Zahnarzt darf keine erfundenen Bewertungen verbreiten

February 13, 2019 by

Weil er einen Konkurrenten im Netz schlecht bewertet haben soll, stand ein Zahnarzt in Stuttgart vor Gericht. Er kassierte eine einstweilige Verfügung – und lenkte am Ende ein, ohne Schuld zugeben zu wollen. Read the rest of this entry »

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Ärzte und Zahnärzte beim Vorgehen gegen rufschädigende Bewertungen zunehmend erfolgreich.

January 30, 2019 by

Eine Ärztin ist vor dem Landgericht Frankfurt (Urteil vom 13.9.2018 – Az.: 2-03 O 123/17) gleich gegen vier praxisfeindliche Bewertungen auf der ersten Seite bei Google Maps vorgegangen. Das Landgericht befasste sich mit der Frage, ob auch Bewertungen ohne Behandlungsbezug zu entfernen sind. Der Fall gilt gleichermaßen für Zahnärzte. Read the rest of this entry »

Skandal um Dentalkette:”Unsere Zähne wurden Händlern anvertraut!”

January 18, 2019 by

“Die wahre Katastrophe ist die Kommerzialisierung der Zahnmedizin!”

Unsere Zähne wurden Händlern anvertraut. Was passiert, wenn industrialisierte und technisierte Managementprozesse auf die menschliche Gesundheit übertragen werden, ist keine Überraschung. Read the rest of this entry »

Zahnarztketten:”Überversorgung und mangelhafte Behandlungsqualität”

January 9, 2019 by

Konstant ist nur der Eigentümerwechsel

In der Schweiz sind seit gut einem Jahrzehnt eine Reihe von Dentalketten vor allem in städtischen Ballungsräumen aktiv. Die Ketten sorgen für öffentliche Diskussionen. Beanstandet werden Qualitätsmängel, eine geringere Patientenzufriedenheit und „Überversorgung“ – nur zu gern werden den Patienten teure Behandlungen aufgeschwatzt.

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Wie Dentalketten die Versorgung zerschlagen

January 5, 2019 by

Angestellte Zahnärzte kriegen Quoten für eingesetzte Implantate, Patienten erhalten minderwertige Behandlungen und bleiben geschädigt zurück: Der Council of European Dentists begründet, warum von Fremdinvestoren betriebene Dentalketten die zahnmedizinische Versorgung zerstören. Read the rest of this entry »

ZFA: Versicherung um 58.000 Euro betrogen

December 31, 2018 by

Eine Ex-Zahnarzthelferin reichte fingierte Privatrechnungen für den Lebensgefährten ein. Das Kronacher Schöffengericht verhängte nun eine Gefängnisstrafe. Read the rest of this entry »

Regress kassiert: zuviel “Ermessen”

December 27, 2018 by

Wirtschaftlichkeitsprüfung: Mängel in Begründung und Ermessen der Prüfungsgremien

Das Sozialgericht München hat die Entscheidung über einen Regress im Falle einer statistischen Wirtschaftlichkeitsprüfung „kassiert“. Begründung war, dass die Prüfungsgremien weder ihrer Begründungspflicht ausreichend nachgekommen seien. Read the rest of this entry »

Frankreichs Aufstand der Zahnlosen

December 18, 2018 by

“Zuhause bin ich den ganzen Tag zahnlos”, erzählt die 60-jährige Christine Teihol. Die Französin zahlte Dentexia 12.000 Euro für Implantate und Kronen, um die durch Zahnfleischerkrankungen verlorenen Zähne zu ersetzen. Nachdem das Zentrum in diesem Frühjahr pleite ging, bleib sie zurück – nur mit den Schrauben, die aus ihrem Zahnfleisch ragen Read the rest of this entry »

Zahnentfernung 1960 bis heute

December 14, 2018 by

Ein Patient geht mit einem vergammelten Zahn zu seinem Zahnarzt:

1960:
Der Patient ist Fleischermeister und hält einen netten Plausch an der Anmeldung. Er bekommt im Behandlungszimmer eine Spritze. Danach wird der Zahn mit einer Zange gezogen. Er ist dankbar, schenkt dem Zahnarzt eine Wurst und geht danach wieder zur Arbeit.

1970:
Der Patient kann im Wartezimmer eine Tageszeitung lesen. Der Zahn wird ohne Umschweife entfernt. Der Patient geht am nächsten Tag wieder zur Arbeit.

