Schwarzlicht in Disco lässt Beläge strahlen

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Manch einem lehrt er das Grauen, der Zahnarzt. Dass man vor dem Mann in Weiß aber keine Angst haben muss und ein Besuch bei ihm wichtig ist, lernten am Donnerstag die Kinder des Awo-Kindergartens Berumbur. Sie besuchten im Rahmen des Tags der Zahngesundheit, der bundesweit am 25. September begangen wird, die Grundschule Berumbur. Die hatte in Zusammenarbeit mit dem Team Zahngesundheit des Landkreises Aurich zu einer Infoveranstaltung zum Thema Mundhygiene eingeladen.

„In einer Gruppe mit Gleichaltrigen haben Kinder keine Angst“, weiß die Auricher Zahnärztin Petra Claaßen. Sie empfiehlt Eltern ihre Kinder möglichst früh mitzunehmen, so dass sie die Praxis kennenlernen und eine positive Erfahrung mitnehmen. „Gehen sie erst zum Zahnarzt, wenn gebohrt werden muss, ist es zu spät.“

Die „Zahndisco“ war ein Highlight

Sechs Prophylaxe-Helferinnen brachten den Kindern spielerisch vieles über Zahnpflege und Ernährung bei. Zur Veranschaulichung gab es unter anderem einen „Zuckertisch“, auf dem viele Produkte, darunter Gummibärchen und eine Flasche Cola, aufgeführt waren. Die Anzahl der Zuckerwürfel, die sie enthalten, war neben ihnen aufgebaut. Der ganze Stolz des Teams war die „Zahndisco“. In dieser wurde eine fluoreszierende Flüssigkeit auf die Zähne geschmiert, um im Schwarzlicht der Disco Zahnbeläge sichtbar zu machen, die nicht genügend geputzt wurden.

„Man muss so früh wie möglich mit dem Putzen anfangen“, sagt Claaßen. Bereits 50 Prozent aller Kindergarten-Kinder hätten defekte Milchzähne. „Eltern denken oft, die Pflege der Milchzähne sei nicht so wichtig, die fallen ja sowieso raus“, schildert Prophylaxe-Helferin Gisela Rettcher ihre Erfahrungen. Doch das sei falsch: „Die Milchzähne haben eine Platzhalterfunktion“, so Rettcher. Verliere ein Kind frühzeitig einen Milchzahn, würden sich die anderen Zähne zusammenschieben und der später nachwachsende Zahn habe keinen Platz mehr. Das Kind braucht eine Spange. „Außerdem machen es kranke Milchzähne den Kindern noch schwieriger, gesund zu essen“, erklärt Claaßen. „Schwarzbrot, Möhren – das gesunde Essen beißt sich in die Lücken hinein. Das tut weh.“

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