Posts Tagged ‘FVDZ’

FVDZ-Empfehlungen: Stammtischparolen und Binsenweisheiten

June 17, 2008

Scheint der Weisheit letzter Schluss zu sein – aber für einen Verband, der die Interessen des Standes vertritt schlicht ein Armutszeugnis – alldiweil ein Eingeständnis, der Machtlosigkeit gegenüber den bestehenden Verhältnissen. Und mit dieser Referenz will man als starker Verband auftreten und um neue Mitglieder werben bzw. ihnen zeigen, dass ihre Beiträge in diesem Verband gut aufgehoben sind?

Schmach!

der Bericht im Dentalen Blog ist allerdings für sich genommen schon eine Peinlichkeit. Wobei das Blog den Text aus der RP eh nur unkommentiert eingestellt hat. Und die RP hat unkommentiert gedruckt, was ihnen Otterbach so in den Block diktiert hat. Ergo liegt (eigentlich) der schwarze Peter bei Otterbach. Und Otterbach ist ja nicht irgendwer, sondern stellvertretender Bundesvorsitzender des FVDZ

Der Bericht selbst ist eine Ansammlung von Stammtischparolen und Binsenweisheiten. Aussagen, die man in den letzten Wochen und Monaten irgendwo aufgeschnappt hat, werden verallgemeinert und als große Weisheit dargestellt. Aber so kennen wir den Freien Verband: die Leistungen dieser Organisation sind immer auf niedrigstem Niveau. Wollten wir diese Leistungen testieren, würden wir sagen: man bemüht sich in den Grenzen der eigenen Möglichkeiten :-))

Aber wir sagen ja nix, gesagt haben andere, ob sie wissen, dass sie sich mit solch einer Aussage die Unfähigkeitsbescheinigung selber ausgestellt haben, wissen wir nicht.  Nichtwissen ist ja schließlich auch eine Aussage.

Advertisements

„Allianz gegen die Änderung der Weiterbildungsordnung“

May 27, 2008

An der Basis der Zahnärztschaft rumort es. Vielen Zahnärzten geht zu weit, was da auf der Bundesversammlung im Herbst in Stuttgart beschlossen werden soll. Diese neue Weiterbildungsordnung ist nichts anderes als eine Lizenz zum Geld drucken für einige Wenige. DGZMK, Freier Verband und andere haben ganz offensichtlich schon längst den Fortbildungskuchen unter sich aufgeteilt. Dass sie dabei vielleicht die Rechnung ohne die Zahnärzte gemacht haben, zeigt dieser Aufruf vom BVAZ

Präzisierung zur Beitrittserklärung zur „Allianz gegen die Änderung der Weiterbildungsordnung“

Niemand derjenigen, die aufgerufen sind, der Allianz (gem. der noch einmal beiliegenden Erklärung)
beizutreten oder ihr bereits beigetreten sind, wurde oder wird aufgefordert, gleichzeitig Mitglied des
BVAZ zu werden oder gar alle Ziele und Verlautbarungen des BVAZ mit zu tragen.
Der BVAZ wird die Allianz auch nicht dazu missbrauchen, in irgendeiner Form dort „die Macht ergreifen“
oder eine Vorreiterrolle spielen zu wollen, wenn es der Allianz gelingen sollte, die Änderung
der Weiterbildungsordnung zu verhindern.
Die Beilagen des BVAZ in einigen Zahnärzteblättern haben nichts mit der Allianz zu tun, sondern
dienen lediglich der eigenen Mitgliederwerbung für den BVAZ und waren schon geplant und terminiert,
bevor die Allianzgründung in die Planung und Umsetzung ging.
Der BVAZ hat lediglich die Initiative ergriffen und zum Beitritt zu einer Allianz aufgerufen. Voraussehend,
dass potenzielle Allianzmitglieder mit den Zielen und Verlautbarungen anderer Mitglieder
Probleme haben könnten, wurde die Allianz auf nur ein einziges gemeinsames Ziel aller Teilnehmer
fokussiert: Die geplante Änderung der Weiterbildungsordnung zum Nachteil aller Allgemeinzahnärzte
gemeinsam zu verhindern.
In der Folge ist es abwegig, einen Beitritt zu dieser Allianz von irgendeiner anderen Position irgendeines
der Verbände abhängig zu machen, die der Allianz bereits beigetreten oder aufgerufen sind, ihr
beizutreten. Dazu sind die anderen berufspolitischen Positionen viel zu heterogen.
Wenn begonnen wird, die Zustimmung zum Beitritt zu dieser Allianz – welches zum Beitritt aufgerufenen
oder bereits beigetretenen Verbandes auch immer – von anderen berufspolitischen Positionen
als der der Verhinderung der Änderung der Weiterbildungsordnung abhängig zu machen, kann man
das Zustandekommen einer solchen, für die Zukunft aller Allgemeinzahnärzte unabdingbaren Allianz
derjenigen, die die Änderung der Weiterbildungsordnung verhindern wollen, vergessen. Dazu sind
die Positionen derjenigen, die aufgefordert sind, der Allianz beizutreten oder ihr bereits beigetreten
sind, viel zu unterschiedlich.
Es ist genau so logisch wie es voraussehbar war, dass von interessierter Seite versucht werden wird,
das Zustandekommen der Allianz und damit die Ablehnung der Änderung der Weiterbildungsordnung
zu torpedieren, indem man erhebliche Anstrengungen unternimmt, andere als die einzige in der
Erklärung benannte berufspolitische Position mit dem Beitritt zu dieser Allianz zu verknüpfen. Gerade
deshalb besteht die Erklärung zum Beitritt zur Allianz nur aus einem einzigen Punkt: “Allianz
gegen die geplante Änderung der Weiterbildungsordnung”.
Dieser genau so typischen wie leicht durchschaubaren “divide-et-impera-Strategie” gegenüber gilt es
unmissverständlich zu bleiben. Konsequent ist es daher, jegliche Diskussion über andere berufspolitische
Positionen anderer der Allianz beigetretener oder ihr beitreten wollender Verbände mit dem
unmissverständlichen Hinweis abzulehnen, dass die von eigenen, anderen berufspolitischen Position
abweichenden Positionen anderer beigetretener oder beitreten wollender Verbände momentan völlig
nebensächlich für die Allianz sind und daher nicht zur Diskussion stehen. Grund für einen Allianzbeitritt
soll vielmehr nur eine einzige Position sein: Die gemeinsame Überzeugung, dass die geplante
Änderung der Weiterbildungsordnung zum Nachteil aller Allgemeinzahnärzte unbedingt verhindert
werden muss!”
Dr. Dr. Rüdiger Osswald, Geschäftsführer des Berufsverbands der Allgemeinzahnärzte (BVAZ)