Felix Straumann: Zahnimplantate sind eine tickende Zeitbombe

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Zahnimplantate: Träger bemerken Entzündungen und Knochenschwund erst spät Quelle: ZVG

Entzündungen, Knochenschwund und im Extremfall Implantatverlust sind bislang unterschätzte Spätfolgen von Zahnimplantaten. Sie können teure Nachbehandlungen nach sich ziehen schreiben Felix Straumann und Peter Burkhardt i na-z.ch

Zahnimplantate: Träger bemerken Entzündungen und Knochenschwund  erst spät Quelle: ZVG

Zahnimplantate sind eine Erfolgsgeschichte: Jedes Jahr pflanzen Zahnärzte mehr davon in die Münder ihrer Patienten. 5 Millionen waren es im Jahr 2008 weltweit, 100000 in Schweiz.

Doch je grösser die Zahl der Patienten, die seit mehreren Jahren ein Zahnimplantat tragen, desto deutlicher wird: Der Zahnersatz ist problematischer als gedacht. Implantatträger müssen damit rechnen, dass nach Jahren teure Behandlungen notwendig werden. Schuld trägt die so genannte Periimplantitis, eine Folge von bakteriellen Zahnfleischentzündungen rund um das Implantat, die zu Knochenabbau und unter Umständen gar zum Verlust des Implantats führt.

«Ich fürchte, da kommt ein GAU auf uns zu», sagt Thomas Imfeld, Professor an der Klinik für Präventivzahnmedizin der Universität Zürich. «Am Anfang hat man die Periimplantitis nicht so ernst genommen, doch inzwischen ist dies ein grosses Thema.» Sogar von einem «Tsunami» spricht Georg Bach,
Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie. «Die Hersteller reden nicht gerne darüber. Früher wurde ich sogar von Kongressen ausgeladen, wenn ich zu diesem Thema ein Referat halten wollte», sagt Bach.

Es kursieren verschiedene Zahlen, wie häufig das Phänomen sein könnte. Da es in der Schweiz noch keine Untersuchungen zum Thema gibt, hat Thomas Imfeld kürzlich Daten aus der internationalen Literatur zusammengetragen – und die versprechen nicht viel Gutes. Demnach tritt ein problematischer Knochenschwund von mindestens zwei Millimetern nach fünf Jahren bei zirka 6 Prozent der Implantate auf.

Nach acht bis neun Jahren bei zirka 15 Prozent. Einzelne Studien schätzen sogar, dass über 50 Prozent aller Implantatträger früher oder später unter Periimplantitis leiden werden. Zwar gelten diese Zahlenangaben als unsicher, da erst wenige, schlecht vergleichbare Studien existieren. Doch wegen der stetig steigenden Anzahl an gesetzten Implantaten werden künftig selbst bei deutlich niedrigeren Komplikationsraten viele Menschen von teuren Zusatzbehandlungen betroffen sein.

Ein hohes Risiko für einePeriimplantitis haben insbesondere starke Raucher, Diabetiker und Personen mit schlechter Mundhygiene. Ihnen sollten Zahnärzte nach gängiger Auffassung nur zurückhaltend Implantate
setzen. Ohne diese Risikofaktoren stehen die Chancen gut, dass ein Implantat über zehn Jahre ohne Komplikationen im Mund bleibt.

Allerdings kann es dennoch zu Periimplantitis kommen. «Wir sind am Sammeln von möglichen Faktoren, die eine Periimplantitis begünstigen», sagt Claude Andreoni, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Implantologie. Beispielsweise könnte die bisher wenig beachtete Qualität der Schleimhaut um Implantate eine wichtige Rolle spielen. «Wenn ums Implantat kein fester Zahnfleischkranz sitzt, haben es die Bakterien einfacher», so der Implantologe.

Besonders schwerwiegend ist der Verdacht, dass gerade die modernsten Implantate mit einer rauen Oberfläche die Entzündungen begünstigen könnten. Sie verwachsen zwar schneller und fester mit dem Knochen als die Vorgängermodelle mit glatter Oberfläche, doch möglicherweise hat man sich damit auf lange Sicht einen Nachteil eingehandelt. «Die raue Oberfläche bietet den Bakterien bessere Schlupfwinkel», sagt Andreoni. Dies bestätigt auch Georg Bach von der deutschen Implantologen-Gesellschaft: «Die Bakterien dringen in diese Täler und Berge ein.»

