Der BVAZ diskutiert über seine Zukunft

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Nach dem überraschenden und unaufgeforderten Rücktritt seines Präsidenten und Vizepräsidenten, diskutiert der Berufsverband der Allgemeinzahnärzte in Deutschland (BVAZ) derzeit über die Besetzung
eines handlungsfähigen Interimsvorstandes bis zur Mitgliederversammlung im November. “Manpower” hat der BVAZ in den Reihen seiner Gründungsmitglieder mehr als ausreichend zur Verfügung. Die sofortige
Etablierung eines Interimsvorstandes soll denjenigen, die so kurz vor der Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer die Vertretung der Interessen der Allgemeinzahnärzte schon ohnmächtig glauben, ein deutliches und gegenteiliges Signal geben: Der BVAZ wird nicht aufgelöst, sondern wird noch intensiver und lautstärker als in der Vergangenheit alle Pläne und Strategien gegen die Interessen der Mehrheit der deutschen Zahnärzteschaft aufdecken und anprangern, aber sich auch gleichzeitig zur konstruktiven Mitarbeit an Lösungen für scheinbar unüberbrückbare Probleme anbieten.

“Der BVAZ hat seine bei Verbandsgründung hoch gesteckten Ziele weit übertroffen” erklärte die Schatzmeisterin Frau Dr. med. Dr. med. dent. Marianne Grimm am Rande einer kurzfristig am Abend des 29. September einberufenen Gründerversammlung. “Wir haben die Diskussion über eine geplante ,Änderung der Weiterbildungsordnung’ aus der Abgeschiedenheit der berufspolitischen Gremien in die zahnärztliche Öffentlichkeit befreit und damit zum Thema Nr. 1 in der Berufspolitik gemacht. Als Folge unserer Aktionen und Interventionen wird auf der kommenden Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer kein Beschluss zur einer Änderung der Weiterbildungsordnung gefasst werden. Im Gegenteil! Es wird
in einem überfälligen Schritt zunächst einmal mit allen Betroffenen ausgiebig darüber diskutiert werden, ob eine Änderung überhaupt notwendig und sinnvoll ist.”

Konnte noch vor zwei Jahren nicht einmal der berufspolitisch interessierte Allgemeinzahnarzt mit Begriffen wie “Bologna-Prozess”, “postgraduierte Weiterbildung” oder “Modulares Weiterbildungssystem”
etwas anfangen, so seien diese Bezeichnungen inzwischen jedem engagierten Allgemeinzahnarzt geläufig. Habe der BVAZ vor zwei Jahren seine Auffassung noch alleine vertreten, werde diese jetzt von mehr als
5000 in den unterschiedlichsten Verbänden organisierten Allgemeinzahnärzten geteilt. Der BVAZ habe mehr und in kürzerer Zeit erreicht, als seine Gründungsmitglieder das bei Verbandsgründung gehofft
hatten. Seine Protagonisten seien jedoch keine Berufspolitiker, sondern erfolgreiche, kompetent und fachgebietsübergreifend im Sinne von Oralmedizin praktizierende Allgemeinzahnärzte, die ihre Patienten an
jedem Tag der Woche sowie im Notdienst — selbst auch am Wochenende – in Vollzeit engagiert versorgen.

“Mehr als unsere gewählten Vertreter aufzurütteln und umfassend zu informieren”, so Grimm weiter, “konnten und wollten wir in der Vergangenheit nicht leisten. Insbesondere können wir denjenigen
gewählten Vertretern unseres Berufsstandes, die eines Tages vielleicht über die Einführung eines besonders hochschulseitig favorisierten ,Modularen Weiterbildungssystems’ entscheiden werden, ihre Verantwortung

nicht abnehmen. Diese Entscheidung sollten sie im Sinne der erdrückenden Mehrheit ihrer Wähler zu treffen.”

V.i.S.d.P.:
Dr. Dr. Marianne Grimm, Schatzmeisterin des BVAZ
Dr. Roland Kaden, Schriftführer des BVAZ
Dr. Dr. R. Osswald, kommissarischer Geschäftsführer des BVAZ

Kontaktadresse:
Dr. Roland Kaden
Schriftführer des BVAZ
Neue Anlage 2
25746 Heide
Telefon: 0481 / 64818
Fax: 0481 / 67430
E-Mail: info@dr-roland-kaden.de

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