Immer weniger Zähne müssen raus

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  Immerhin sind die deutschen Zahnärzte schon auf dem richtigen Weg: Jedes Jahr werden den gesetzlich Versicherten rund 13 Millionen Zähne gezogen; 1991 waren es noch gut 16 Millionen. Gleichzeitig stieg zum Beispiel die Zahl der zahnerhaltenden Wurzelbehandlungen leicht von 6,91 auf 7,27 Millionen.

Neue technische Entwicklungen können immer mehr Zähne vor der Zange bewahren: Mit Titaninstrumenten etwa kommt der Zahnarzt auch in gebogene Wurzelkanäle sicher hinein. Bei Parodontosekrankheiten kann beispielsweise mittlerweile Knochengewebe wieder aufgebaut werden. Aber das kostet Geld und ist – da sind sich alle Fachleute einig – auf Krankenkassenkosten nicht mehr zu machen.

Die Zahl der Implantologen hat aber stark zugelegt:

Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie – die größte der entsprechenden Fachgesellschaften – zählte 2003 noch gut 3500 Mitglieder, dieses Jahr sind es schon mehr als 8000. Inzwischen setzen deutsche Zahnärzte jedes Jahr eine Million Implantate, so schätzt man. Zugleich schränkte die gesetzliche Krankenversicherung vor fast zehn Jahren die zeitintensive Wurzelbehandlung an Backenzähnen stark ein.

Ungünstige Voraussetzungen für Patienten, die lieber ihre eigenen Zähne behalten möchten. Zahlreiche Studien legen nahe, dass das eine sehr vernünftige Einstellung ist. Doch manche Zahnärzte preisen dennoch lieber Implantate als kurzen, schmerzlosen und risikoarmen Eingriff an.

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