Bei den beiden führenden Implantatehersteller Nobel Biocare und Straumann wiegelt man ab. «Wir stellen kein zunehmendes Phänomen der Periimplantitis fest», schreibt Nicolas Weidmann, Sprecher von Nobel Biocare.

Die Häufigkeit und Definition von Periimplantitis werde selbst bei Experten kontrovers diskutiert. Und Thomas Konrad, Sprecher bei Straumann, sagt: «Periimplantitis ist Teil des Risikos einer Implantatebehandlung.» Das Unternehmen sieht darin gar ein künftiges Geschäftsfeld: Es hat bereits Produkte zur Behandlung von Periimplantitis in der Pipeline.

Wegen der wachsenden Zahl von Fällen haben die Universitäten Bern und Zürich eine Periimplantitis-Sprechstunde eingerichtet, wo Zahnärzte ihre Problempatienten behandeln lassen können. Weil das Phänomen für die Zahnmediziner neu ist, existiert noch keine Standardbehandlung. In der Regel verfahren die Spezialisten jedoch gleich wie bei Parodontitis, der bakteriell bedingten Entzündung bei natürlichen Zähnen. Dabei wird mechanisch gereinigt und desinfiziert. Anders als bei der Parodontitis ist bei Periimplantitis in der Regel zusätzlich eine Behandlung des Knochenverlusts angezeigt, da dieser dazu führt, dass das Gewinde sichtbar wird.

Das kann teuer werden. Laut Giovanni Salvi, der an der Universität Bern die Periimplantitis-Sprechstunde leitet, können chirurgische Eingriffe und Knochenersatz schnell mal 1000 Franken kosten, wenn die Krone neu gemacht werden müsse, sogar über 3000 Franken. Allerdings: Wenn Zahnfleischentzündungen frühzeitig erkannt werden, ist die Behandlung einfach. «Das kann die Dentalhygienikerin während der Routinesitzung behandeln», sagt Salvi. Dazu sind jedoch regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt und der Dentalhygienikerin notwendig. Denn der Patient
selber merkt nichts von seiner Periimplantitis. Sie verläuft meistens ohne Schmerzen. Wenn Eiter austritt oder das Gewinde sichtbar wird, ist bereits ein grösserer Schaden um das Implantat vorhanden.

