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Zehn Prozent mehr für Ärzte – und doch nichts

September 5, 2008

Jürgen Pischel in der dzw über die Budgeterhöhung:

Ein kleiner Schlichter wollte groß herauskommen und landete im Honorarverfahren zwischen Ärzten und Krankenkassen zielgenau dort, wo Kanzlerin Merkel und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt die Ärzte haben wollten: Ein für die Öffentlichkeit horrend klingender Honorarabschluss, 10 Prozent mehr, der die Kassen 2,7 Milliarden Euro pro Jahr kosten soll, wobei aber der einzelne Arzt keinesfalls mehr Geld pro erbrachter Leistung bekommt. Er soll künftig wenigstens ein paar Leistungen mehr, die er dem Patienten zugute kommen ließ, bezahlt bekommen, die bisher im noch engeren Budgetkorsett für Null erbracht worden waren.

pischel

Das Budget bleibt auch künftig im Prinzip so bestehen, bis auf wenige besonders gestiegene Morbiditätsrisiken aufgrund der demografischen Entwicklung, die nun die Krankenkassen ab 2009 budgetmäßig zu tragen haben. Ärzte in Berlin oder in Ostdeutschland bekommen 20 bis 25 Prozent mehr, in Baden-Württemberg aber kommt gar nichts dazu – außer Mehrbehandlungen zum gleichen Geld. (more…)