1980:
Der Patient kann im Wartezimmer eine farbige Illustrierte lesen. Er wartet 45 Minuten. Der Zahn wird entfernt und die Wunde genäht. Er erhält ein Rezept über Ibuprofen, Amoxicillin und zur Nacht Vallium.

1990:
Patient muss beim Anruf in der Praxis angeben wie er versichert ist. Die Mitarbeiterin am Praxiseingang fragt ihn laut und deutlich ob er AIDS habe. Die Lesemappen im Wartezimmer sind abgegriffen, es läuft MTV auf einem Fernseher in der Ecke. Er wartet 1h Stunde. Der Zahn wird mit einer Zange gezogen, die Wunde vernäht. Er erhält kein Rezept.

2004:
Patient muss beim Anruf in der Praxis angeben wie er versichert ist. Die Mitarbeiterin am Praxiseingang fragt ihn laut und deutlich ob er AIDS habe und verlangt 10€ Praxisgebühr in bar. Sie stellt eine Quittung aus und vermerkt den Eingang in einem separaten Kassenbuch während das Telefon ununterbrochen klingelt. Nach 30 Minuten darf der Patient ins Wartezimmer. Es gibt nur die Apotheken Umschau zu lesen. Er wartet 2 Stunden. Danach folgt eine 15 minütige Aufklärung über die Risiken des Eingriffs.Der Zahn wird mit einer Zange gezogen, die Wunde vernäht. Er erhält ein Rezept für Ibuprofen mit 10€ Zuzahlung.

2018:
Patient muss beim Anruf in der Praxis angeben wie er versichert ist. Er gibt vor privat versichert zu sein und erhält sofort einen Termin. Die Mitarbeiterin am Praxiseingang händigt ihm einen zweiseitigen Anamnesebogen, die Datenschutzerklärung der Praxis, einen Einwilligungsbogen zur Datenverarbeitung, und ein Formular der privatärztlichen Abrechnung aus. Im Wartezimmer gibt es WLAN und ein IPad. Bei der Nutzung muss man erneut umfangreiche Zustimmungen abgeben. Das Ausfüllen der Formulare dauert zu lange um das IPad nutzen zu können. Der Patient wird in die painless Lounge gebeten. Dort folgt eine 35 minütige Aufklärung über die Risiken des Eingriffs und über die zu verwendenden Materialien. Danach erhält der Patient zu Klangschalenmusik eine computergesteuerte maschinelle Betäubung. Das Gerät dafür ist gewartet, validiert FDA zugelassen, mit CE Siegel und darf nur von einer Helferin mit bestandener Einweisung vorbereitet werden. Ein Behandlungszimmer gibt es nicht mehr. Der Patient betritt den OP für ambulante Operationen durch die Patientenschleuse und muss sich hierbei umziehen. Personal und Material gelangen in den OP über separate Schleusen. Der Ablauf wird von einem OP Koordinator optimiert. Der Patient wird er mit sterilen Einmaltüchern komplett abgedeckt, das OP Personal wäscht sich nach den Anweisungen des Hygieneplans und legt sterile Einmalkittel an.Der Zahn wird mit ca. 20 Instrumenten und einem Benex Extraktor minimalinvasiv entfernt. Ein Teil der Wurzel wird als socket shield belassen, zusätzlich wir mit Veganem Knochenersatzmaterial eine socket presevation durchgeführt. Die Wunde wird unter dem Mikroskop mit 0.8 Faden und socket punch vernäht. Der Patient erhält ein Rezept über eine Mundspülung, Ibuprofen und UNACID PD. Er hat selber sicherheitshalber schon Arnica eingenommen. Am Empfang bekommt er Kühlpacks mit Praxislogo und Implantatwerbung. Er wird für eine Woche krank geschrieben und darf 14 Tage keinen Sport treiben und 1 Woche keine Milchprodukte zu sich nehmen.
Zuhause bewertet der Patient den Zahnarzt auf Jameda mit einer 5 weil er das IPAD zeitlich nicht nutzen konnte und er 2 Minuten einen Parkplatz suchen musste. Die Privatärztliche Abrechnugsstelle stellt 279€ in Rechnung.

LG Flensburg: Werbung mit „Zahnarzt für Implantologie“ ist irreführend und damit wettbewerbswidrig

December 9, 2018 by

 Wer in einem Online-Branchenverzeichnis unter den Kategorien „Zahnarzt für Implantologie“ und „Zahnarzt für Endodontie“ wirbt, begründet eine Verwechslungsgefahr mit der Facharztbezeichnung und handelt insoweit wettbewerbswidrig. Read the rest of this entry »