Zahnimplantate sind eine Erfolgsgeschichte: Jedes Jahr pflanzen Zahnärzte mehr davon in die Münder ihrer Patienten. 5 Millionen waren es im Jahr 2008 weltweit, 100000 in Schweiz.
Doch je grösser die Zahl der Patienten, die seit mehreren Jahren ein Zahnimplantat tragen, desto deutlicher wird: Der Zahnersatz ist problematischer als gedacht. Implantatträger müssen damit rechnen, dass nach Jahren teure Behandlungen notwendig werden. Schuld trägt die so genannte Periimplantitis, eine Folge von bakteriellen Zahnfleischentzündungen rund um das Implantat, die zu Knochenabbau und unter Umständen gar zum Verlust des Implantats führt.
«Ich fürchte, da kommt ein GAU auf uns zu», sagt Thomas Imfeld, Professor an der Klinik für Präventivzahnmedizin der Universität Zürich. «Am Anfang hat man die Periimplantitis nicht so ernst genommen, doch inzwischen ist dies ein grosses Thema.» Sogar von einem «Tsunami» spricht Georg Bach,
Vorstandsmitglied der Deutschen
Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie. «Die Hersteller reden nicht
gerne darüber. Früher wurde ich sogar von Kongressen ausgeladen, wenn ich zu diesem Thema ein Referat halten wollte», sagt Bach.
Es kursieren verschiedene Zahlen, wie häufig das Phänomen sein könnte. Da es in der Schweiz noch keine Untersuchungen zum Thema gibt, hat Thomas Imfeld kürzlich Daten aus der internationalen Literatur zusammengetragen – und die versprechen nicht viel Gutes. Demnach tritt ein problematischer Knochenschwund von mindestens zwei Millimetern nach fünf Jahren bei zirka 6 Prozent der Implantate auf. Nach acht bis neun Jahren bei zirka 15 Prozent. Einzelne Studien schätzen sogar, dass über 50 Prozent aller Implantatträger früher oder später unter Periimplantitis leiden werden. Zwar gelten diese Zahlenangaben als unsicher, da erst wenige, schlecht vergleichbare Studien existieren. Doch wegen der stetig steigenden Anzahl an gesetzten Implantaten werden künftig selbst bei deutlich niedrigeren Komplikationsraten viele Menschen von teuren Zusatzbehandlungen betroffen sein.
Ein hohes Risiko für eine
Periimplantitis haben insbesondere starke Raucher, Diabetiker und Personen mit schlechter Mundhygiene. Ihnen sollten Zahnärzte nach gängiger Auffassung nur zurückhaltend Implantate
setzen. Ohne diese Risikofaktoren
stehen die Chancen gut, dass ein
Implantat über zehn Jahre ohne Komplikationen im Mund bleibt.
Allerdings kann es dennoch zu Periimplantitis kommen. «Wir sind am Sammeln von möglichen Faktoren, die eine Periimplantitis begünstigen», sagt Claude Andreoni, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Implantologie. Beispielsweise könnte die bisher wenig beachtete Qualität der Schleimhaut um Implantate eine wichtige Rolle spielen. «Wenn ums Implantat kein fester Zahnfleischkranz sitzt, haben es die Bakterien einfacher», so der Implantologe.
Besonders schwerwiegend ist der Verdacht, dass gerade die modernsten Implantate mit einer rauen Oberfläche die Entzündungen begünstigen könnten. Sie verwachsen zwar schneller und fester mit dem Knochen als die Vorgängermodelle mit glatter Oberfläche, doch möglicherweise hat man sich damit auf lange Sicht einen Nachteil eingehandelt. «Die raue Oberfläche bietet den Bakterien bessere Schlupfwinkel», sagt Andreoni. Dies bestätigt auch Georg Bach von der deutschen Implantologen-Gesellschaft: «Die Bakterien dringen in diese Täler und Berge ein.»
Bei den beiden führenden Implantatehersteller Nobel Biocare und Straumann wiegelt man ab. «Wir stellen kein zunehmendes Phänomen der Periimplantitis fest», schreibt Nicolas Weidmann, Sprecher von Nobel Biocare.
Die Häufigkeit und Definition von
Periimplantitis werde selbst bei Experten kontrovers diskutiert. Und Thomas Konrad, Sprecher bei Straumann, sagt: «Periimplantitis ist Teil des Risikos einer Implantatebehandlung.» Das Unternehmen sieht darin gar ein künftiges
Geschäftsfeld: Es hat bereits Produkte zur Behandlung von Periimplantitis in der Pipeline.
Wegen der wachsenden Zahl von Fällen haben die Universitäten Bern und Zürich eine Periimplantitis-Sprechstunde eingerichtet, wo Zahnärzte ihre Problempatienten behandeln lassen können. Weil das Phänomen für die Zahnmediziner neu ist, existiert noch keine Standardbehandlung. In der Regel verfahren die Spezialisten jedoch gleich wie bei Parodontitis, der bakteriell bedingten Entzündung bei natürlichen Zähnen. Dabei wird mechanisch gereinigt und desinfiziert. Anders als bei der Parodontitis ist bei Periimplantitis in der Regel zusätzlich eine Behandlung des Knochenverlusts angezeigt, da dieser dazu führt, dass das Gewinde sichtbar wird.
Das kann teuer werden. Laut Giovanni Salvi, der an der Universität Bern die Periimplantitis-Sprechstunde leitet, können chirurgische Eingriffe und Knochenersatz schnell mal 1000 Franken kosten, wenn die Krone neu gemacht werden müsse, sogar über 3000 Franken. Allerdings: Wenn Zahnfleischentzündungen frühzeitig erkannt werden, ist die Behandlung einfach. «Das kann die Dentalhygienikerin während der Routinesitzung behandeln», sagt Salvi. Dazu sind jedoch regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt und der Dentalhygienikerin notwendig. Denn der Patient
selber merkt nichts von seiner Periimplantitis. Sie verläuft meistens ohne Schmerzen. Wenn Eiter austritt oder das Gewinde sichtbar wird, ist bereits ein grösserer Schaden um das Implantat vorhanden.

