Interview mit Zahnarzt Peter Helms “Patienten fragen nach schonenden Methoden”

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Zahnarzt Peter Helms, erster Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin (GZM), schwört als ausgebildeter Homöopath auf schonende Zahnbehandlungen durch Naturheilkunde.

Abendblatt:

Glauben Sie, dass die Naturheilkunde in der Zahnmedizin stärker angewendet werden sollte?

Peter Helms:

Natürlich. Vor allem, weil es in der Bevölkerung ein wachsendes Bedürfnis nach komplementären zahnmedizinischen Methoden gibt.

Abendblatt:

Welche Naturheilverfahren halten Sie innerhalb der Zahnmedizin für sinnvoll?

Helms:

Bevorzugt genutzt werden die Homöopathie, die Kinesiologie, die Amalgam-Sanierung, die Akupunktur, die Bioresonanztherapie, die orthomolekulare Therapie (Vitamine und Spurenelemente) sowie die Neuraltherapie.

Abendblatt:

Werden sich Naturheilverfahren dauerhaft durchsetzen?

Helms:

In vielen – auch schulmedizinischen – Praxen werden Methoden der Naturheilkunde bereits angewendet, weil die Patienten gezielt nach schonenden Methoden mit wenigen Nebenwirkungen fragen. Ein Zahnarzt, der diese Naturheilverfahren nicht anbietet, ist heutzutage nicht mehr konkurrenzfähig und auch nicht angesagt.

Abendblatt:

Wie viele Zahnärzte in Deutschland setzen Naturheilverfahren unterstützend ein?

Helms:

Man spricht von 3000 bis 5000 von insgesamt 63 000 behandelnden Zahnmedizinern.

Abendblatt:

Wären Sie für eine zusätzliche psychosomatische Grundausbildung für angehende Zahnärzte im Studium?

Helms:

Auf jeden Fall. Die ganzheitliche Zahnmedizin bezeichnet die traditionelle Zahnmedizin oftmals als “Handwerker-Disziplin”. Erstere hingegen stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Sie ist der Ansicht, dass die Zähne und der Kiefer Teil des menschlichen Skeletts sind und mit vielen anderen Bereichen des Körpers in ständigen Wechselwirkungen stehen.

Abendblatt:

Naturheilkundler sind der Ansicht, dass die einzelnen Zähne mit anderen Organen im Körper in Beziehung stehen. Wie stehen Sie dazu?

Helms:

Ich stimme dem zu. Viele Ärzte schicken uns Patienten, bei denen schulmedizinische Methoden zu keinem Erfolg führten. Studien zeigen hingegen, dass Zähne in ständiger Wechselwirkung zu anderen Körperteilen stehen. Parodontoseerkrankungen beispielsweise können mit Schlaganfällen und Herzinfarkten sowie Unfruchtbarkeit in Zusammenhang stehen.Interview: Joanna Kouzina

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