Zeitzer OB – Linke: Wählerwillen verachtet

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Kritik an der Begründung des CDU-Politikers – Suche nach Kandidaten für Neuwahl

Fünf Tage nach dem Rücktritt von Ulf Altmann (CDU) als Zeitzer Oberbürgermeister haben sich Vorstände von Zeitzer Parteien eine Meinung gebildet. So wertet die Linkspartei Altmanns Abgang aus dem Rathaus als “Verachtung des Wählerwillens der Bürger der Stadt Zeitz.” Weiterhin heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtratsfraktion, dass man kein Verständnis für Altmanns Begründung habe, dass seine unternehmerischen Aktivitäten als Zahnarzt wichtiger seien als sein Wahlmandat als Oberbürgermeister. Die Fraktion der Linkspartei könne zudem keine Hetzjagd auf den Zeitzer Oberbürgermeister Ulf Altmann erkennen. Altmann habe mit seinem Rücktritt erreicht, dass Investoren und mit Blick auf die Gebietsreform umliegende Gemeinden in Fragen eines Beitritts zu Zeitz verunsichert werden und dass ein negatives Image von Zeitz weiter gepflegt werde.

Der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Stadtrat Horst Heller verwahrt sich zudem gegen den Vorwurf, seine Fraktion im Stadtrat sei nicht in der Lage, demokratische Entscheidungen zu akzeptieren. Mit Blick auf die anstehende Neuwahl äußerte Heller: “Wir werden einen geeigneten Kandidaten finden und stellen.”

Aus Kreisen von SPD und CDU wurde die Suche nach geeigneten Kandidaten bestätigt. Namen wollte noch niemand nennen. Unterschiedliche Auffassungen gibt es bei den zwei großen Wahlbündnispartnern zu dem Thema Fortsetzung oder Erneuerung des Wahlbündnisses.

Für die Ortsvereinsvorsitzende der SPD Annette Eschner ist das Wahlbündnis Geschichte. “Wir haben am Montagabend im Vorstand beraten und für Mittwoch nächster Woche eine Mitgliederversammlung anberaumt, die den Schwerpunkt Oberbürgermeisterwahl haben wird.” Klares Ziel der SPD müsse es sein, mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen um den Chefsessel im Zeitzer Rathaus zu gehen. Es sei der erklärte Anspruch der SPD in Zeitz, einen Kandidaten aus den eigenen Reihen zu finden, der die fachliche und persönliche Kompetenz mitbringe. An den politischen Schwerpunkten, wie sie die Sozialdemokraten bei der OB-Wahl vor acht Monaten formuliert hatten, halte die SPD fest: Die heißen Wirtschaftsentwicklung, Gebietsreform und die Konsolidierung des Haushalts.

Karin Wetzelt, Fraktionschefin der CDU im Stadtrat und stellvertretende Ortsvorsitzende, sieht das Wahlbündnis noch bestehen. Auch das Wahlkampfteam existiere noch. “Wir werden geeignete Kandidaten suchen und bis zur Neuwahl die Arbeit der Verwaltungschefin Rainhilde Beret unterstützen.”

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