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18 Responses to “Felix Straumann: Zahnimplantate sind eine tickende Zeitbombe”

  1. JRichter Says:

    Die Geschichte mit den spätfolgen bei Zahnikmplantaten ist mir auch neu, zumindest in dem Ausmaß. Aber dass es immer wieder mehr oder weniger große Skandale in dem Bereich gibt ist ja bekannt. Besonders Schlechte Qualität der Implantate und mangelnde Patientenaufklärung, beispielsweise beim Einsatz tiereischer Knochenersatzmaterialien ist ja bekannt. Wer möchte sollte einfach mal bei myvideo nach “Rinderknochen” suchen.

  2. Fruli98 Says:

    Habe mir das Video angeschaut und finde genau dass das Problem, was die Frau in der Mitte des Videos sagt: Man weiß ja auch nicht, ob man nicht schon so etwas im Mund drin hat. Wenn die Patienten aufgeklärt werden würden, bin ich mir sicher, dass viele auch keine Lust auf Rinderknochen in ihrem Mund hätten.

  3. Alexa Says:

    Also Leute! Fragt ihr denn eure Ärzte nicht, bevor ihr die ranlasst? Euer Vertrauen möchte ich haben! Wer mit Implantaten rumläuft und nicht weiß, was drin ist, ist selber schuld. “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.” Kant

    • Der IQ sinkt Says:

      Also, wenn man zu einem Arzt geht der Implantate verkauft (bzw. verbaut), wird man mit hoher wahrscheinlichkeit ein Implantat angeboten bekommen. Ich gehe nicht davon aus, dass jemand der seinen Lebensunterhalt damit verdient, davon abrät. Daher ist ihr Kommentar absolut überflüssig und nicht hilfreich.

  4. Mündiger Bürger Says:

    @Alexa: Genau da liegt das Problem. Ich kenn das aus der eigenen Familie. Da hat eine Dame auch komplett neue Implantate mit Knochenaufbau und allem. Wenn ich die frage, woraus das alles besteht, weiß die auch keine Antwort. Hat eben nie nachgefragt.

  5. Hans Heinrich Says:

    Schnupp Olekranon
    Juli 2011
    Also: Ich hab drei solche Dinger seit 1999 im OK, Null Problem, but: dreimal am Tag Interdentalbürstchen plus -Seide, danach elektrisch OK und UK innen und außen, dann mit Zahnbürste von Rot nach Weiß, und zuletzt mit ein paar Tropfen Lavendel KbA gegurgelt – das ist das ganze Geheimnis und keine tickende Zeitbombe.

  6. Karl-Josef Brinkmann Says:

    Kajo 67 Ich habe seit 1998 7 Stück Titan Implants . Ok und UK im Mund. ein Stück ist ohne Belastung und Karftanwendung nach 2 Jahren fast ausgefallen. Trotz sorgfältigem Putzen und säubern, Teleskop-Arbeit – da kann man die Prothetik noch nachts ins Wasserglas stellen, ist eine langwierige Entzündung nicht bemerkt worden. 2006 stellte sich ein Titan-Unverträglichkeit – mit Labor-Untersuchung, heraus. Nachdem alle sonstigen überkronten Zähne jetzt heraus sind, fängt das Problem mit dem Ersatzmaterial Zirkonoxid und einem Zahnarzt oder Kieferchirurrgen an. Wo gibt es den ?

    • Dr. med., med. dent. Johann Baer Says:

      Seit mehr als 12 Jahren verwende ich ausschliesslich Zirkondioxydimplantate. Zuerst jene von Prof. Sandhaus, die Incermed-Implantate, dann Z-Look, Ziterion und jetzt die Zeramex-Implantate der Firma Dentalpoint. Bei Zirkonimplantaten ist eine Perimpantitis kein Thema. Es gibt sie dort nicht. Dies voraugesetzt, dass die Suprastruktur auch aus Zirkondioxyd oder Keramik ist. Beides, die Zirkonimplantate und die Keramiksuprastrukturen werden durch meine Praxis angeboten. Meine Adresse: Dr. med., med. dent Johann Heinrich Baer, Facharzt für Kiefer- und Gesichtschirurgie. Arzt und Zahnarzt. Oberer Steisteg 12 CH-6430 Schwyz, Schweiz. Tel.+41418130975. E-Mail.: dr.med.j.baer@bluewin.ch

