Wer Wind sät, wird Sturm ernten

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so der BVAZ:

Die jüngste Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ) enthält bisher unveröffentlichte Botschaften, die für den Berufsverband der Allgemeinzahnärzte (BVAZ) nicht überraschend kommen. „Endlich lässt eine Fachgesellschaft einmal die Katze aus dem Sack, zeigt, wohin der Reiter sein Ross treiben will und wer sich mit wem in die Riemen legen soll, um die Zersplitterung des Berufsstandes voranzutreiben“, kommentiert Frau Dr. Dr. Grimm, Präsidentin des BVAZ, sarkastisch die Beschreibung bestehender und in Gründung befindlicher Seilschaften, die von anderen Fachgesellschaften in dieser unverhohlenen Form bisher noch nicht eingeräumt wurden.

Die DGÄZ votiert dafür, die Kooperation mit den Hochschulen und Fachgesellschaften anderer Institutionen zu intensivieren. „Hier stellt sich die Frage, warum man sich erst darum bemüht, das überschaubar kleine medizinische Fachgebiet Zahnheilkunde in kleinste Teilzahnheilkundegebiete zu zerstückeln, wenn man diese anschließend wieder über Kooperationen vernetzen will“, so die Bonner Allgemeinzahnärztin und BVAZ-Vorsitzende Grimm weiter. „Wir brauchen keine Aufsplitterung unseres Berufsstandes! Die Zahnmedizin ist ein in sich geschlossenes Fachgebiet, das von jedem ordentlich aus- und fortgebildeten Allgemeinzahnarzt überschaut und beherrscht werden kann.“

Besonders auffällig und fragwürdig sei die von der DGÄZ geforderte konstruktive Zusammenarbeit mit Dentalunternehmen. Grimm wörtlich: „Für uns Allgemeinzahnärzte ist es wichtig, vonseiten der Wissenschaft verlässliche Studien über Therapieformen, Materialien und Geräte zu erhalten. Und das völlig unabhängig von wirtschaftlichen Interessen der Dentalindustrie! Wissenschaftliche Studien in wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu erstellen und daraus verlässliche Diagnose- und Therapieempfehlungen abzuleiten, ist die eigentliche Aufgabe wissenschaftlicher Fachgesellschaften. Und nur das ist für uns Allgemeinzahnärzte im Sinn optimaler Prozess- und Ergebnisqualität akzeptabel.“

Die Pressemitteilung der DGÄZ sei ein weiteres Zeichen dafür, dass, von der breiten standespolitischen Diskussion über die neue GOZ überschattet, hinter den Kulissen weiterhin durch daran besonders interessierte Kreise an einer Aufsplitterung unseres Berufsstandes gearbeitet werde. „Das wird der BVAZ nicht tatenlos hinnehmen! Wer in diesem Sinne Wind sät, wird Sturm ernten“, betont die BVAZ-Präsidentin Grimm mit Blick auf die Auseinandersetzungen zwischen Allgemein- und Fachärzten.

Pressemitteilung vom 10. Februar 2009

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