Koordinierungskonferenz der Landespressesprecher zum Thema Social Media

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Die Frage, ob Social Media – Fluch oder Segen für die ÖA von Zahnärzteorganisationensind, stellte sich die erste Koordinierungskonferenz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des neuen Jahres, die am 02. und 03. März – dieses Mal unter Federführung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV)  – in Hamburg stattfand.

Unter der moderierenden Führung von Dr. Reiner Kern, Leiter der Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei der KZBV und mit Beteiligung von Dr. Jürgen Fedderwitz, KZBV Vorstandsvorsitzender sowie den Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) Prof. Dr. Dietmar Oesterreich und Prof. Dr. Christoph Benz, widmeten sich die Vertreter der Kammern und Verbände dem Für und Wider des Einsatzes sozialer Medien in der PR.
Die vielseitigen Aspekte von Social Media wurden dem Auditorium in acht Vorträgen vor Augen geführt; zunächst am ersten Tag in Form einer allgemeineren Einführung in das weite Feld des Web 2.0. Die Referenten warfen einen Blick auf die riesige Angebotspalette sozialer Medien, erläuterten die unterschiedlichen Ansätze einer PR-Strategie, die Social Media in die Öffentlichkeitsarbeit integriert und warnten vor den Fallstricken rechtlicher und kommunikativer Natur, die der Einsatz der neuen Massenkommunikationsmittel für die Zahnärzteorganisationen mit sich bringen kann. Am zweiten Tag wurde der Einsatz von Social Media anhand verschiedener Beispiele aus der Praxis konkret beleuchtet. Die Referenten stellten geschlossene Ärzte- und Zahnärzte-Netzwerke, ihr Angebot und ihr Nutzenpotential vor, warfen einen Blick auf das eigene Engagement beim Branchenriesen und Global-Player Facebook und zeigten am Beispiel der Initiative proDente e.V. die gewinnbringende Verwendung sozialer Netzwerke als Multiplikator der eigenen Botschaften und Angebote.
Goldgräberstimmung kam auf der Konferenz nicht auf. Was jedoch auch den Skeptikern, Kritikern und Zauderern aufgrund der Beiträge deutlich wurde, war, dass es sich bei Social Media nicht um einen kurzlebigen Trend, sondern um ein Instrument von kaum zu unterschätzender Tragweite handelt. Durch Soziale Medien findet ein Paradigmenwechsel in der Kommunikation und damit auch in der Öffentlichkeitsarbeit statt. Jeder gesellschaftliche Akteur muss sich vor diesem Hintergrund die Frage stellen, ob er an dem Gespräch, das bereits über ihn stattfindet, teilnehmen und damit Position in eigener Sache beziehen will, oder den Beschluss fasst, sich bezüglich eines weltweiten Diskurses ins kommunikative Abseits zu stellen.
Alle Referenten betonten die Bedeutung der richtigen Vorbereitung für den Einsatz Sozialer Medien in der Öffentlichkeitsarbeit der Kammern und KZVen: Nur wer seine eigene Zielvorstellung und damit sein Kommunikationsanliegen klar zu definieren vermag, kann auch seinen Medienmix entsprechend optimieren. Nur wer sich im Vorfeld über die Dynamik der Massenkommunikation und ihre Eigengesetzlichkeiten bewusst ist, kann ein auch ein lückenloses Krisenmanagement gewährleisten. Die alten Zöpfe, die man bei der Kommunikation im Social Web abschneiden muss, wurden unter dem Begriff des „Web 1.0 Habitus“ zusammengefasst: Kontrolldenken und das Beharren und ggf. juristische Durchfechten der alleinigen Meinungshoheit können den kommunikativen Super-Gau nach sich ziehen. Wie ein solcher ausschauen kann, wurde an zahlreichen Beispielen verdeutlicht. Durch Analyse der Fallbeispiele wurden die Dos und Don’ts der Unternehmenskommunikation im Web 2.0 deutlich.
Wie die Abschlussdiskussion und viele offene und weiterführende Fragen zeigten, wird das weite Feld der Sozialen Medien und ihres Nutzens für die Unternehmens-PR der zahnärztlichen Körperschaften und Verbände eines der maßgeblichen Themen der Zukunft sein, das sich auf einer Konferenz zwar anreißen, nicht aber erschöpfend abarbeiten lässt.
Social Media sind aus der Medienlandschaft und der weltumspannenden Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Vor der Folie dieser Erkenntnis, die durch die Koordinierungskonferenz und ihre Ergebnisse einmal mehr bekräftigt wurde, zeigt sich, dass die Landeszahnärztekammer Hessen mit ihren Aktivitäten im Bereich der Social Media auf dem richtigen Weg ist.
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