Zahnpastatest: oder wie stümpferhaft Stiftung Warentest bei Tests vorgeht

November 23, 2017 by

Zwei Pasten bekamen die Testnote “Mangelhaft”: das “Pflanzen Zahngel” von Weleda (5,67 Euro/100 Milliliter) und Biorepair (6,67/100 Milliliter). Beide Pasten enthalten kein Fluorid, das vor Karies schützt. Der Nutzen und die Sicherheit des Stoffes seien jedoch klar belegt, urteilt Warentest. Mögliche Vorwürfe, Fluorid erzeuge Krebs, ließen sich “wissenschaftlich nicht halten”. Daher wurden die Pasten abgewertet. Und deshalb gab es “mangelhaft”? Mit der gleichen Begründung kann Stiftung Warentest ein vegetarisches Restaurant mit mangelhaft bewerten, nur weil es kein Fleisch anbietet, Read the rest of this entry »

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Meisterzwang ist auch für das Zahntechnikerhandwerk verfassungsgemäß

November 21, 2017 by

Der 4. Senat des Oberverwaltungsgerichts hat heute in einem Grundsatzurteil entschieden, dass der Meisterzwang für das Zahntechnikerhandwerk verfassungsgemäß ist. Read the rest of this entry »

Böse Zahnärzte – gute Zahntechniker

November 19, 2017 by

Liest man derzeit die diversen Pamphlete der Zahntechniker wie etwa die der Innung VdZi, so kommt man unweigerlich auf den Gedanken, dass jemand gerade dabei ist, eine Kriegserklärung umzusetzen.

Nein, nicht alle Zahnärzte sind böse, vor allem die nicht, die das machen, was ihnen der freundliche Mensch vom Labor zu tun vorgibt. Böse fängt dann an, wenn es so ein Landzahnärztlein wagt, sich ein Praxislabor zuzulegen, denn dann gehört er unweigerlich zur dunklen Seite der Macht. Read the rest of this entry »

Urteil Frist versäumt: Krankenkasse muss zahlen

November 12, 2017 by

Kassen können fiktive Leistungsbewilligung nicht zurücknehmen. Das hat das Bundessozialgericht entschieden. Wenn Krankenkassen nicht fristgerecht über einen Leistungsantrag entscheiden, können sie die dann bestehende fiktive Genehmigung nicht später zurücknehmen. Das hat am Dienstag das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel zu zwei Anträgen auf Abdominalplastik entschieden.

Beide Klägerinnen hatten massiv an Gewicht verloren. Ihre Ärzte rieten ihnen daher zu einer Bauchstraffung. In einem Fall hatte die Patientin, im anderen die Ärztin eine Kostenübernahme beantragt.

Laut Gesetz haben die Krankenkassen drei Wochen Zeit, einen solchen Antrag zu bearbeiten. Holen sie ein Gutachten des Medizinischen Dienstes ein, sind es fünf Wochen. Andere Verzögerungsgründe sind möglich, aber nur mit Information des Versicherten.

Hier hatte die Kasse die Anträge verspätet abgelehnt. Laut Gesetz gelten sie dann dennoch als fiktiv genehmigt. Noch bevor die Versicherten auf dem OP-Tisch lagen, nahm die Kasse jedoch die fiktiven Genehmigungen wieder zurück. Dolch das ist unzulässig, urteilte das BSG.

Die Rücknahme einer begünstigenden Entscheidung sei nur zulässig, soweit sie rechtswidrig war. Das aber sei bei der gesetzlich bestimmten fiktiven Genehmigung von vornherein nicht der Fall. Zudem würden sonst vermögende Versicherte bevorzugt, weil sie in Vorleistung treten und danach Erstattung verlangen können. (mwo)

Urteil des Bundessozialgerichts:

Az.: B 1 KR 15/17 R und B 1 KR 24/17 R

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AOZ: Bundesrat blockiert Reform

November 6, 2017 by

Der Bundesrat hat am Freitag die Novellierung der 62 Jahre alten Approbationsordnung für Zahnärzte gestoppt. Die seit Jahren überfällige Reform der zahnärztlichen Approbationsordnung, die im August vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegt worden war, ist am Freitag in der Länderkammer zunächst gescheitert. Zwar hatte der Gesundheitsausschuss des Bundesrates die Zustimmung empfohlen, dem standen aber ablehnende Stimmen des Finanz- und des Kultusausschusses gegenüber. Read the rest of this entry »

Häusliches Arbeitszimmer: Personenbezogene Ermittlung

October 20, 2017 by

nachdem sich beim  Thema “Arbeitszimmer im Privathaus” lange Zeit nichts beweg hat, hat der Bundesfinanzhof (BFH) die bisher geltenden Regelungen zum Nachteil der Steuerzahler wieder aufgehoben und neu entschieden: Nutzen mehrere Steuerpflichtige ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam, ist die Höchstbetragsgrenze von 1.250 € personenbezogen anzuwenden, so dass jeder von ihnen seine Aufwendungen hierfür bis zu dieser Obergrenze einkünftemindernd geltend machen kann. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit zwei Urteilen vom 15. Dezember 2016 VI R 53/12 und VI R 86/13 entschieden und dabei seine Rechtsprechung zu § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zugunsten der Steuerpflichtigen geändert. Read the rest of this entry »

Patientenunterlagen rausgeben:ja! Aber Patient muss in Vorleistung treten!

October 12, 2017 by
Patient ist bei Kopien von Behandlungsunterlagen vorleistungspflichtig

 Patienten können von ihrem Zahnarzt Einsicht in ihre Behandlungsunterlagen verlangen. Diese Einsicht erfolgt an dem Ort, an dem diese aufbewahrt werden, also im Regelfall in den Praxisräumen. Meist wollen die Patienten jedoch stattdessen Kopien der Behandlungsunterlagen. Diesem Wunsch muss der Zahnarzt auch entsprechen. Jedoch kann er die entstehenden Kosten vom Patienten ersetzt verlangen.

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Richter nennen Fallzahl-Spielraum

October 1, 2017 by

Die Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten darf von dem ausbildenden Praxisinhaber nicht dazu missbraucht werden, seinen Praxisumfang zu vergrößern oder einen übergroßen Umfang aufrechtzuerhalten. So der Tenor eines aktuellen, allerdings noch nicht rechtskräftigen Urteils des Sozialgerichts Berlin. Read the rest of this entry »

Arzt mit Berufsverbot sammelt Unterschriften

September 22, 2017 by

Ein mit einem vorläufigen Berufsverbot belegter Klagenfurter Zahnarzt informiert auf seiner Website seine Patientinnen und Patienten und will eine Unterschriftenliste auflegen. Über 50 Beschwerden und auch Anzeigen von Krankenkassen und Patienten gegen ihn liegen vor. Read the rest of this entry »

Uni-Professor redet Klartext: Liebe Generation Y, so nimmt euch niemand ernst

August 13, 2017 by

Netter Beitrag im Business Insider Deutschland, der relativ gut zu lesen ist,sehr mitfühlend geschrieben, allerdings bleibt es letztlich jedem selber überlassen, was er/sie herausliest. Zumindest das, was in der Überschrift steht, findet man im Text nicht unbedingt wieder – je nachdem, wie man die Zeilen liest. Read the rest of this entry »