Betrug: Zahnarzt soll 3600 Euro Geldstrafe zahlen

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Wegen der Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen und Betruges verurteilte das Amtsgericht gestern einen Zahnarzt aus Schmallenberg zu einer Geldstrafe von 3600 Euro.

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Der Mediziner hatte Rechnungen für Implantate und Prothesen im Mund seines Vaters und eines dementen Rentners an eine Inkasso-Gesellschaft verkauft. Weil der Vater inzwischen eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hatte und die spärliche Rente des anderen Patienten nicht ausreichte, platzte das Geschäft.

Ein Gutachter hatte erhebliche Zweifel, dass es die Behandlungen überhaupt gegeben hatte. Dass der Zahnarzt, wie behauptet, ohne Assistenten gearbeitet hatte, konnte sich der Sachverständige nicht vorstellen.

Bei beiden Patienten soll die gleiche Behandlung erforderlich gewesen sein, beide Krankenakten sind nicht mehr aufzufinden, und ausgerechnet von einem ebenfalls verschwundenen Röntgenbild will der Angeklagte zufälligerweise vorher noch eine Papierkopie gemacht haben, auf der Implantate zu sehen sind. Schließlich war der Angeklagte zum Zeitpunkt seiner behaupteten medizinischen Leistungen in höchster Finanznot. Für Staatsanwaltschaft und Gericht waren das zu viele Zufälle. Den einschlägig vorbestraften Zahnarzt könnte dieses Urteil seine Approbation kosten.

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