UKE schlägt Alarm: Zahnmedizin bedroht

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In der Forschung und Lehre des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) droht ein Sparkurs. Der Uni-Asta sowie der Fachschaftsrat Medizin und der Fakultätsrat Medizin befürchten deutliche Einschnitte in der Lehre – vor allem im Bereich Zahnmedizin. Noch verhandeln UKE-Chef Martin Zeitz und Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD). Doch der Dekan der medizinischen Fakultät, Uwe Koch-Gromus, hat offenbar bereits einen zehn Punkte umfassenden Sparplan vorgelegt. Demnach könnten einzelne Kliniken und Institute zusammengelegt sowie freie Professorenstellen gestrichen werden.

Alle anderen staatlichen Hochschulen der Stadt haben in den vergangenen Monaten nahezu gleichlautende Vereinbarungen mit Stapelfeldt geschlossen: Die Präsidenten erhalten zwar eine finanzielle Sicherheit bis 2020, zugleich müssen sie unter dem Strich aber sparen. Das UKE weiß also, was ihm bevorsteht. Doch die Mitarbeiter und Studenten wollen dies nicht hinnehmen. “Bei der Zahnmedizin könnte eintreten, was auch anderen Studiengängen droht”, so Martin Riecke vom Asta. “Nämlich ein langsames Aussterben des Faches.” Statt drei werde es wohl schon bald nur noch zwei Professoren geben. Der Zahnmedizin drohe letztlich gar die Schließung.

Mit Blick auf Forschung und Lehre des gesamten UKE befürchtet der Fakultätsrat, im Jahre 2020 drohe ein Defizit in Höhe von 18 Millionen Euro. Er fordert für die kommenden Jahre einen vollen Ausgleich der Preis- und Tarifsteigerungen – dies wäre in der Hamburger Hochschullandschaft allerdings einmalig; bislang gewährte Stapelfeldt dies in keinem Falle. Auch der Fachschaftsrat kritisiert, die Zahnmedizin müsse einen überproportional großen Anteil am Sparprogramm tragen.

Dass das UKE in Forschung und Lehre aufgrund der bevorstehenden Vereinbarungen sparen muss, ist unstrittig. Jedoch muss es nicht zwangsläufig die Zahnmedizin treffen; das Klinikum kann selbst festlegen, wo der Rotstift angesetzt wird. Nach Informationen der “Welt” tragen zudem auch andere Entwicklungen zu den Engpässen bei: So kam es in der Vergangenheit am UKE zu einer Personalaufstockung im Klinikbereich – diese Stellen werden durch die Etatverhandlungen gar nicht berührt.

Stapelfeldts Sprecher Alexander von Vogel sagte am Dienstag zu der Kritik: “Kuratorium und Vorstand erörtern derzeit in konstruktiven Gesprächen die finanziellen Rahmenbedingungen des UKE für die kommenden Jahre. Dieser gemeinsame Diskussionsprozess ist noch nicht abgeschlossen.”

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One Response to “UKE schlägt Alarm: Zahnmedizin bedroht”

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