  7. Mehmet Eyiyürekli Says:

    Sonne66, Habe im Juli 2012 zwei Implantate im Unterkiefer bekommen. Nach einem Monat Entzündung fesgestellt ( hatte Starke Schmerzen ) .Der ZA hat dann Antibiotikum verordnet und nach fünf Tagen das Zahanfleisch nach der Betäubung geöffnet und die Implantate nachgezogen ( er sagte das die Implantate nach der entzündung Locker werden ) und die entzündete Stelle gereinigt ?
    Per Röntgen konnte er keine Entzündung im (Kiefer) Knochen Feststellen ???
    Die Zähne sind noch nicht drin. Muss ich mit weiteren Komplikationen rechnen ?
    So glücklich bin ich damit leider nicht geworden.
    Abraten tu ich schon alle davon….

  8. Janet Says:

    Hallo! Ich hatte mir letztes Jahr ein Nobel Implantat machen lassen. Nach 3 Monaten ging das Zahnfleisch zurueck und die Schraube war ein bischen sichtbar. Aber wie oben beschrieben, die Bakterien kommen schneller rein. Nach 8 Monaten war das Implantat draussen!!! Und habe immer eine super Mundhygiene gehabt…nun versuche ich es mit Knochenaufbau, warte 6 Monate und dann versuche ich es noch einmal. Kann ja nicht mit einem Loch rumlaufen……

  9. Dr. Friedrich Petz Says:

    An Felix Straumann, ich kenne Sie nicht, weis auch nicht ob Sie der Familie Strauman angehoeren. Ich begann zu implanieren 1985, da lachten noch alle Kollegen, doch ich setzte c.a. 1/20.000 Implantate in meiner beruflichen Laufbahn. Was ich hier lese ist Schwachsinn und wundere mich ueber die Kenntnisse der Allgemeinmedizin bei den Kollegen, denn mit Ihrer sogenannten Periimplantitis gehen Sie am Problem vorbei und erkennen die Sachlage nicht, ich kann nur annehmen, dass es Ihnen an medizinischen Kenntnissen fehlt.

    Es wird doch jedem Mediziner bekannt sein, dass ein Implantat ein Fremdkoerper ist und bleibt, so dass das Immunsystem ewig daran arbeitet diesen Fremdkoerper abzustossen. So kann man nur gesunden Patienten Implantate setzen ( kein – Diabetes, Osteoporose., ect…..).
    Das erste ist einen Patienten darueber aufzuklaeren, wenn irgendeine Krankheit entsteht die das Immunsystem zu sehr in Anspruch nimmt, das es Probleme geben kann, denn dann stellt der Koerper auf Sicherheit um und entfernt alle Produkte die nicht zu ihm gehoeren. Das Problem mit den Implantaten ist auch, dass wir in der Zahnheilkunde im halbsterlinen Milieu arbeiten. Hueftgelenk – und Knieimplantate haben nicht das Problem, da sie nach Einheilung ewig im sterilen Bereich bleiben.

    Was den Kchochenersatz betrifft wundere ich mich, dass noch Rinderknochen oder aehnliche tierische Produkte verwendet werden und am Markt sind.

    Das beste Produkt war “Algipore” es wurde aus Algen hergestellt, da sie die selbe chemische Grundsubstanz haben wie der Koerperknochen “Kalziumhydrogxid”. Erstens ist dies ein pflanzliches Produkt und es enteht keine Immunreaktion. Doch wenn Sie die Studien ueber “Algipore” kennen werden Sie sehen, dass auch dieses Produkt im Knochen nicht wirlich einheilt sondern nur ein Platzhalter ist, doch kein unangenehmer.
    Es hat einen positiven Effekt. Der Koerper versucht langsam das pflanzliche “Ca Hy” abzubauen und baut sein eigenes “Ca Hy” auf, das dauert im Schnitt 10 Jahre. Das war und ist eine gute Loesung.

    Ich ging einen Schritt weiter und begann mit der Firma “Codon” Knochen zu zuechten. Das funktioniert denn es ist eigener Kochen mit koerperindenter DNA der eingepflanzt wird. Das Problem an dem Produkt war nur, dass die frisch gezuechteten Knochenzellen in einer fluessigen Form geliefert werden.
    So begann ich nachzudenken und machte aus den mir gelieferten fluessigen Knochenzellen eine Masse die fuer den Knochenaufbau verarbeitbar ist. Ueber zusaetliche operative Hilfe mit resorbierbaren Membranen und resorbierbaren Sticks brauche ich Sie hoffentlich nicht informieren und aufklaeren.

