Wenn sich der Zahnarzt ein echtes Wiener Schnitzel erradelt….

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Wenn Unsereiner Lust auf ein Wiener Schnitzel hat, geht er zum Metzger, kauft sich ein Kalbsschnitzel und bereitet es auf die typische “Wiener Art” zu. So einfach machen es sich Markus Spurk (Zahnarzt aus Wahlschied), Thomas Jelinek (Arzt aus Hülzweiler), Holger Ludwig (Bankkaufmann aus Nalbach), Michael Ludwig (Industriemeister aus Saarlouis) und Klaus Groß-Selbeck (DEKRA-Niederlassungsleiter aus Saarbrücken) nicht. Sie fahren non-stopp mit dem Fahrrad nach Wien, um dort ein Wiener Schnitzel zu essen. “Ja, ein gewisser Wahnsinn gehört dazu”, schmunzelt Markus Spurk.

Es ist nicht die erste “verrückte Idee” der vier Mittvierziger. 2008 wollten die Extremradler nach Rimini zum Eis essen, ein Unwetter stoppte sie am Gardasee. Ein Jahr später trugen sie – natürlich per Fahrrad – einen Ringel Lyoner nach Paris und kehrten mit einem Flûte unterm Arm zurück. 2010 holten sie ihre Fahrt nach Rimini nach und 2011 radelten sie nach London, um dort über den berühmten Zebrastreifen auf der Abbey-Road zu spazieren, wie einst die Beatles bei ihrer LP “Abbey Road”.

Wer kommt auf diese verrückten Ideen? Alle zeigen sofort mit dem Finger auf Markus Spurk. Der Wahlschieder Zahnarzt ist aber nicht nur Ideengeber, sondern auch Planer der Fahrt. “Ich kümmere mich um die Routen, buche die Hotels, während die Anderen andere Aufgaben haben”, erzählt er.

Eine besondere Aufgabe fällt Claudia Reininger, der Freundin von Thomas Jelinek, zu. Sie fährt im Begleitbus mit, transportiert die Notfallkoffer, falls mal etwas passiert, und hat auch Wasser und Energieriegel dabei, um die Helden während der Tour zu verpflegen.

Der Start erfolgt in der kommenden Nacht zum Freitag, 10. August: “Punkt Mitternacht geht es traditionsgemäß vor meinem Haus in Wahlschied los”, kündigt Spurk an. Von dort geht es über 480 Kilometer nach Nürnberg und Fürth. Dort wird übernachtet, am zweiten Tag geht es weiter nach Prag, wo man über die Karlsbrücke radeln will. Die dritte Etappe führt nach Male Hostovice, einem kleinen Ort bei Brünn, wo Thomas Jelineks Mama lebt und die Extremradler bekochen wird. Und am vierten Tag soll Wien erreicht werden, wo man das Schnitzel essen sowie den Prater und Schloss Schönbrunn besuchen will.

Die Heimreise treten die fünf Extremradler im Begleitbus an. “Wenn ich dann überhaupt noch lebe”, scherzt Tour-Neuling Klaus Groß-Selbeck. Doch er übertreibt, denn alle Fünf sind gute, austrainierte Sportler. Groß-Selbeck und Spurk sind Triathleten, Jelinek und Holger Ludwig sind Läufer und Radrennfahrer, Michael Ludwig kommt von Eishockey. Dennoch ist ihnen bewusst, dass ihnen am Ende der rund 1300 Kilometer langen Fahrt das Sitzen schwerfallen wird. Aber das schreckt sie nicht. Michael Ludwig meint: “Es ist hart, aber lustig und man sieht richtig viel von der Landschaft.” Für 2013 haben sie auch schon Pläne. Dazu Markus Spurk: “Nächstes Jahr geht es nach Gibraltar.”

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