Kopftuchstreit auf Schwedisch: Religion bricht keine Hygienerichtlinien

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Eine muslimische Zahnärztin, die es ablehnte, sich an die Kleiderordnung einer Zahnstation zu halten und dies damit begründete, dass es ihr die Religion gebiete, möglichst wenig Haut zu zeigen, verlor ihren Rechtsstreit gegen den staatlichen  Schwedischem Public Dental Service (Folktandvården)

Nach dem Abschluss ihres Zahnmedizinstudiums im Januar 2008 bewarb sich die jetzt 29-jährige Frau für eine Position im öffentlichen zahnärztlichen Dienst in Stockholm.

Während des Einstellungsprozesses wurde ihr mitgeteilt, dass das zahnärztliche Personal aus hygienischen Gründen bei der Behandlung von Patienten kurzärmelige Bekleidung tragen muß. Damit war sie aus relgiösen Gründen nicht einverstanden, worauf sie die Stelle nicht bekam.

Nach ihrer Ablehung verklagte sie Folktandvården auf Zahlung von  150,000 Kronen ($21,500), in dem sie ihre Ablehung als Diskriminierung wertete. Aber das Stockholmer Gericht stellte sich auf die Seite des zahnärztlichen Diensts und stellte fest, dass die Entscheidung, die Frau nicht zu einzustellen, keine Diskriminierung darstelle.

In seinem Urteil zitiert das Gericht die Hygienerichtlinien, die es dem Personal im Gesundheitswesen grundsätzlich gebot, kurzärmelige Bekleidung bei der Untersuchung von Patienten zu tragen: “Selbst wenn es eine Benachteiligung der Muslime bedeutet […], Folktandvården muss sich an die aktuellen Richtlinien für grundlegende Hygiene für das Gesundheitssystem halten”, schrieb das Gericht in seinem Urteil.

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