Archive for June 18th, 2008

Weiterbildungsordnung: und der DAZ legt nach!

June 18, 2008
„Die Bundeszahnärztekammer muss umgehend Farbe bekennen“

München, 17. Juni 2008. Fatale Folgen für die Versorgung der Patienten und die Kosten im Gesundheitswesen erkennt der Vorstand des Deutschen Arbeitskreises für Zahnheilkunde (DAZ) für den Fall einer Änderung der Muster-Weiterbildungsordnung in Richtung weiterer künstlicher Spezialisierungen, insbesondere über den Erwerb postgradualer Zusatzqualifikationen. Erklärte gemeinsame Absicht von Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Deutscher Gesellschaft für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde (DGZMK) und der Vereinigung der Hochschullehrer ist es jedoch, auf der nächsten Bundesversammlung der BZÄK im Herbst 2008 eine Änderung der Muster-Weiterbildungsordnung für Zahnärzte zu beschließen, durch welche neue eigenständige Fachzahnarztgebiete etabliert werden sollen.

Eine beabsichtigte ‚Klarstellung’ durch den BZÄK-Vizepräsidenten Dr. Dietmar Oesterreich schuf allerdings bislang nur noch mehr Verwirrung. Er sprach sich kürzlich entgegen der bisherigen Zielsetzung seines Hauses gegen weitere Fachzahnarztgebiete und für die Stärkung des Generalisten aus.

„Die Bundeszahnärztekammer muss nun umgehend Farbe bekennen“ forderte daher der Vorsitzende des DAZ, Dr. Eberhard Riedel, in München. Es könne nicht sein, dass die BZÄK die zahnärztliche Öffentlichkeit über ihre wahren Zielsetzungen für die Zahnärzteschaft derart im Unklaren hält. Es ist davon auszugehen, dass in puncto postgradualer Spezialisierungen die BZÄK die breite Mehrheit der Zahnärztinnen und Zahnärzte in Deutschland gegen sich hat, welche es nicht hinnehmen werden, bei derart einschneidenden Veränderungen ihrer Berufsausübung faktisch übergangen zu werden. Diese Majorität der Zahnärzte, die ihre Patienten umfassend behandeln wollen und können, zählen genauso wenig zu den Nutznießern weiterer Fachzahnarztgebiete wie die allermeisten Patienten, die sich eine teure Spezialbehandlung in der Regel nicht leisten wollen oder können. Nutznießer sind vielmehr im Wesentlichen die Anbieter postgradualer Spezialisierungen, die außerhalb der normalen Studiengänge zusätzlich beschäftigten Hochschullehrer sowie die Dentalindustrie. Insbesondere vor diesem Hintergrund ist eine „Politik der offenen Karten“ seitens der BZÄK mehr denn je vonnöten.

Eindringlich warnt der DAZ vor den Folgen einer weiteren Zergliederung der zahnärztlichen Berufsausbildung, sollten sich die Landeszahnärztekammern jemals an einer solchen Muster-Weiterbildungsordnung der BZÄK orientieren. Wenn es das Ziel ist, die flächendeckende zahnärztliche Versorgung in Zukunft schwerpunktmäßig nur noch in Spezialistenpraxen durchführen zu lassen, wird die eigentliche, zur tatsächlichen Berufsbefähigung führende Ausbildung erst nach dem Studium erfolgen. Darunter würde zwangsläufig die reguläre universitäre Ausbildung leiden, die dann nur noch Zahnmediziner produziert, die über eine lediglich theoretische Berufsbefähigung verfügen. Gleichzeitig müssten diese Zahnmediziner jeweils Fachzahnarztbefähigungen postgradual gegen viel Geld erwerben, was wiederum zwangsläufig eine erhebliche Verteuerung der zahnärztlichen Leistung zur Folge haben wird. Dieses kann gesamtgesellschaftlich jedoch kein ernsthaftes Ziel sein.

Nach den Vorstellungen des DAZ ist der Königsweg zur Verbesserung der zahnärztlichen Befähigung eine wesentlich intensivere universitäre Ausbildung im Rahmen des Regelstudiums, für die den Universitäten erheblich mehr Geld zur Verfügung gestellt werden muss als bisher. Der Zahnarzt, der die Universität nach 11 Semestern verlässt, muss mit dieser Ausbildung und weiteren lebenslangen berufsbegleitenden Fortbildungen in der Lage sein, in sämtlichen Teilgebieten der Zahnmedizin verantwortlich zu behandeln. Der DAZ steht auf dem Standpunkt, dass Spezialisten nur bei wenigen besonders schwierigen Einzelfällen benötigt werden, während die alle Teilgebiete überschauende Behandlung durch den Generalisten die Regel bleiben muss. Nur so ist es möglich, mit den begrenzten Ressourcen im Gesundheitswesen effektiv und effizient umzugehen.

