Zahnpflege im europäischen Vergleich: Deutsche putzen fleißig

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 In den meisten Ländern Europas hat sich die Mundgesundheit in den vergangenen Jahren verbessert. Auch eine bessere Mundhygiene sorgte für einen Rückgang der Erkrankungen. In Deutschland wird die Mundgesundheit regelmäßig umfassend analysiert. Ergebnis der letzten DMS-Studie: Der Zahnverlust verschiebt sich zunehmend ins höhere Alter. Durchschnittlich fehlen einem Erwachsenen heute 2,7 Zähne. In der Erhebung von 1997 betrug der Wert noch 4,2.

So verwundert es nicht, das die Deutschen bei der Pflege ihrer Zähne ganz gut abschneiden. Wie die meisten Europäer putzt auch hier der überwiegende Teil der Bevölkerung – über 70 Prozent – mindestens zwei Mal täglich die Zähne. Mit 86 Prozent schwingen die Italiener am häufigsten die Zahnbürste, mehr als 40 Prozent sogar drei Mal täglich. Das Schlusslicht bilden die Franzosen, gefolgt von Irland und Großbritannien. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung greift in diesen Ländern nur einmal am Tag oder noch seltener zu Zahnbürste und Zahnpasta. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Erhebung des Marktforschungsinstituts IPSOS im Auftrag der Initiative „Better Oral Health in Europe Platform“. Befragt wurden jeweils 500 Erwachsene aus Frankreich Deutschland, Irland, Italien, Polen, Spanien und Großbritannien.

Schwachpunkt: Der Raum zwischen den Zähnen

Trotz guter Grundreinigung liegt bei den Zahnzwischenräumen allerdings einiges im Argen. Nur ein Viertel der Deutschen widmet sich täglich diesem für Zahn-und Zahnfleischprobleme anfälligen Bereich. Jeder Dritte benutzt überhaupt keine Zahnseide. Im restlichen Europa sieht es nicht besser aus.

In Frankreich gaben sogar 61 Prozent der Befragten an, niemals Zahnseide zu benutzen.

Prof. Dr. Stefan Zimmer, Inhaber des Lehrstuhls für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten-Herdecke, betont im Zusammenhang mit den Umfrageergebnissen vor allem die Bedeutung der Zahn- und Mundgesundheit für die  allgemeine Gesundheit. „Die Umfrage legt nahe, dass dies noch nicht vollständig in den Köpfen der Menschen angekommen ist.“ Das Bewusstsein um die Bedeutung einer guten Mundhygiene müsse besser in der Bevölkerung verankert werden, so Zimmer, „als integraler Bestandteil ihrer Lebensqualität und Gesundheit“.

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