Zähne zeigen für Familien in Ruanda

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In Ruanda war Dr. Christian Schäfer bisher noch nicht. Der Zahnarzt aus Schonnebeck studierte in Rumänien Zahnmedizin, ehe er nach Deutschland kam und seine ei­gene Praxis eröffnete. Dennoch hat er mit Ruanda zu tun, so wie rund 40 andere Zahnärzte aus Essen, die dort zusammen mit der Mamisch Dental Health AG (MDH) Hilfe zur Selbsthilfe leisten – über Zahnersatz . Denn schmerzt es im Mund und sind die eigenen Zähne nicht mehr zu retten, wird bei ih­ren Patienten meist Zahnersatz notwendig. Ihr Labor können sie dabei selbst wählen. Fällt ihre Wahl auf die MDH, wird dabei Entwicklungshilfe geleistet: Für jeden Auftrag wird ein halber Quadratmeter Land gepachtet, Saatgut gekauft und die Bevölkerung in umweltschonenden Anbautechniken geschult – alleine dank Schäfer auf 240 Quadratmetern.

Zahnärzte wollen Klinik in Ruanda eröffnen

Das Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird von über 4100 deutschen Zahnärzten unterstützt. So konnten alleine vergangenes Jahr 503 Arbeiter geschult und bezahlt und so 286 vom Völkermord gebeutelte Familien gefördert werden – auf 90.000 Quadratmetern Land, was 13 Fußballfeldern entspricht. Wie groß der Anteil der Essener Ärzte daran ist, können die Mülheimer nicht genau sagen. Gefragt sind sie dennoch, denn noch in diesem Jahr soll durch ihr Zutun eine Zahnklinik in dem südafrikanischem Staat eröffnen. Denn so etwas gibt’s dort noch nicht: Auf die Bevölkerung von mehr als elf Millionen Menschen kommen bisher nur 17 Zahnärzte – ein Verhältnis so, als ob es für alle Essener einen einzigen Zahnarzt geben würde. Und der ist auch noch schlecht ausgebildet.

Nach Ruanda zu gehen, um für einige Monate in der Klinik zu helfen, „kann ich mir nicht vorstellen, denn ich bin alleine in der Praxis und habe keinen Ersatz“, sagt Dr. Schäfer. Ei­nen Arzt aus Ruanda in seiner Praxis über die Schulter schauen zu lassen und zu schulen dafür sehr: „Ich freue mich schon darauf.“ Auch seine ausgemusterten Zahnarztstühle will er fortan nach Ruanda schicken: „Die sind gut gewartet und können sicher noch 20 Jahre genutzt werden.“

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