V.i.S.d.P. Dr. Eberhard Riedel, München, Vorsitzender des DAZ, Tel. 089/534552

Vollbremsung in Sachen Weiterbildungsordnung

June 18, 2008

adp berichtet heute als erster über:

BZÄK: Diskussion über Aus-, Fort- und Weiterbildung versachlichen

Der Vorstand der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat mit gestrigem Schreiben alle Delegierten zur Bundesversammlung über den Stand der Dinge bzgl. der zahnärztlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung aus seiner Sicht informiert. Zur Begründung heißt es: „Seit einigen Wochen entwickelt sich im Berufsstand eine Diskussion über die berufliche Fort- und Weiterbildung, die sowohl die europäischen Aspekte als auch die Approbationsordnung Zahnärzte und die Weiterbildungsordnung außer Acht lässt. Hierdurch werden Meinungsbilder sowohl in Verbänden, aber auch von Hochschulen verbreitet, die richtig zu stellen sind.“ Die Diskussion über die Gesamtproblematik werde Eingang in die Beratungen der Bundesversammlung im Spätherbst 2008 finden.

adp veröffentlicht das BZÄK-Dokument im Volltext, da es sicher nicht nur für die Delegierten zur Bundesversammlung interessant ist, sondern die Belange jeder Kollegin/jedes Kollegen betrifft:

„Fakten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung

Verschiedene Verlautbarungen zur Entwicklung der zahnärztlichen Fort- und Weiterbildung haben in der letzten Zeit zu Missverständnissen und Verwirrungen geführt, daher hier einige kurze Klarstellungen der BZÄK.

I. Bologna-Prozess, Hochschulrahmengesetz

1. Dieser, mit der Bologna-Erklärung von 1999 eingeleitete Prozess, dem sich inzwischen über 40 europäische Länder angeschlossen haben, hat u.a. zum Ziel, ein zweistufiges System von Bachelor und Masterabschlüssen im Zusammenhang mit der Ausbildung für alle Studiengänge einzuführen. Die BZÄK lehnt ein solches zweistufiges System für die Zahnmedizin-Ausbildung strikt ab, weil nur ein breit angelegtes, integriertes Studium von mindestens 5 Jahren nach EU-Vorgaben mit dem Abschluss Staatsexamen die wissenschaftlichen Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln kann, die zur Ausübung der Zahnheilkunde befähigen.

2. Unabhängig davon ist mit dem Hochschulrahmengesetz von 1999 die Möglichkeit postgradualer Studiengänge – wiederum in allen Studienfächern – eingeführt worden, d. h. für die Medizin und Zahnmedizin Studiengänge nach dem Staatsexamen. Diese Möglichkeit eines postgradualen Studiengangs mit Abschluss eines Mastergrades ist von einigen Universitäten oder Hochschulen in der Folgezeit genutzt worden, um in der Zahnmedizin postgraduierte Masterstudiengänge einzuführen.

Die BZÄK stellt fest, dass der Bologna-Prozess keine Begründung für postgraduale Masterstudiengänge liefert.

3. Die Einführung postgradualer Studiengänge liegt in der Verantwortung der Universitäten.

4. Durch die Konzeption eines modularen Systems der zahnärztlichen Fort- und Weiterbildung versucht die BZÄK zusammen mit DGZMK und VHZMK (Kooperationsvertrag) Qualitätskriterien für postgraduale Studiengänge in der Zahnmedizin durchzusetzen, den vorhandenen Wildwuchs einzudämmen und Transparenz und Vergleichbarkeit, z. B. in den Leistungsanforderungen, bei postgradualen Masterstudiengängen zu erreichen.

II. Approbationsordnung

1. Eine Novellierung der Approbationsordnung, die aus dem Jahr 1955 datiert, wird seit mehr als 15 Jahren von der BZÄK dringend gefordert. Der einvernehmlich zwischen BZÄK, VHZMK, DGZMK und FVDZ erarbeitete Entwurf sieht eine enge Verzahnung mit dem vorklinischen Medizinstudium vor, um medizinische Kompetenzen für Zahnmediziner zu erweitern. Der Entwurf befindet sich bereits in der Abstimmung zwischen Bundesgesundheitsministerium und den Bundesländern.