    Durch Entfernung eines kleinen Knochenstueckes im Unterkieferwinkel und zusaetzlicher Blutabnahme fuer den Naehrboden konnten so c.a. 1/500.000 neue Osteozyten gezuechtet werden, Ich moechte dabei noch hinweisen, dass es sich hier um Osteozyten handelt. also juvenile Zellen.
    Die Knochenmasse machte ich verformbar durch folgende Mischung aus koerpereigenen Produkten.
    PRP (Plattlet Rich Plasma) gemischt mit Zahnschmelz des Patienten (anorganisches Material, Hydroxylapatitit) und der neue gezeuchtete Kochen ergab eine fuer die Operation verformbare Masse. Nicht zu vergessen, dass bei sorgfaeltiger und hitzefreier Aufbohrung noch Knochenmaterial entsteht welches zum Knochenaufbau zusaetlcih verwendet werden kann.

    Wenn Sie implantieren und das Implantat wirklich auf Knochenhoehe versenken liegt die Erfolgsrate mit der von mir genannten Knochenzuechtung bei 99%.
    Ganz wichtig ist, dass das Implantat einen Primaersitz hat, denn jedes Nachschrauben und spaeteres Nachjustieren ist fehl am Platz und der erste Schritt zum Misserfolg. Auch sind die von den Implantatfirmen angegebenen Groessen fuer die entsprechenden Bohrloecher nicht korrekt, meistens sollte man eine Stufe darunter als angegeben Aufbohren.
    Jede Bindegewebsschicht die sich zwischen Implantat und Knochen vermehren kann ist der sichere Misserfolg, so kann ein Implantat nur gesetzt werden wenn Gingiva und Periost sorgfaeltig entfernt wurden.

    Wenn Sie dann noch bei der Suprakonstruktion spannungsfreie (Ich bin auch gelernter Zahntechniker) Materialien (CAD – CAM) verwenden so sind Sie auf der sicheren Seite und bei halbwegs guter Mundhygiene weit entfernt von Ihrer PERIIMPLANTITIS, Doch mit Ihrem Bericht zweifle ich schon an der Ausbildung der Arzte.

    Waere ich nicht krank geworden so wuerde dieses Verfahren schon mehr bekannt sein. Doch meine Krankheit hat mit einem Schlag alles zerstoert und das Internet und die Aerztekammer konnte nichts besseres tun als auf einen kranken Menschen noch einmal draufzusteigen.

    Hochachtungsvoll. Dr.Petz.

    • Tremel Walpurga Says:

      Sehr geehrter Herr Dr. Petz,

      ist die von Ihnen sehr ausführlich dargestellte Methode eine normale Vorgangsweise bei Implantaten oder wird/wurde sie nur von Ihnen so durchgeführt? Gibt es Experten, die ebenso wie Sie arbeiten?

      Herzlichen Dank für eine kurze Antwort sowie

      freundliche Grüße

      Walpurga Tremel

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  11. georgtaffet Says:

    Hallo Felix Straumann, klar, jedes Implantat birgt unter gewissen Voraussetzungen ein Periimplantitisrisiko. Nichts hält ewig auf der Welt, alles ist einem Verschleiß ausgesetzt. Auch Deine Schuhe, aber auch Deine Knie- und Hüftgelenke. Auch das Hirn, dass heißt dann Altersdemenz…
    Vorbeugung und Erhalt der eigenen Zähne ist sicherlich viel besser als Implantate. Aber was tun, wenn die Zähne (meistens nicht ganz ohne die Schuld des Betroffenen!) verloren gegangen sind?
    Weißt Du, jeder natürliche Zahn birgt auch ein Parodontitisrisiko. Und ein Kariesrisiko dazu…:-)
    Hast Du Dir Gedanken über die Risiken gemacht, welche Dein Auto birgt? Teure Reparaturen nach paar Jahren… Und Du könntest einen Unfall damit bauen, jemanden damit töten! Also kein Auto mehr kaufen, oder?
    Ich denke Du und alle anderen Implantatgegner solltet die Sache fair betrachten, gleiche Maßstäbe ansetzen: Implantate sind ein Zahnersatz. Ein Ersatz für von der Natur schon mal nicht ganz perfekt konstruierte Zähne, in Kiefern von nicht ganz perfekten Menschen. Sie sind nicht perfekt. Es gibt Misserfolge. Aber, Implantate sind von allen Möglichkeiten fehlende Zähne zu ersetzen diejenigen welche in Funktion und Ästhetik den verlorenen, natürlichen Zähnen am nächsten kommen, welche ihrem Träger die beste Lebensqualität bieten.
    Es spricht aber nach wie vor nichts gegen eine Prothese mit Plastikzähnen drauf… Die sind übrigens noch reparaturanfälliger 🙂
    Ich implantiere seit 20 Jahren in meiner Praxis. Ich weiß wovon ich rede…
    Dr. Georg Taffet, Master of Science Implantologie

