Ratingagentur Moody’s macht sich große Sorgen um Apobank

by

// Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) braucht nach Einschätzung der Ratingagentur Moody’s womöglich bald erneut finanzielle Hilfe von außen.

Die größte deutsche Genossenschaftsbank sei schwach kapitalisiert, wenn man das Risiko aus einem 4,5 Milliarden Euro umfassenden Portfolio an strukturierten Papieren betrachte, deren Qualität sich verschlechtere, erklärte Moody’s am Dienstag. Das werde zu weiteren Abschreibungen führen. “Die pure Größe und Komplexität dieses Portfolios stellt eine große Herausforderung für die Bank dar”, hieß es in der Studie.

Die Ratingagentur senkte das Finanzstärke-Rating der Apobank auf der Skala um drei Stufen auf “D” von “C” und versah es mit einem negativen Ausblick. Die Skala reicht von “A” bis “E”. Auch die Bewertungen für die vor- und nachrangigen Verbindlichkeiten der Apobank wurden mit einem negativen Ausblick versehen. Je schlechter das Rating für Kreditpapiere ist, desto höher ist das Kapital, mit dem es in der Bilanz unterlegt werden muss.

Das könne dazu führen, dass sich die Apobank erneut an den Branchenverband BVR wenden müsse, erläuterte Moody’s-Analystin Katharina Barten. Der BVR hatte der Bank bereits im Sommer 150 Millionen Euro an Garantien zur Verfügung gestellt. Der neue Vorstandschef der Apobank versucht das strukturierte Portfolio langsam abzubauen. Die Absicherung gegen mögliche Verluste und erwartete künftige Abwertungen belasteten aber möglicherweise auf Jahre hinaus das Ergebnis, warnte Moody’s.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s


%d bloggers like this: