Lauterbach wird als Schatten-Gesundheitsminister gehandelt

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Steinbrück ruft den Professor aus Köln in sein Kompetenzteam, der nun im Falle eines Wahlsiegs Gesundheitsminister werden könnte.  Allerdings findet diese Auswahl nicht überall ihre Zustimmung. Aus Ärztekreisen heisst es gar: der Totengräber des Systems ist nominiert. Sowas, aber auch!„Ich stehe selbst in besonderer Weise ein für ein Gesundheitssystem mit weniger Zwei-Klassen-Medizin, mehr Prävention, mehr Hausärzten und mehr Sicherheit für die Patienten. All dies wird auch Teil unserer Bürgerversicherung sein“, kommentierte Lauterbach seine Nominierung.

Die Arbeitsbedingungen in der Kranken- und in der Altenpflege müssten besser werden, so Lauterbach. Drohende Altersarmut und Pflegenotstände müssten dringend abgewendet werden. „Zusammen mit einem Kanzler Peer Steinbrück werde ich diese Aufgaben anpacken“, sagte der Gesundheitsexperte.

“Die kommende Bundestagswahl wird für uns alle von großer Tragweite sein”, erklärt Lauterbach auf der Internetseite des SPD-Kanzlerkandidaten. Es müssten die Weichen für ein besseres Gesundheitssystem gestellt werden. Lauterbach weiter: “Ich stehe selbst in besonderer Weise ein für ein Gesundheitssystem mit weniger Zwei-Klassen-Medizin, mehr Prävention, mehr Hausärzten und mehr Sicherheit für die Patienten. All dies wird auch Teil unserer Bürgerversicherung sein. Die Arbeitsbedingungen in der Kranken- und in der Altenpflege müssen besser werden.”

Das gerade vom Ärztetag beschlossene Konzept zur Finanzierung der Krankenversicherung hält Lauterbach für untauglich. “Da kämpft die Ärzteschaft auf verlorenem Posten”, sagte er kürzlich der “Saarbrücker Zeitung”. Im Kern handele sich um das alte Kopfpauschalen-Modell der CDU. “Aber nicht einmal die Union will dieses Modell noch haben. Und eine große Mehrheit der Bevölkerung hält es für ungerecht.”

Bei der Bundestagswahl 2009 war die SPD ohne „Gesundheits-Schattenminister“ in den Endspurt zum Wahlkampf gegangen. Eigentlich war die damalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt für diesen Posten vorgesehen. Doch nach deren Dienstwagenaffäre hatte der damalige Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier ihr einen Rückzug aus seinem Kompetenzteam nahe gelegt. Der Platz war frei geblieben.

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