Bildwerbung für die neue GOZ: Kosten-Schock beim Zahnarzt – Kronen, Brücken & Co bis 20 Prozent teurer!

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Da bleibt einem der Mund echt offen stehen: Seit 1. Januar gilt die neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), Kassen zahlen nur noch die „Regelversorgung“. Für gesetzlich Versicherte heißt das: Im Schnitt kostet alles, was der Patient selber bezahlen muss, mindestens sechs Prozent mehr. Für Privatpatienten steigen Zahnarztkosten bis zu 20 Prozent.

Grundsätzlich gilt: Die Zahnärzte verlangen auf jede Leistung einen satten Aufschlag für alles, was über die „normale“ Versorgung hinaus geht. Beim Eigenanteil für Kronen, Brücken und Prothesen wird es also deutlich teurer. Wie viel der Versicherte mehr zahlen muss, ist unterschiedlich. Für Vollkronen rechnet der Verband der gesetzlichen Krankenkassen mit bis zu 74 Euro mehr, für Teleskopkronen sogar mit bis zu 237 Euro mehr (bisher 256 Euro, dann 513 Euro)!!

Warum variieren die Preise?

Der Zahnarzt ist zwar an die GOZ gebunden, kann also pro Einzelleistung nur einen geregelten Satz abrechnen. Doch da der „Schwierigkeitsgrad” der Behandlung von Patient zu Patient unterschiedlich ist, kann er einen Hebelsatz anwenden. Das bedeutet, dass er den GOZ-Gebührensatz mit einem Faktor (1 bis 3,5) multiplizieren kann.

Beispiel: Bei einer einfachen Behandlung setzt der Arzt Faktor 1 an. Kostet die Behandlung 100 Euro, kriegt er 100 Euro. Gibt der Zahnarzt an, die Umstände seien komplizierter, kann er Faktor 3,5 ansetzen. Bei einer GOZ-Kostennote von 100 Euro kriegt der Zahnarzt dann schon 350 Euro. Dazu variieren Zahnarzt-Honorar und Labor-Kosten, die bei Zahnersatz oder Implantaten anfallen.

Was kann ich machen?

Auch jeder Kassenpatient hat das Recht, sich gratis einen Kostenvoranschlag geben zu lassen, spätestens bei Behandlungskosten ab 1000 Euro. Lassen Sie sich genau erklären, welches Honorar Ihr Zahnarzt verlangt und welchen Hebelsatz er wählt.

Kann ich damit zu einem anderen Zahnarzt gehen?

Auf jeden Fall. Holen Sie sich eine zweite Meinung zu Ihrem Heil- und Kostenplan ein, vergleichen Sie, wenn Sie die Möglichkeit haben, auf Beratungsportalen im Internet (z.B. www.zahnarztkostenvergleich.de)

Was zahlt meine Zusatzversicherung?

Bei gesetzlich Versicherten trägt – soweit abgeschlossen – die Zusatzversicherung nur einen Teil der Kosten, je nach Vertrag. Checken Sie die Konditionen ihrer Zusatzversicherung – durch die Mehrkosten könnte der Beitrag steigen, dann haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.

Warum dürfen die Zahnärzte mehr verlangen?

Weil der Gebührenrahmen der GOZ seit 1988 kaum verändert wurde, obwohl durch viele neuere Behandlungsmethoden die Kosten, die für die Zahnärzte anfallen, um bis zu 70 % gestiegen sind (z.B. durch neue, moderne Geräte).

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