Mit dem Shuttle zum neuen Gebiss

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In die Grenzstadt Mosonmagyaróvár verschlägt es die Österreicher dann, wenn der Zahn drückt und die Krankenkasse nicht übernimmt

Den 32.490 Bewohnern von Mosonmagyaróvár stehen mehr als 150 Zahnarztpraxen und drei große Kliniken zur Verfügung, die ungarische Kleinstadt hält damit sogar einen Weltrekord. In Österreich teilen sich 2.180 Patienten eine Praxis – zehnmal so viele wie in Mosonmagyaróvár.

Die Bewohner der Stadt nahe dem Grenzübergang Nickelsdorf haben die Zahntouristen als Einnahmequelle entdeckt und bieten ihnen neue Frisuren, Fußpflege und billigen Tand.

Arbeitsplätze durch Shuttlebus und Dolmetscher

Ein Großteil der Mosonmagyaróvárer ist allein durch das Zusatzangebot zur Zahnbehandlung beschäftigt. So bieten die großen Kliniken kostenlose Shuttlebusse, Hotels, Ausflüge nach Wien oder Budapest und Dolmetscher für beispielsweise Russisch, Arabisch, Französisch, Englisch, Italienisch und Deutsch an.

Implantate, Bleachings und Gebisse können durch die geringeren Personal- und Materialkosten bis zu 70 Prozent günstiger als in Österreich angeboten werden. Das preisen jedenfalls die vielen Werbetafeln an den Straßenrändern an.

Die Grenzöffnung kommt den Zahnarzttouristen nur gelegen: Sie freuen sich über den Wegfall von Verkehrsstaus, ärgern sich jedoch gleichzeitig über die Einwanderung aus Osteuropa. (Maria von Usslar, derStandard.at,

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