    • trekci Says:

      Sehr geehrter Dr. Taffet,

      ich bin genau Ihrer Meinung. Man sollte das alles nicht überbewerten! Wenn wir uns bei allem was wir tun darüber Gedanken machen würden, was im schlimmsten Fall alles passieren kann, dann sollte man die Finger von Implantaten lassen. Ich selbst bin jedenfalls froh, dass es Implantate gibt, die mir hoffentlich bald ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Bei der ganzen Diskussion um die Implantate fehlte mir jedoch die Antwort darauf, wann ein Implantat auf jeden Fall wieder raus sollte. Ich habe im April d. J. vier Implantate bekommen, im Juni nochmal drei. im April verlief alles okay, im Juni gab es von Anfang an mit einem Implantat Probleme, Schmerzen folgten, Antibiotika und Ibuprofen. Mittlerweile sind neun Wochen vergangen, ich war bestimmt 6 Mal beim Implantologen, er meinte – das wird schon. An der Stelle, wo das Implantat sitzt ist der Kiefer immer noch dick geschwollen und es tritt an einer Stelle Eiter bzw. eine Flüssigkeit aus. Mittlerweile habe ich den Glauben dran verloren, dass das Implantat und ich noch Freunde werden. Soll ich zum Implantologen und verlangen, dass das Implantat entfernt wird. Ich denke so eine massive Entzündung im Körper über Wochen ist ja auch nicht grade ohne. Mit den anderen sechs Implantaten bin ich bis jetzt wirklich zufrieden. Sie müssen ja noch einwachsen, die Kronen kommen erst nächstes Jahr drauf. DNA-Test wurde gemacht – keine Unverträglichkeit, so viel ich weiß, wurde beim Knochenaufbau, mein Blut mit Rinderknochen gemischt. Würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung hierzu mitteilen könnten. Herzliche Grüße trekci

  12. Zahnimplantate sind alles andere als harmlos - Seite 2 Says:

    […] […]

  13. Satya Says:

    Leider kann ich Herrn Straumanns Bericht nur bestätigen…ich habe weder Diabetis, noch Osteoporose noch hätte ich jemals Parodontose…und habe sowohl bei einem Keramik-Implantat als auch bei einem Titan-Impantat die gleichen Erfahrungen gemacht…
    Meiner Schwester und ihrem Mann ist genau dasselbe passiert…
    Herr Dr Petz: die Frage ist doch: entsteht die Periimplantitis als,Ergebnis der von Ihnen genannten Abstossreaktion des Körpers oder aufgrund eines nicht steril zu haltenden Milieus? Das sind ja zwei unterschiedliche Ursachen…
    Weshalb sollt ihr Verfahren diese 2 Ursachen ausschließen?

    Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum Sie den Bericht als ” Schwachsinn” betiteln…was sind dafür Ihre konkreten Argumente?
    Fakt ist, es kommt vor…und es kommt leider öfter vor, als man es sich wünscht!
    Und tatsächlich hat der Betroffene dann ein größeres Problem als vorher, zumal sich die Implantologen bei der Vorgehensweise/Nachbehandlung auch hier nicht einig sind.
    Eine Neubesiedlung ist genauso wieder möglich und nicht gerade unwahrscheinlich….denn es bleibt ja der Fakt, dass wir hier nicht eine hermetisch geschlossene Situation haben und im Prinzip die Gefahr einer erneuten Kontamination immer wieder besteht..

  14. m88 links Says:

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