Zahnarzt um 50 000 Euro erleichtert

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mit einem besonders dreisten Fall beschäftigt sich das Amtsgericht Passau am morgigen Montag: Angeklagt sind zwei Zahnarzthelferinnen aus einer Praxis in Vilshofen – sie sollen ihren Chef um knapp 50 000 Euro erleichtert haben. Laut Amtsgerichtsdirektor Joachim Peuker spielte sich der Fall bereits im Zeitraum zwischen den Jahren 2007 und 2010 ab. Die mittlerweile 28 und 29 Jahre alten Frauen waren zu diesem Zeitpunkt unter anderem mit der Buchhaltung in der Praxis betraut und nutzten das für ihre Zwecke aus. Von Barzahlungen in der Praxis – wie sie bei Kassenpatienten etwa bei Zuzahlungen oder Leistungen wie Professioneller Zahnreinigung üblich sind – sollen sie nicht alles ordnungsgemäß verbucht haben. Stattdessen landete das Geld in ihrer eigenen Tasche. Über die Jahre hinweg sammelte sich so der stattliche Betrag von fast 50 000 Euro an, den die Damen abgezweigt haben. Irgendwann kam ihnen der Chef jedoch auf die Schliche.
Angeklagt sind die Zahnarzthelferinnen nun wegen Untreue, da sie die eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen, missbraucht haben. Laut Peuker reicht der Strafrahmen hier schon regulär bis zu fünf Jahren Gefängnis. Bei sogenannter „Gewerbsmäßigkeit“ – wenn die Angeklagten aus ihren Straftaten ein regelmäßiges Einkommen beziehen – seien es sogar bis zu zehn Jahre. Zu Gute könne den Angeklagten aber kommen, dass sie den Schaden wieder gut machen wollen. Eine der Damen hat laut Peuker einen großen Teil der unterschlagenen Summe wieder zurückgezahlt.

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