Jameda: Zwangslistung nicht rechtens

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Neue Gerichtsurteile stärken die Rechte von Ärztinnen und Ärzten gegenüber der Arztbewertungsplattform Jameda. Sowohl das Landgericht Bonn als auch das Landgericht Wuppertal kamen kürzlich übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass sich Jameda nicht auf seine Rolle als „neutraler Informationsmittler“ berufen könne und Profile von Ärzten auf deren Verlangen löschen müsse. (LG Bonn Urteil von 28. März 2019. Az.: 18 O 143/18, Urteil von 29 März 2019, Az.: 9 O 157/18 und LG Wuppertal, Urteil von 29. März 2019, Az.: 17 O 178/18). Jameda gewähre den zahlenden Kundinnen und Kunden (verdeckte) Vorteile und könne sich daher gegenüber dem Persönlichkeitsrecht der Ärzte nicht mit überwiegendem Gewicht auf die Kommunikationsfreiheit berufen. Die Gerichte störten sich unter anderem daran, dass die Gestaltung der Profile dazu führe, dass sich die nicht zahlenden Ärzte zu einer Mitgliedschaft gedrängt fühlen könnten. Außerdem sei für Portalnutzerinnen und -nutzer nicht ausreichend deutlich gemacht, dass „Premium“-Profile eine bezahlte Leistung sind. weiter

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