Gebissabdrücke im Bauschuttbehälter

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Der kuriose Anblick in den Tiefen des Bauschuttbehälters ist datenschutzrechtlich durchaus bedenklich. Denn wie Roman Mehner, Mitarbeiter in der Medizin-Abteilung des Hessischen Datenschutzbeauftragten in Wiesbaden auf ECHO-Nachfrage erklärte, hätten die Abdrücke – auf vielen waren die Namen der Patienten vermerkt – nicht so ohne Weiteres ungeschützt auf der Straße stehen dürfen.

Auch in diesem Fall gehe es um den Schutz von Patientendaten, sei auch die ärztliche Schweigepflicht tangiert. Wüsste er die Adresse der Praxis, würde er Ermittlungen aufnehmen, sagte Mehner. Seine Behörde könne freilich – anders als die Polizei – niemanden dazu zwingen, ihr Adressen zu nennen.

Der besagte Zahnarzt erklärte auf Nachfrage, er habe sein Lager verkleinern müssen, um Platz für neue Abdrücke zu schaffen. Dabei habe er die gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungsfristen eingehalten und sie teilweise sogar überschritten.

Tatsächlich habe er die Altabdrücke in einer Mulde mit Deckel entsorgen wollen, die Abdeckung sei aber nicht mit angeliefert worden. Der Behälter habe auch nur zwei Stunden auf der Straße gestanden, danach seien die Abdrücke abtransportiert und vernichtet worden.

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