Wie ein Krankenhauskonzern sich dem Tarifstreit entzieht

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Wenn man diesen Bericht liest, schwant einem Schlimmstes. Vor allem, wenn man selbst in einem Angestelltenverhältnis steckt und sieht, wie sich die Kliniklandschaft nach und nach in Richtung Privatisierung bewegt:

Mit einem unbefristeten Streik wollen die Beschäftigten der norddeutschen Helios-eigenen Servicegesellschaft die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit dem Konzern bewirken. Doch mitten im Warnstreik kündigt der Helios-Konzern an die bestreikte Gesellschaft aufzuspalten. Die Streikmaßnahmen laufen somit ins Leere, weil sich der Arbeitgeber durch Aufspaltung der Gesellschaft den Tarifauseinandersetzungen plötzlich entzieht. Ein Novum, das nach Auffassung von Experten das Streikrecht aushebelt.

Für einen höheren Lohn kämpft auch Manuela Sponzholz. Sie arbeitet als Stationshilfe, verdient 6,90 brutto pro Stunde.

Früher, als das Krankenhaus noch der Stadt gehörte, verdiente sie 11 Euro die Stunde. Dann verkaufte die Stadt das Krankenhaus an Helios. Die sogenannten Servicekräfte wurden in eine Tochterfirma ausgegliedert, dabei wurden die Löhne kräftig gesenkt. 6,90 brutto pro Stunde. Helios ist der größte private Klinikkonzern in Deutschland mit rund 70 Kliniken. Helios will von den Klinken hohe Renditen: 14,9%, das ist sehr viel für ein Unternehmen, das sich vor allem aus Beiträgen der gesetzlich Versicherten finanziert. Helios ist börsennotiert und erzielte 2011 einen Gewinn von 270 Mio. Euro. Hauptaktionär ist der Pharmakonzern Fresenius.

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