bula

Im vergangenen Herbst schloss Johannes Kampfer an der Uni Zürich sein Zahnarztstudium ab. Damals war er 23 Jahre alt und der jüngste aller Abgänger. «Ich habe kein Zwischenjahr eingelegt und musste keinen Militärdienst absolvieren», sagt er. Hinzu kommt, dass Johannes Kampfer mit seiner Familie mehrere Jahre in Rom lebte. Vater Hannes Kampfer, der ehemalige Rektor der Kantonsschule Heerbrugg, unterrichtete dort an der Schweizer Schule. «Und in Rom schult man die Kinder eben ein Jahr früher ein als in der Schweiz», so Johannes Kampfer.

Zweiter Schweizer Preisträger

Nicht nur wegen seines jungen Alters fällt der Rheintaler auf. Auch mit einer Forschungsarbeit machte er auf sich aufmerksam. In dieser bewies er, dass Lebensmittel-Bakterien – wie sie zum Beispiel in Weichkäse, Oliven oder Aufschnitt vorkommen – provisorische Zahnfüllungen durchdringen und somit eine erfolgreiche Wurzelbehandlung verunmöglichen können. «Ich habe viel Zeit in die Arbeit investiert und wollte nicht, dass sie in einer Bibliothek verstaubt, sondern dass man davon Kenntnis nimmt», betont Johannes Kampfer. Deshalb hat er die Ergebnisse über die schädlichen Keime in einer Fachzeitschrift publiziert und damit die Jury des Forschung-Hochschulpreises für Endodontologie (zu Deutsch: die Lehre der Wurzelbehandlung) überzeugt. Man lud den Rheintaler ans 8. Internationale Endodontie-Symposium nach Berlin ein. Dort hielt er vor mehreren hundert Spezialisten einen Vortrag und bekam – als erst zweiter Schweizer – den Forschungspreis verliehen.

Dem Rheintaler liegt das Forschen im Blut. Für seine Maturaarbeit befasste er sich 2003 mit Rehen und deren Nachtaktivität. Er reichte das Dossier anlässlich des Wettbewerbs «Schweizer Jugend forscht» ein und erhielt dafür einen Preis.

Nach der Schoggi ein Kaugummi

Als Bub wollte Johannes Kampfer Lehrer werden. Dann bekam er eine Spange verschrieben, musste oft zum Zahnarzt und begann sich für die Materie zu interessieren. Der 24-Jährige arbeitet heute als Assistent in einer Zahnarztpraxis in Wil, wohnt in St. Margrethen und kann sich nicht daran erinnern, wann er letztmals bei einem Berufskollegen auf dem Stuhl gesessen ist. «Während dem Studium noch haben sich meine Kollegen und ich gegenseitig untersucht – als Übung. Nun röntge ich mein Gebiss selbst», erzählt er.

Pflegt er seine Zähne heute besser als noch vor dem Studium? Kampfer: «Ich habe meinen Zähnen schon immer Sorge getragen – jedoch nicht übermässig. Dentalhygiene-Assistenten putzen ihre Zähne bestimmt gewissenhafter als ich.» Gönnt sich der Rheintaler zwischendurch ein Stück Schokolade, kaut er danach einen Zahnpflege-Kaugummi. Der Kaugummi ersetze zwar nicht das Zähneputzen, sei aber eine gute Zwischenlösung, so der Fachmann.

Zahnarzt, ein Traumberuf

Johannes Kampfer hat sich nie vor dem Zahnarzt und dessen Instrumenten gefürchtet. Er behandelt aber immer wieder Menschen, die auf dem Behandlungsstuhl in Panik geraten. «In solchen Momenten gilt es, möglichst ruhig zu wirken und dem Patienten mit einfachen Worten zu erklären, welcher Schritt als nächster folgt», sagt er. Trifft sich der Zahnarzt mit seinen Kollegen, ist sein Beruf oft Thema. «Sie fragen mich, was bei Zahnweh hilft und wollen sich ihre dramatischen Zahnarzt-Erlebnisse von der Seele reden.»

Johannes Kampfer macht das nichts aus. Ebenso wenig, wie fremden Menschen ins Maul zu schauen. Zu gross ist seine Begeisterung für die Zahnmedizin.

BDK – doch nicht alles in Butter?

June 23, 2008

90 % Zustimmung hat was – davon können demokratische Parteien nur träumen.  Wenn man den Bericht im Dentjournal.Blog mal genauer ließt, vor allem zwischen den Zeilen – bleiben viele Zweifel.

Wenn 6 Landesverbände aussteigen, ist das nicht gerade wenig! So wie es heißt, wird gerade die Gründung eines eigenen Verbandes erwogen – bleibt die Frage, was da genau dahintersteckt?