Ärztepräsident fordert das Gelbe vom Ei….äh….gnungstests für Medizinstudenten

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Schön wie sich der Herr Doktor Ärztepräsident wieder in Szene setzt: Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat einen Persönlichkeits- und Eignungstest für das Medizinstudium gefordert. In der “Rheinischen Post” kritisierte er, dass das Auswahlverfahren derzeit allein nach der Abiturnote laufe. Man brauche Assessment-Center, in denen die Anwärter nach Eignung ausgesucht werden könnten. Die Kosten bezifferte er auf 1000 Euro pro Bewerber. Angesichts von Kosten eines Studiums von mehr als 200 000 Euro sei ein solches Auswahlverfahren eine sinnvolle Investition.

Dabei hat er sicherlich nicht ganz unrecht, denn so wie es im Moment läuft, laufen den Krankenhäusern und auch den Praxen die Ärzte davon. Es stinkt zum Himmel! Die “Schwundquote” sofern es so etwas gibt, dürfte bei rund 50 Prozent liegen. Wo dieser “Schwund” hingeht, dürfte bekannt sein. Wenn die Schweiz alle deutschen Ärzte ausweisen würde, könnten einige Häuser gleich ganz schließen. Dass es mitunter nicht die “richtigen” sind, die ausgewählt werden, liegt ebenfalls auf der Hand,aber auch daher verschließt man die Augen. Interessant die Aussagen aus dem Spiegel: “Auch in der Medizin gibt es bereits etliche Ansätze, die sture Auswahl nach der Nachkommastelle im Einser-Abitur zu korrigieren: In Hamburg etwa musste die Abiturnote 2012 zwar besser als 2,0 sein, hinzu kam aber ein Assessment-Center, wie es Montgomery jetzt fordert.

An der Uni Freiburg haben Abiturienten mit Erfahrungen als Masseur oder Orthopädieschuhmacher bessere Chance, Heidelberg und Tübingen bevorzugen Kandidaten, die bei Naturwissenschaftswettbewerben erfolgreich waren. Und in Mannheim gilt es als Plus, Sportler in einer olympischen Disziplin zu sein. Alles, um herauszufinden, wer am besten als Arzt geeignet ist.”

Man muss ich fragen, was Unis wie Heidelberg oder Tübingen mit dieser Auswahl eigentlich wollen. Ach so, das sind ja Exzellenzschuppen, da ist man sich wohl zu fein, einen einfachen Hausarzt auszubilden, oder was?

Vielleicht sollte man es sich mal schlicht einfach machen: man bildet Pfleger aus, wer diese Stufe abgeschlossen und sich im Klinikbetrieb bewährt hat, steigt nach und nach zum Arzt auf. ….autsch, bitte nicht Steinigen…..

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