Zähne in Sichtweite von Löwen und Giraffen gezogen

by

Moordeicher Zahnarzt Dr. Marc Reese verbringt einen Monat in Afrika

Vier Wochen lang hat der Moordeicher Zahnarzt Dr. Marc Reese ohne Strom, ohne fließend Wasser und manchmal sogar unter freiem Himmel behandelt. Für vier Wochen praktizierte der Zahnmediziner im afrikanischen Sambia. Auf eigene Kosten und während seines Jahresurlaubs. „Ich wollte etwas zurückgegeben“, sagt der 28-Jährige.

Schon während seines Studiums in Göttingen hatten Reese und seine Kommilitonin Dr. Meike Büschken die Idee, für ein paar Wochen Menschen in der Dritten Welt zu helfen. „Aber ich wollte erst praktischen Erfahrungen sammeln“, sagt der junge Zahnarzt, der seit zweieinhalb Jahren in Moordeich arbeitet. Vor einem Jahr begannen Resse und seine Kollegin, die in Hamm praktiziert, mit den Vorbereitungen für ihren Hilfseinsatz. Die Organisation „Zahnärzte ohne Grenzen“ schlug den Ärzten einen Aufenthalt in Sambia vor. „Ich musste selbst erstmal auf der Karte nachsehen, wo genau das Land in Afrika liegt“, räumt Reese ein. Am 1. April flog er los.

Im Gepäck hatten er und seine Mitstreiterin jede Menge Verbrauchsmaterial wie Tupfer, Handschuhe, Desinfektionsmittel und Medikamente. Sambia gelte als eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt, sagt Reese. Allerdings gebe es genug Nahrungsmittel, die allermeisten Menschen in dem südostafrikanischen Land bräuchten keinen Hunger zu leiden.

Google-Anzeigen

Tankinis in ÜbergrößenTolle Tankinis iin Übergrößen. Hier bei KLiNGEL online bestellen! http://www.klingel.de/uebergroessen
Super AngeboteDie Besten Angebote bis zu 80% reduziert. Tägl. neu bei DailyDeal http://www.DailyDeal.de

Ein aus Deutschland stammender Projektmanager fuhr die Zahnärzte mitsamt ihrer Ausrüstung quer durch Sambia, schwerpunktmäßig arbeiteten Reese und Büschken im Süden an der Grenze zum Nachbarland Simbabwe. Dort hatte es sich herumgesprochen, dass die Zahnärzte kommen. Die Menschen in Sambia gingen nur in äußersten Notfällen zum Arzt. Manche hätten einen tagelangen Fußmarsch in Kauf genommen, um sich von dem Moordeicher und seiner Kollegin behandeln zu lassen.

Dabei mussten die Deutschen oft improvisieren. Sie arbeiteten mitten im Busch, ohne Strom, ohne fließend Wasser, bei strömenden Regen und Temperaturen von 40 Grad und mehr. Auf Behandlungszimmer mit Elektrizität stießen sie allenfalls in den Krankenhäusern der Kreisstädte.

Viele Sambier hätten durchaus gesunde Zähne, hat Resse beobachtet. „Kein Wunder, die Menschen dort können sich kaum Süßigkeiten leisten.“ Aber auch todkranke Menschen und Patienten mit HIV im Endstadium traf der Mediziner. „Solche Krankheitsbilder und Verläufe kennen wir aus Europa nicht.“ Manches sei schwer zu ertragen gewesen, blickt Reese zwei Wochen nach seiner Rückkehr auf den Aufenthalt in Sambia zurück.

Flora und Fauna „wie aus dem Bilderbuch“ entschädigten die Gäste für die Strapazen. Reese sah Elefanten vor seinem Zelt rasten, Giraffen und Löwen liefen ihm vor die Kamera. Und beim Waschen im Sambesi-Fluss musster er auf Krokodile achten.

Advertisements

Tags:

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s


%d bloggers like this: