Dental-Labore unter Druck

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zahn-news, der Westen, meisterliche Zahntechnik

Der Billig-Konkurrenz aus dem Ausland setzen erste Bottroper Betriebe ein Qualitäts-Dental-Konzept entgegen Die Konkurrenz durch im Ausland hergestellten Billigzahnersatz setzt deutsche Dentallabore unter Druck. „Es nimmt immer mehr zu”, stellt der Bottroper Zahnlabor-Leiter Torsten Kornfeld fest. Ihm ist auch klar, dass der preiswerte Zahnersatz aus Bulgarien, China oder Polen nicht mehr vom Markt verschwinden wird, „das wird man nicht aufhalten können”. Daher wollen die deutschen Labore ihren Kunden verdeutlichen, dass sie für den höheren Preis einen reellen Gegenwert erhalten. Mit diesem Ziel hat der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) das Qualitätssicherungs-Konzept QS-Dental entwickelt. Es soll dem Kunden die Gewähr für optimale Qualität bei Material und Arbeit bieten. Nach bestandener Überprüfung durch eine unabhängige Kommission erhielten Kornfeld und zwei weitere Dentallabore in Bottrop die Bestätigung „geprüft nach QS-Dental-Kriterien” und gehören mit dieser Qualifikation zu den ersten Betrieben im Regierungsbezirk Münster, wie ein Sprecher der Zahntechniker-Innung in Münster bestätigt. Die damit verbundenen hohen Maßstäbe erfüllten viele ausländische Produkte nicht, betont Kornfeld. TÜV-Zertifikate könnten auch manche ausländische Betriebe vorweisen, aber das QS-Dental-Konzept sei speziell für die Zahntechniker-Branche entwickelt. Damit decke es auf der Grundlage der in Deutschland gültigen Richtlinien den gesamten Herstellungsprozess ab: Von den Arbeitsschritten, ihrer Ausführung und Reihenfolge, bis zur Qualität des Materials, vom Medizinproduktgesetz bis zum Arbeitsschutz- und Umweltgesetz: „Das kontrolliert in China kein Mensch”, glaubt Kornfeld. Auch die Versicherung ausländischer Unternehmen, man verarbeite für den Zahnersatz deutsche Materialien, biete dem Patienten keine Sicherheit: „Das heißt nicht, dass diese Materialien in Deutschland zugelassen sind.” Auch Kornblum kann von Patienten berichten, die sich in Polen eine Brücke anfertigen oder in Bulgarien sechs Implantate einsetzen ließen: Im ersten Fall war der Einzelzahn, an den drei Zähne angesetzt wurden, der Belastung nicht gewachsen („Diese Brücke wäre in Deutschland definitiv nicht zulässig gewesen”). Im zweiten Fall fielen drei Implantate heraus („Die waren nicht korrekt eingesetzt”). Für die Zahnärzte, die mit Billigzahnersatz arbeiten, bringt Kornblum Verständnis auf: „Was sollen sie denn machen, wenn der Patient mit dem Flyer kommt?” Und diese Broschüre mit Billig-Angeboten lege manche Krankenkasse sogar ihrem Schreiben an den Patienten bei, wenn dieser seinen Heil- und Kostenplan einreiche. Verstehen kann Kornblum diese Praxis nicht, denn die Kassen zahlten bei Zahnersatz einen Festzuschuss und keinen prozentualen Anteil. Also sei es eigentlich gleichgültig, an wen das Geld überwiesen werde. „Die Versorgungsqualität mit Zahnersatz in Deutschland ist weltweit führend,” wirbt die „Allianz für meisterliche Zahntechnik”. Zahntechniker-Meister Kornfeld kann allerdings verstehen, dass die Patienten angesichts hoher Preise auf die Zähne beissen. Aber Kronen und Brücken seien immerhin 15 bis 20 Jahre lang stabil. Eine Lösung bietet aus seiner Sicht ein Ratschlag, den schon mancher Patient in Praxis gehört hat: „Man sollte sich zusätzlich privat versichern.”

One Response to “Dental-Labore unter Druck”

  1. erotik Says:

    Dies ist ein groer Ort. Ich mchte hier noch einmal.

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