2. Die neue Approbationsordnung fordert, dass der Zahnarzt nach seinem Staatsexamen auf wissenschaftlicher Basis theoretisch und praktisch so ausgebildet ist, dass er eigenverantwortlich und selbstständig Zahnheilkunde ausüben kann, und darüber hinaus zu lebenslangem Lernen durch Fortbildung, postgraduiertem Studium oder Weiterbildung befähigt ist.

3. Daraus ergibt sich, dass die Ausbildung auf der Grundlage der Approbationsordnung nach erfolgreichem Studium zum berufsfertigen Zahnarzt führt.

III. Weiterbildung

1. Beschluss der Bundesversammlung 2007

„Die BZÄK spricht sich dafür aus, eine freiwillige und selbstbestimmte Fort- und Weiterbildung im Sinne eines möglichst liberalen und flexiblen Systems der postgradualen Qualifizierung weiter zu entwickeln. Hierzu wird ein modulares System mit ECTS-analogen Kriterien angestrebt. Die Bundesversammlung fordert den Vorstand der BZÄK auf, zeitnah einen praxisgeeigneten und realisierbaren Vorschlag für eine Novellierung der Musterweiterbildungsordnung vorzulegen und hierbei die berufsbegleitenden postgradualen Fortbildungen sowie die europarechtlichen Vorgaben zu berücksichtigen. Das mit der neuen Approbationsordnung zu fixierende Ziel, dass das Zahnmedizinstudium zu einem berufsfertigen Zahnarzt führt, bleibt hiervon unberührt.“

2. Die Gestaltung und Förderung der Weiterbildung ist Aufgabe der Zahnärztekammern. Entwicklungen, wie vermehrt angebotene Masterstudiengänge, Tätigkeitsschwerpunkte, curriculäre zertifizierte Fortbildungen und Spezialisten- Qualifizierungen durch Fachgesellschaften haben mittlerweile die klare Trennung zwischen Fort- und Weiterbildung verwischt. Deshalb soll ein System geschaffen werden, das über modulare Strukturen und ECTS-Bewertungen Durchlässigkeit und Transparenz für Berufsstand und Patienten schafft.

3. Die Weiterbildung zum Fachzahnarzt ist die höchste Stufe der zahnärztlichen Qualifizierung. Die Gestaltung der Weiterbildung und die Vergabe von Fachzahnarzttiteln unterliegen auf Grundlage der Heilberufsgesetzgebung der Länder ausschließlich der Hoheit der Landeszahnärztekammern und sollen im Rahmen eines modularen Vorgehens mit den betreffenden Hochschuleinrichtungen abgestimmt werden (Kooperationsvertrag). Der bisherige Weg einer vierjährigen Fachzahnarztweiterbildung bleibt hiervon weiterhin offen und unberührt.

4. Eine Ausweitung der Weiterbildungsgebiete ist nicht Gegenstand der jetzigen Diskussion und durch keine Beschlüsse gedeckt.

5. Pflichtweiterbildungen nach Absolvierung der Ausbildung (Staatsexamen) werden abgelehnt.

6. Die Gestaltung der Musterweiterbildungsordnung unterliegt ausschließlich fachlichen Gesichtspunkten und dient nicht der Gestaltung von Verteilungskämpfen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.

7. Die Musterweiterbildungsordnung der BZÄK wird im Rahmen einer breiten Diskussion unter Einbeziehung aller Landeszahnärztekammern und ihrer Gremien diskutiert und steht auch der Diskussion in den Berufsverbänden zur Verfügung, ehe sie auf einer der nächsten Bundesversammlungen beschlossen werden kann.

Die BZÄK empfiehlt allen, die sich an der Diskussion über die Weiterbildung beteiligen, sich mit den rechtlichen Grundlagen in den Heilberufsgesetzen der Länder, den vorhandenen Weiterbildungsordnungen der Landeszahnärztekammern und dem modularen System der postgradualen zahnärztlichen Fort- und Weiterbildung auseinander zu setzen. Weder das Schüren von Ängsten noch das Durchsetzen von selektiven Interessen im Hinblick auf die Verteilungsdiskussion fördert eine sachdienliche Auseinandersetzung im Interesse des gesamten Berufsstandes.“

Quelle: BZÄK-Schreiben an Delegierte zur Bundesversammlung vom 17. Juni 2008

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June 18, 2008

waou, einkaufen mit Lifestylegarantie, und das nur für Mediziner. Sagen wir doch einfach mal tolllllll:

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