Unzufrieden mit der Prothese? Studienteilnehmer gesucht!

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Klinische Studie der Universitäts-Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik Heidelberg untersucht neues Implantat-Verankerungssystem / Männer und Frauen zwischen 60 und 85 Jahren mit zahnlosem Kiefer können teilnehmen / Einzelimplantat fixiert Prothese und soll Einheilphase verkürzen

Die Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Heidelberg sucht für eine klinische Studie Männer und Frauen im Alter zwischen 60 und 85 Jahren mit zahnlosem Ober- und Unterkiefer, die mit ihrer Prothese im Unterkiefer unzufrieden sind. Teilnehmer erhalten jeweils ein Implantat im Unterkiefer, das über ein Halteelement die Prothese fixiert und mit dem die Einheilphase von bis zu drei Monaten auf einen Tag verkürzt werden soll. Zudem sparen sie 80 Prozent der Kosten, die regulär für das Einsetzen des Implantats anfallen. Die Forscher wollen das neue Implantat-Verankerungssystem mit bestehenden Techniken vergleichen und prüfen, wie es sich auf Lebensqualität oder Kauleistung auswirkt. Die Studie, die zeitgleich an neun Universitäten in Deutschland läuft, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Etwa ein Viertel der 65- bis 74-Jährigen in Deutschland ist zahnlos. Eine Totalprothese ist vor allem im Unterkiefer für viele Patienten eine unbefriedigende Lösung: Die Prothese liegt ausschließlich auf der Schleimhaut auf und kann daher beim Kauen verrutschen. Häufig sind schmerzhafte Druckstellen, manchmal auch Würgereiz oder eine gestörte Aussprache die Folge.

Bereits mit einem einzelnen Zahnimplantat und einem darauf fixierten Halteelement bekommt eine Totalprothese im Unterkiefer besseren Halt. Die Patienten können wieder besser kauen, die Lebensqualität insgesamt steigt. In der Regel müssen Implantate jedoch mehrere Monate unbelastet einheilen. Um diese Zeit für die Patienten abzukürzen, wurden Implantate und Halteelemente entwickelt, die eine sehr frühe Belastung erlauben. Wie sich diese Systeme auf lange Sicht bewähren und welche Rolle dabei der Zeitpunkt der ersten Belastung spielt, ist Gegenstand verschiedener Studien an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik.

Interessierte können an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik einen unverbindlichen Beratungstermin unter Tel.: 06221 / 56 60 40 vereinbaren. Teilnahme ist bis circa August 2013 möglich.

Kontakt:
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Mund-Zahn-Kiefer Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg Im Neuenheimer Feld 400 69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 60 40
E-Mail: mzk-prothetik@med.uni-heidelberg.de

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 110.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und 400.000 Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

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