Was gegen Parodontitis wirklich hilft

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Wenn das Zahnfleisch blutet und schmerzt, könnten das erste Anzeichen einer Parodontitis sein. Was kann man dagegen tun? Und was passiert, wenn man die Entzündung nicht behandeln lässt? Darüber berichtet Sophia Weimer in der WeltBlutendes Zahnfleisch beim Putzen oder etwas lockere Zähne: Das können erste Hinweise auf eine Parodontitis sein. Die Entzündung des Zahnhalteapparats ist eine der häufigsten Erkrankungen der Menschen, wie es bei der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) heißt. Stellt der Zahnarzt diese Diagnose, bricht vielen der Angstschweiß aus. Schon der Gedanke an eine Reinigung der Zahnfleischtaschen verursacht bei den meisten Patienten wohl Gänsehaut bis Panik.

Aber nichts tun? Das ist auch keine gute Alternative. Bei einer fortschreitenden Parodontitis löst sich der Kieferknochen auf, Zähne können ausfallen, wie der Fachzahnarzt für Parodontologie, Kai Worch, sagt. Das dauere aber meistens mehrere Jahre oder auch Jahrzehnte. Und die Entzündung könne das Risiko für einen Herzinfarkt oder Risikoschwangerschaften erhöhen, schreibt die DGParo auf ihrer Website. Wie genau die Entzündung und das Herzinfarkt-Risiko zusammenhängen, sei wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt, sagt Worch. Bekannt ist aber, dass Risikofaktoren wie Diabetes oder Rauchen beides begünstigen.

Bakterien – und die dadurch folgende Entzündungsreaktion des Körpers – verursachen die Parodontitis. Sie beginnt immer mit einer Zahnfleischentzündung. “Eine gute Mundhygiene senkt das Risiko für eine Parodontitis deutlich”, sagt Kai Worch. Die normale Zahnbürste sei dabei nur sehr eingeschränkt wirksam. “Für enge Zahnzwischenräume ist Zahnseide ideal.” Für größere könnten auch kleine Zahnzwischenraumbürsten verwendet werden, empfiehlt der Experte.

Putzt man nicht ausreichend, sammeln sich Bakterien zu Zahnbelägen. Werden auch diese nicht entfernt, entsteht Zahnstein. Dadurch wachsen die Beläge zunehmend Richtung Zahnwurzel und lassen eine Zahnfleischtasche entstehen – der ideale Lebensraum für Bakterien.

Symptome: Zahnfleischbluten, Mundgeruch

Dass sich aus einer Zahnfleischentzündung eine Parodontitis entwickelt habe, sei für den Betroffenen nicht immer eindeutig wahrnehmbar, schreibt die DGParo. Neben gelegentlich blutendem Zahnfleisch gehörten beispielsweise Mundgeruch, verschobene oder lockere Zähne und manchmal auch Schmerzen zu den Symptomen.

“Ziel einer Therapie ist es, die Entzündung zum Ausheilen zu bringen und damit weitere Verluste vom Kieferknochen zu vermeiden”, sagt Worch. Dazu zähle beispielsweise, dass der Zahnarzt die Zahnfleischtaschen gründlich reinige. In schweren Fällen von Parodontitis, müssten die Patienten auch Antibiotika einnehmen.

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