5069 Stimmen für gesunde Mütter und Kinder

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CARE übergibt Petition der Kampagne „Lebensband“ an Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz / Jeden Tag sterben weltweit rund 800 Frauen während der Schwangerschaft oder Geburt

   Die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg hat am Freitag in Bonn der Bundesregierung eine Petition zum Kampf gegen Müttersterblichkeit übergeben. Bei der Übergabe an Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mahnte der Präsident von CARE Deutschland-Luxemburg, Heribert Scharrenbroich: „Das fünfte Millenniumsziel, die Müttersterblichkeit zu senken, hat bisher die geringste Aufmerksamkeit erreicht. Wir fordern die Bundesregierung auf, noch stärker als bisher für das ursprüngliche Ziel einzutreten, die Müttersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um 75 Prozent zu senken. Dieses wichtige Ziel sollte auch nach 2015 weiter verfolgt werden.“ Der Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz, sagte anlässlich der Übergabe: „CARE hat beeindruckende Erfolge für die Müttergesundheit erreicht. Die Petition zeigt den hohen Stellenwert des Themas auch in der deutschen Öffentlichkeit. Das BMZ hat unter Dirk Niebel die Mittel für selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit von 44 Millionen Euro im Jahr 2008 auf über 90 Millionen Euro pro Jahr mehr als verdoppelt.“

Im Jahr 2000 haben sich 147 Staaten – darunter Deutschland – dazu verpflichtet, die Müttersterblichkeit als fünftes Millenniumsziel aufzunehmen. „Dass die Müttersterblichkeit im Vergleich zu 1990 um 47 Prozent gesenkt werden konnte, ist natürlich ein großer Erfolg. Trotzdem sterben weiterhin jeden Tag 800 Frauen an Komplikationen während Schwangerschaft oder Geburt  – davon 85 Prozent in Subsahara-Afrika und Südasien“, so Scharrenbroich. Die Bundesregierung müsse die Partnerländer dabei unterstützen, die gesundheitliche Grundversorgung zu gewährleisten. „Dabei sind es häufig einfache und günstige Maßnahmen, die große Veränderungen bewirken, wie etwa die Ausbildung von Hebammen oder die Ausstattung von Gesundheitsstationen.“

Die Übergabe der Petition markiert das Ende der Kampagne „Lebensband“, mit der CARE in Deutschland zum Kampf gegen die hohe Müttersterblichkeit aufrief. Unter der Schirmherrschaft von Prof. Rita Süssmuth informierte die Kampagne auf Veranstaltungen und im Internet über das Thema und sammelte Stimmen.

CARE arbeitet in vielen Ländern weltweit, um durch Aufklärung und Vorsorge die Risiken bei Schwangerschaft und Geburt zu. In Ayachucho, Peru, konnte die Müttersterblichkeit so um die Hälfte reduziert werden. In Laos sichern mobile Geburtsstationen das Überleben von Müttern in schwer zugänglichen Bergdörfern. Im Südsudan hilft CARE beim Wiederaufbau von Geburts- und Gesundheitsstationen, bildet Hebammen aus und klärt Mütter zu Schwangerschaftsrisiken, zur Versorgung von Neugeborenen und Familienplanung auf. Bis 2015 will CARE insgesamt 30 Millionen Frauen eine sichere Schwangerschaft und Geburt ermöglichen.

 

 

Für seine Projekte zur Senkung der Müttersterblichkeit ist CARE auf Spenden angewiesen:

Spendenkonto 4 40 40

Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 50 198

Onlinespenden unter www.care.de/spenden.html

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