Gebiss saniert und Zahnarzt vertröstet

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Wegen versuchten Betrugs wurde gestern ein 51-Jähriger verurteilt. Noch heute hofft sein Zahnarzt auf Honorare über 7100 Euro für Zahnsanierungen.Ein seltener Fall beschäftigte gestern das Landesgericht. War doch ein 51-jähriger Tiroler des versuchten schweren Betruges angeklagt. Und zwar an seinem Zahnarzt. Von diesem ließ er sich das Gebiss sanieren. Als dann eine Zahnhälfte fertig gestellt war, sollte die zweite folgen.

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Der Tiroler ließ sich das Gebiss sanieren – zahlte
dafür aber keinen Cent. Bild: Archiv

Schon da wurde der Mediziner mit der Bezahlung des bisherigen Honorars immer wieder vertröstet. Kein gutes Omen für weitere Leistungen über angeklagte 6500 Euro, zumal der Patient inzwischen in den Konkurs geschlittert war. „Erst glaubte ich an reine Schlamperei.

Konkurs nicht erwähnt

Kein Wort erwähnte er von einem Konkurs. Auch als ich ihn direkt darauf ansprach, versicherte er mir, zahlen zu können. Endgültig stutzig machte mich dann erst der Hinweis eines anderen Patienten, dass dieser ihm nur noch gegen Bargeld liefern würde, da er ja nie zahlen würde”, erläuterte der geprellte Zahnarzt.

Die Sanierung der zweiten Zahnhälfte unterblieb zwar dann, aber 7100 Euro an Forderungen will der Geschädigte noch immer offen haben.

Dass aber der Angeklagte dann auch noch ernsthaft beklagte, dass das Gebiss noch nicht ganz optimal sei, machte die Sache nicht besser. 480 Euro bedingte Geldstrafe ergingen nicht rechtskräftig

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