Dr. Dr. Marianne Grimm ist neue Präsidentin des BVAZ

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Anlässlich der Jahres-Hauptversammlung des Berufsverbandes der
Allgemeinzahnärzte in Deutschland (BVAZ) am 28. und 29. November 2008
in Nürnberg wurde die in Bonn als Allgemeinzahnärztin niedergelassene
Kollegin Dr. med. Dr. med. dent. Marianne Grimm einstimmig zur neuen
Präsidentin gewählt. In den Vorstand wurden weiterhin Dr. Roland Kaden
(Vizepräsident), Dr. Dr. Rüdiger Osswald (Geschäftsführer), Dr. Tim Adam
(Schriftführer) und Dr. Andreas Bien (Schatzmeister) berufen.
Einmütig hatten sich die aus ganz Deutschland in großer Zahl angereisten
Mitglieder zuvor für Kontinuität in der über die Maßen erfolgreichen
Verbandsarbeit ausgesprochen. „Es ist eine ausgesprochen positive
Erfahrung und persönliche Bereicherung, die vielen hinter den engagierten
Kommentaren und Mails zu Themen des BVAZ stehenden Kolleginnen und
Kollegen persönlich kennenzulernen“, erklärte die Präsidentin nach ihrer
Wahl und bedankte sich für das in der Einstimmigkeit zum Ausdruck
kommende Vertrauen. „Ich weiß, dass es noch zahllose kompetent und
fachübergreifend diagnostizierende und therapierende Allgemeinzahnärzte
gibt, die sich gegen die unkollegiale Überhöhung der selbst ernannten
Spezialisten für Teilzahnheilkunde wehren und ihnen den Platz zuweisen
wollen, der ihnen bei der flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung
mit indikationsgerechter Zahnheilkunde zukommt. Sie zu erreichen und im
BVAZ zu versammeln sehe ich mit besonderem Blick auf die
Öffnungsklausel als meine vordringliche Aufgabe an!“
In ihrer mehrfach von Applaus unterbrochenen Antrittsrede hatte die frisch
gewählte Präsidentin unter anderem auch Stellung zum Interview von
Professor Schlagenhauf in der „Die Zahnarzt Woche“ (DZW) genommen,
das bundesweite Empörung ausgelöst hatte:
„Wir Allgemeinzahnärzte sehen eine bedeutende Aufgabe auch darin, seit
Jahren offensichtliche Defizite der Lehre während der Ausbildungs-
Assistentenzeit zu heilen. Anstatt also der Hochschule und sich selbst
öffentlich ein derartiges Armutszeugnis auszustellen, wäre es vom
Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie sicherlich
klüger gewesen, die das gesamtes Fachgebiet überblickenden
Allgemeinzahnärzte zu fragen, wie sich die studentische Ausbildung ihrer
zukünftigen Ausbildungsassistenten verbessern ließe. Wir
Allgemeinzahnärzte sind auch ganz im Gegensatz zu Schlagenhaufs
Einlassung keineswegs gegen vierjährig universitär weitergebildete
Fachzahnärzte, die im Falle ihrer Niederlassung ausschließlich in ihrem
Fachbereich und nur auf Überweisung tätig werden. Inflationär gegen Geld
und Sitzfleisch postgraduiert weitergebildete Zwitter, die unter der Flagge
einer segmentalen Pseudospezialisierung segeln, um solvente Patienten
abzuschöpfen, brauchen wir und die Bevölkerung hingegen so nötig wie
einen Kropf!“

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